Was ist eigentlich Binge-Eating
Was ist eigentlich ...?

Was ist eigentlich Binge-Eating?

In einer Welt, in der das Thema Essen omnipräsent ist – von Social-Media-Feeds voller Geschmacksimpressionen bis hin zu ständigen Diät-Trends – ist es kaum verwunderlich, dass Essstörungen ein immer präsenteres Thema in unserer Gesellschaft werden. Eine der häufigsten, aber oft missverstandenen Formen ist das Binge-Eating, oder auf Deutsch, die Essattacken. Doch was genau versteht man darunter und womit wird es oft verwechselt?

Was ist Binge Eating?

Binge-Eating charakterisiert sich durch wiederholte Episoden von unkontrolliertem, exzessivem Essen und führt bei Betroffenen oft zu körperlichem Unbehagen und emotionaler Belastung. Im Gegensatz zu Bulimie nehmen Personen mit Binge-Eating-Störung (BES) keine „kompensatorischen Maßnahmen“ wie Erbrechen oder exzessives Training vor, was häufig zu Übergewicht und damit verbundenen Gesundheitsproblemen führt.

Folgen von Binge-Eating
Neben körperlichen Folgen kann das Binge-Eating auch maßgeblichen Einfluss auf die psychische Verfassung des Betroffenen nehmen. (Foto: Eigene Darstellung unter der Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz)

Synonyme und Begriffserklärungen

Binge-Eating ist auch als Binge-Eating-Störung (BES) oder Essattacken-Störung bekannt. Der Begriff „BED“ steht für „Binge Eating Disorder“ und ist die englische Abkürzung für diese spezifische Form der Essstörung.

Wie verbreitet ist Binge-Eating?

Studien zeigen, dass etwa 2-3% der Bevölkerung in Industrieländern unter Binge-Eating leiden, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind als Männer. Jedoch ist die Dunkelziffer hoch, da viele Betroffene aus Scham oder Unwissenheit keine Hilfe suchen.

Auslöser von Binge-Eating

Die Gründe für Binge-Eating sind vielschichtig und reichen von genetischen über psychologische Faktoren wie niedriges Selbstwertgefühl, Depressionen oder Angststörungen bis hin zu sozialen Auslösern wie Stress oder Mobbing. Oft dienen Essattacken als eine Form der Bewältigung negativer Emotionen, da das übermäßige Essen starke Glücksgefühle bei Betroffenen auslöst.

Behandlungsmöglichkeiten

Die gute Nachricht ist, dass Binge-Eating behandelbar ist. Eine Kombination aus Psychotherapie, medikamentöser Behandlung und Ernährungsberatung hat sich als effektiv erwiesen. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist dabei eine der häufigsten Methoden, um Betroffenen zu helfen, ihre Essgewohnheiten zu verstehen und zu ändern. In einigen Fällen kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein.

Tipps zum Umgang mit Binge Eating

Für Betroffene und deren Angehörige gibt es zahlreiche Strategien, um mit der Störung umzugehen:

  1. Suche professionelle Hilfe: Ein Therapeut oder eine Selbsthilfegruppe kann Unterstützung bieten und Wege aufzeigen, mit der Störung umzugehen.
  2. Setze realistische Ziele: Vermeide strenge Diäten, die zu einem Gefühl des Verzichts führen und Essattacken auslösen können. Denn oftmals geht mit solch strengen Diäten auch der altbekannte Jojo-Effekt einher.
  3. Erkenne Auslöser: Bewusstsein über Situationen, Emotionen oder Lebensmittel, die Essattacken auslösen, kann helfen, diese zu vermeiden oder anders darauf zu reagieren.
  4. Entwickle gesunde Bewältigungsstrategien: Finde Alternativen zu Essen, um mit Stress und negativen Emotionen umzugehen, wie z.B. Sport, Hobbys oder Entspannungstechniken.
  5. Baue ein unterstützendes Umfeld auf: Teile deine Erfahrungen und Herausforderungen mit Freunden oder Familie, die dich unterstützen können.

Fazit

Binge-Eating ist eine ernsthafte, aber behandelbare Essstörung. Es erfordert Mut, sich Hilfe zu suchen, aber der erste Schritt zur Besserung ist das Bewusstsein für das Problem und der Wille, es anzugehen. Mit der richtigen Unterstützung und Behandlung können Menschen mit Binge-Eating-Störung ein gesundes Verhältnis zum Essen finden und ein erfülltes Leben führen.

Weiterführende Ressourcen

Wenn du oder jemand, den du kennst, unter Binge-Eating leidet, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt zahlreiche Beratungsstellen und Informationsportale, die Unterstützung anbieten.

Beitragsbild: Eigene Darstellung unter der Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz

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