Bacco - Esposito

Altstadtstr. 28
36199 Rotenburg an der Fulda

Bacco - Esposito – Gästebewertungen

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  • Wir sind begeistert! Tolles Essen , super freundliche Bedienung! Alles Topp! Wir kommen gerne wieder!

  • 18.06.2017 Was haben Bacco (Bacchus) und la dolche vita gemeinsam ? Beide scheinen in dem bezaubernden kleinen Fachwerkhäuschen auf der Stadtmauer über der Fulda zu Hause zu sein., in welchem sich das Bacco befindet. Ursprünglich als Wein- und Snackbar an den Start gegangen als Ableger des Restaurants der Familie Esposito im Rotenburger Schlosspark, hat sich das Baccho zu einer Perle italienischer , -nein neapolitanischer - Spitzengastronomie entwickelt, die ihres gleichen in der Region sucht. Neben dem kleinen, stilvollen Gastraum erfreut sich im Sommer insbesondere die große Terrasse mit dem Pavillion großer Beliebtheit, welche über eine steile Treppe und vorbei an der Küche im Untergeschoss oder aber außen rum über einen Fußgänger-/Radweg und ein paar Stufen erreichbar ist. Als wir vor etwa zwei Jahren einmal an einem Sonntag Mittag hier einkehren wollten, mussten wir leider feststellen, dass wir aufgrund der großen Beliebtheit des Restaurants besser hätten reservieren sollen. Aus Fehlern wird man klug und so haben wir diesmal einen Tisch mit herrlichem Blick auf die Fulda und die historischen Fachwerkhäuschen reserviert. Da wir zu diesem Zweck unseren Spaziergang durch die historische Altstadt Rotenburgs unterbrachen und hier am Vormittag persönlich vorsprachen, war es zunächst erst gar nicht so einfach jemanden vom Personal zu finden, der unser Anliegen verstand, bis wir auf den Chef höchstpersönlich trafen. Schon war die Reservierung eingetragen und wir konnten unseren Rundgang fortsetzen. Die Reservierung erwies sich als weiser Ratschluss, denn in der Tat füllte die Terrasse sich bei herrlichem Wetter zur Mittagszeit an einem Feiertag sehr schnell. Kaum saßen wir, wurde uns die edel aufgemachte Speisekarte gereicht und eine Tafel mit Tagesangeboten herangetragen und neben unserem Tisch aufgestellt. Nun hatten wir beim Blick in die Speisekarte und auf die Tafel ein riesiges Problem, nämlich eine Auswahl zu treffen. Neben Fleisch - und Fischgerichten gibt es auch Gerichte mit selbst hergestellter Pasta und Pizzen. Selbst unter letzteren findet man nicht das null - acht - fuffzehn - Angebot wie man es bei einem Pizzabäcker kennt. Die gehobene italienische Küche unterscheidet sich von der Pizzeria doch recht erheblich. Wir bestellten zunächst erst einmal unsere Getränke, wobei wir auf die angebotenen edlen Weine aufgrund der Tageszeit, der sommerlichen Wärme und weil wir das Fahrzeug dabei hatten, leider verzichten mussten. Die Getränke wurden zügig serviert. Erst als wir nicht mehr angestrengt in die Karte und auf die Tafel schauten, unsere Auswahl getroffen hatten und unsere angeregte Unterhaltung fortsetzten, erschien der Kellner, um unsere Bestellung aufzunehmen. Die Zurückhaltung fand ich sehr gut, denn nichts hasse ich mehr, als mich zur Bestellung gedrängt zu fühlen. Hier konnten wir ganz in Ruhe und entspannt wählen. Aus der Hauptkarte bestellten wir eine Portion Antipasti. Von der Tafel wählte ich die hausgemachten Spaghetti mit Parmessan und Trüffel und Herr N. die gebratenen Baby - Calamari in neapolitanischer Sauce dazu einen kleinen Salat. An die Spezialität des Hauses eine Pizza unter Verwendung von Bio -Holzkohle -Mehl für den Teig wagte ich mich dann doch nicht heran. Der Herr am Nachbartisch fand jedoch, dass sie sehr gut schmecke. Während wir auf unsere Vorspeise warteten, konnte ich mich ein wenig umschauen. Die Terrasse wirkt gut möbliert und gepflegt. Steinskulpturen auf Stelen begrenzen neben einem Geländer die Fläche. Die Tischdeko ist hübsch und ein wenig verspielt, jedoch zurückhaltend. Vor der Terrasse ist noch ein Sandstrand mit Liegestühlen eingerichtet. In der Mitte befindet sich eine Anrichte. Als Platzset dient eine Liste italienischer Spezialitäten, wie z. B. verschieden aromatisierter Olivenöle, die hier ebenfalls erworben werden können. Die Sets werden nach jedem Gast ausgetauscht. Der Service wird von drei bis 4 Personen arbeitsteilig bewerkstelligt, wobei die Rollen verteilt sind. Während ein Kellner die Speisen aufnimmt und kassiert, sind jeweils andere Servicekräfte für das Servieren der Getränke und Speisen sowie das Abräumen zuständig. Zunächst wurde der Vorspeisenteller für eine Person serviert, nicht ohne -wie selbstverständlich - einen weiteren Teller und ein weiteres Besteck zu bringen. Die Antipasti begeisterten schon beim Anblick durch ihre frische Zubereitung und die Menge, von der eine Person schon hätte satt werden können. Auf der Platte waren eine Bruscetta, Parmaschinken mit Melone, Tomate Mozzarella, frische(!) Oliven etc. sehr appetitlich angerichtet. Dazu wurde frisches Chiabatta gereicht. Wir waren vom Geschmack begeistert! Ob die Hauptgerichte hielten, was die Vorspeisen versprachen? Ja, das taten Sie auf jeden Fall! Die Trüffel, welche unter einer Glocke lagerten, wurden nach dem Servieren reichlich frisch auf das Gericht gehobelt. Die Calamari mit den frischen Kapern in der Sauce sahen so köstlich aus, dass ich sie unbedingt probieren wollte. Und so schmeckten sie auch! Wem jetzt das Wasser noch nicht im Munde zusammenläuft, dem kann nicht mehr geholfen werden. Während ich hier so schreibe, habe ich schon wieder ein Pfützchen auf der Zunge ... ;-) Es wurde noch Knoblauch-, Chilli- und Trüffelöl gereicht, welches die Speisen so köstlich verfeinerte, dass wir anschließend noch eine Flasche Olivenöl mit Knoblauch erwarben, um es zu Hause mit Chiabatta zu dippen. Die Arbeitsteilung des Service hat leider auch ihre Tücken, denn der bestellte Beilagensalat erreichte wohl nicht den richtigen Tisch. Wir reklamierten dies nicht aufgrund der sehr reichlichen Portionen, so dass ich fairer Weise dieses kleine Manko lediglich erwähne, nicht jedoch punkte-bzw. sternemindernd berücksichtige. Auch wenn nun ein Roman daraus geworden ist, das Essen jedenfalls war ein Gedicht. Eingebont war der Salatteller jedoch, so dass er manuell heraus gerechnet werden musste beim Bezahlen. Da der Kellner jedoch den Verzehr zitierte, stellte die Ermittlung der korrekten Rechnung kein Problem dar. Inklusive der Flasche Knoblauchöl für 13,50 €/l und angemessenem Trinkgeld zahlten wir 60 €, was gemessen an der kulinarischen Leistung sehr angemessen ist. DIn Preise bewegen sich für ein italienisches Restaurant im gehobenen Bereich. Hauptgerichte kosten etwa zwischen 10 und 25 €. Dieses Restaurant haben wir nicht zum letzten Mal aufgesucht. Der nächste Besuch ist bereits geplant. Hier zu speisen fühlt sich an, wie Urlaub in Neapel. Selten schafft ein Restaurant bei mir auf Anhieb den Favoritenstatus. Das Bacco hat es geschafft! Herzlichen Glückwunsch an Herrn Esposito und sein Team!

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