Hier zu sehen sind leckere Bao-Buns in einer Burger Variation. Belegt sind diese mit knusprigen Chicken und roten Zwiebeln.
Was ist eigentlich ...?

Was ist eigentlich ein Bao Bun?

Ein Bao ist traditionell ein weißer Teig, der mit einer Füllung je nach Geschmack zum Beispiel Fleisch oder Gemüse und gar gedampft wird. Diese Brötchen können je nach Region unterschiedlich groß und gefüllt sein. Zu den typischen Füllungen gehört eine Mischung aus Schweinefleisch, Rindfleisch, Hühnchen und Gemüse. Mittlerweile gibt es überall auf der Welt Bao-Brötchen, die immer an den Geschmack des jeweiligen Landes angepasst werden.

Herkunft der Bao-Brötchen

Bao heißt übersetzt gedämpftes Brötchen. Das kommt aus dem chinesischen, wo die Heimat des Bao Buns liegt. Einige sind sich sicher, dass Beweise für diese Brötchen bis ins Jahr 400 v. Chr. zurück zu folgen sind.

Der Teig ist das Herzstück eines jeden Bao Buns. Locker, leicht und dennoch überraschend sättigend – so lässt sich die Textur am besten beschreiben. Traditionell werden Hefe, Mehl, Zucker und Wasser verwendet, um einen Teig herzustellen, der dann zu kleinen runden Kugeln geformt wird.

Leckere Bao Buns im Kochprozess.
(Foto von Joan Tran)

Wie viel Fast Food steckt in diesem Street Food?

Das Bao Bun alleine hat in etwa 287 kcal. Der lockere Hefeteig ist sehr vielseitig in der Füllung und damit je nach Geschmack auch unterschiedlich gesund.

Ob Schoko-Bananen-Füllung, buntes Gemüse, mit glasierten Pilzen, Shrimps oder eine Fleischvariation. Hier ist für jeden etwas dabei. Traditionell werden Baos mit süßem Schweinefleisch und einer leicht klebrigen Soße, wie zum Beispiel die Hoisin- oder Sojasauce, als Beilage serviert.

Durch ihre Größe sind die Teiglinge perfekt für eine Vorspeise, einen Snack zwischendurch oder ein Happen für Unterwegs. Aber auch als Burger-Brötchen sind sie eine spannende Abwechslung. In Kalifornien und selbstverständlich in Asien ist es eins der beliebtesten Street-Foods. Schnell auf die Hand und gleichzeitig eine so große Auswahl. Was will man mehr?

Bao in ganz Asien

Diese Delikatesse aus Nordchina verbreitete sich schnell in ganz Asien und variierte von Region zu Region ein wenig. Überall werden sie als Frühstück, Lunch oder Abendessen verzehrt. Aber wie unterscheiden sie sich in den unterschiedlichen Regionen?

  • Hongkong: Das Klima in Hongkong eignet sich gut für den Reisanbau, daher werden hier Baos statt mit Weizenmehl mit Reismehl zubereitet. Auch hier findet ihr die traditionelle Füllung mit süßem Schweinefleisch.
  • Taiwan: Bei Taiwanern ist das Bao das beliebteste Street-Food. Hier werden sie etwas größer zubereitet und statt mit Schweinefleisch, mit Rind, Krabben und Süßkartoffeln gegessen.
  • Shanghai: In der Stadt, mit einer reichen kulinarischen Tradition, sind Bao Buns eine beliebte und weit verbreitete Delikatesse. Shanghai ist auch für seine innovative Küche bekannt und das spiegelt sich in den Bao-Bun-Variationen wider. Einige Restaurants bieten moderne Interpretationen an, die internationale Einflüsse und zeitgenössische Zutaten integrieren.

Bao in Amerika 

In den Vereinigten Staaten haben Bao Buns, auch als „Baozi“ oder „Gua Bao“ bekannt, in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und sind zu einem Trend in der amerikanischen Gastronomie geworden. Bao Buns sind besonders in den amerikanischen Food-Truck-Szenen großer Städte zu finden. Straßenverkäufer und mobile Garküchen bieten oft kreative Variationen von Bao Buns an, um den vielfältigen Geschmacksvorlieben der Amerikaner gerecht zu werden. Dadurch haben es Baos auch zu uns geschafft. Vor allem in Berlin, Hamburg und anderen Großstädten findest du vielzählige Restaurants die die fluffigen Taschen anbieten.

Bao Buns selber machen

Falls du dich gerade nicht in einer Weltmetropole befindest oder einfach Lust hast, sie zu Hause auszuprobieren haben wir hier ein Rezept für dich:

Hier zu sehen sind 4 fertige Bao Buns mit 3 verschiedenen Soßen zu Auswahl.
Köstliche Bao-Buns können unterschiedlich serviert werden. Hier stehen sie mit drei verschiedenen Saucen zur Auswahl.
(Foto von Jonathan Valencia)

  • 500 g Weizenmehl
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1 El pflanzliches Öl
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 Schluck kalte Milch
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 1 Spritzer Zitrone

Diese Zutaten gelten für 16 Portionen. Zuerst werden alle Zutaten miteinander bei niedrigster Stufe für 7 Minuten verknetet. Der fertige Teig muss nun an einem warmen Ort (optimal sind 35 Grad) zugedeckt 2 Stunden stehen gelassen werden. In der Zwischenzeit kann die Füllung nach Wahl zubereitet werden. Den fertigen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und in 16 Stücke schneiden, dabei sollte ein Stück circa 50 g wiegen. Die Stücke nun in runde Scheiben ausrollen, dabei sollten die Ränder dünner sein, als das Innere. Die bereits zubereitete Füllung auf das innere der ausgerollten Scheiben geben. Die Buns schließt du nun mit kleinen Falten, indem du die Ränder nach oben zueinander bringst. Nach dem Verschließen die Buns mit den Händen in eine runde Form bringen und in einen Dampfeinsatz in eine Topf mit kochendem Wasser stellen. Aber Achtung: Der Dampfeinsatz darf nicht im Wasser stehen. Bei geschlossenem Deckel die Buns für 12 Minuten garen lassen. Anschließend den Deckel für 2-3 Minuten öffnen, danach heiß servieren.

Bao Buns sind nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern auch eine Reise durch die kreative Welt der Teigtaschen. Von den einfachen Anfängen in China bis hin zu internationalen Fusionen haben Bao Buns bewiesen, dass sie mehr sind als nur eine Mahlzeit – sie sind ein kulturelles Kunstwerk, das die Sinne anspricht und den Gaumen erfreut. Tauche ein in diese aromatische Reise und entdecke die endlosen Möglichkeiten der Bao-Bun-Küche!

Beitragsbild: Foto von Caramel

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