Guten Rotwein erkennen
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Woran kann man einen guten Rotwein erkennen?

Stell dir vor, du sitzt gemütlich mit einem Glas Rotwein in der Hand. Dieses Glas ist mehr als nur ein Getränk – es ist wie eine kleine Reise in eine andere Welt. Rotwein hat so viele Gesichter und Geschichten und jeder Schluck kann dich an einen anderen Ort bringen oder dir etwas Neues erzählen. Es ist faszinierend, wie ein einfaches Getränk so viele Geheimnisse bergen kann.

Aber wie findet man heraus, welcher Rotwein wirklich gut ist? Es gibt so viele Sorten und Marken und manchmal sieht man vor lauter Flaschen den Wein nicht mehr. Daher schauen wir uns gemeinsam an, worauf man achten sollte, um beim nächsten Weinabend mit Freunden oder beim gemütlichen Abend allein ein bisschen mehr über den Rotwein in deinem Glas zu wissen.

Den richtigen Händler auswählen

Wenn du dich auf die Suche nach gutem Rotwein begibst, beginnt alles mit der Wahl des richtigen Händlers. Ein Händler, der sich wirklich mit Wein auskennt und eine Leidenschaft dafür hat, kann einen großen Unterschied machen. Er sollte in der Lage sein, deine Fragen zu verschiedenen Weinsorten, Herkunftsregionen und Herstellungsverfahren zu beantworten.

Es lohnt sich, nach einem Händler zu suchen, der eine breite Palette von Weinen anbietet. Eine der besten Regionen für qualitativ hochwertigen Rotwein ist Frankreich. Möchtest du auf Nummer Sicher gehen, solltest du dich im gehobeneren Preissegment umschauen. Hier gibt es ausgewählte Händler, die diese Rahmenbedingungen erfüllen und hochklassige französische Rotweine auf Lager haben, die es exklusiv bei ihnen zu kaufen gibt.

Es ist auch eine gute Idee, sich über die Erfahrungen anderer Kunden zu informieren. Online-Bewertungen und Empfehlungen von Freunden können dir einen Eindruck von der Qualität des Händlers geben. Nicht zuletzt ist der Service, den ein Händler bietet, entscheidend. Ein guter Händler nimmt sich Zeit für seine Kunden, bietet individuelle Beratung an und geht auf ihre Vorlieben und Bedürfnisse ein.

Ein guter Weinhändler bietet das Fundament für erlesenen Weingenuss.
(Foto von Rachel Claire)

Visuelle Beurteilung des Weins

Die visuelle Beurteilung ist ein wesentlicher Schritt, um die Qualität eines Rotweins zu erkennen. Bevor der Wein überhaupt probiert wird, kann das Auge bereits viel über ihn verraten. Die Farbe des Weins ist ein erster Anhaltspunkt. Junge Rotweine zeigen oft lebhafte, kräftige Farbtöne, während ältere Weine dazu neigen, eine dunklere, tiefere Farbe zu entwickeln. Die Intensität der Farbe kann auch Hinweise auf die Traubensorte und die Zeit geben, die der Wein im Fass verbracht hat.

Die Klarheit ist ein weiteres entscheidendes Merkmal. Ein klarer Wein ohne sichtbare Partikel oder Trübungen spricht für eine gute Qualität. Es ist jedoch zu beachten, dass einige hochwertige Weine absichtlich weniger gefiltert werden, um Aromen und Charakter zu bewahren, was zu einer leichten Trübung führen kann.

Die Art, wie der Wein im Glas schimmert, gibt ebenfalls Aufschluss über seine Qualität. Wenn du das Glas leicht schwenkst, solltest du beobachten, wie der Wein an den Seiten des Glases herabfließt. Diese Tränen oder Beine, wie sie oft genannt werden, können Hinweise auf den Alkohol- und Zuckergehalt des Weins geben.

Farbveränderungen am Rand des Weins können auch ein Indikator für das Alter des Weins sein. Weine, die am Rand eine orange oder bräunliche Färbung zeigen, sind oft älter. Dies ist besonders bei Rotweinen der Fall, da sie im Laufe der Zeit an Farbintensität verlieren.

Die visuelle Beurteilung des Weins ist mehr als nur eine technische Analyse. Sie ist ein erster Schritt, um eine Verbindung zum Wein aufzubauen und Neugier für das zu wecken, was der Wein geschmacklich zu bieten hat. Obwohl diese Methode nicht alle Geheimnisse des Weins enthüllen kann, bietet sie einen guten Ausgangspunkt, um die Qualität und den Charakter des Weins zu verstehen, bevor er probiert wird.

Rotwein ist nicht gleich Rotwein – selbst bei der Farbnuance lassen sich bei genauerem Hinsehen je nach Sorte unterschiedliche Ausprägungen erkennen.
(Foto von Pavel Danilyuk)

Die Bedeutung des Etiketts

Das Etikett auf einer Weinflasche ist wie ein Fenster in die Welt des Weins. Es enthält wichtige Informationen, die helfen können, die Qualität und Eigenheiten des Weins besser zu verstehen. Wenn du vor einem Weinregal stehst, kann das Etikett der Schlüssel sein, um mehr über den Wein in der Flasche zu erfahren.

Zunächst kann bei den Weinen auf Auszeichnungen und Zertifizierungen geachtet werden. Häufig werden die Weine vor dem Verkauf chemisch analysiert und auf Qualität geprüft. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig zu wissen, was die Prüfnummer auf dem Etikett genau bedeutet und wie diese als Entscheidungsgrundlage verwendet werden kann.

Darüber hinaus verrät das Etikett die Herkunft des Weins. Die Region, aus der der Wein stammt, ist oft ein guter Indikator für seinen Charakter. Verschiedene Weinregionen sind bekannt für ihre spezifischen Traubensorten und Weinstile. Ein Wein aus einer renommierten Region oder einem bekannten Weinberg kann oft ein Zeichen für Qualität sein.

Der Jahrgang, also das Jahr, in dem die Trauben geerntet wurden, ist ebenfalls entscheidend. Das Wetter jedes Jahres beeinflusst die Trauben und damit den Geschmack des Weins. Einige Jahre gelten als besonders gut für bestimmte Regionen, was sich in einem hervorragenden Wein niederschlagen kann.

Die Rebsorte, aus der der Wein hergestellt wurde, ist ein weiteres wichtiges Merkmal. Verschiedene Rebsorten haben unterschiedliche Aromen und Geschmacksprofile. Das Wissen um die Rebsorte kann dir helfen, eine Vorstellung davon zu bekommen, was du geschmacklich erwarten kannst.

Informationen über das Herstellungsverfahren und die Lagerung, wie zum Beispiel die Reifung in Eichenfässern, können ebenfalls auf dem Etikett zu finden sein. Diese Details geben Hinweise auf die Komplexität und den Geschmack des Weins. Ein Wein, der lange in Eichenfässern gereift ist, wird zum Beispiel oft tiefere, komplexere Aromen aufweisen. Wenn du möchtest, dass der Wein auch noch nach dem Kauf bei dir reift, solltest du dich ebenfalls über die optimalen Lagerbedingungen zuhause informieren.

Sensorische Bewertung

Nachdem du einen Wein aufgrund seines Etiketts ausgewählt und seine visuellen Merkmale betrachtet hast, kommt der vielleicht spannendste Teil: die sensorische Bewertung. Dieser Prozess bezieht sich auf das, was du riechst und schmeckst, wenn du den Wein probierst.

Zuerst geht es um das Aroma des Weins. Wenn du an einem Glas Rotwein riechst, eröffnet sich eine Welt verschiedener Düfte. Von frischen Früchten bis hin zu komplexeren Noten wie Leder oder Tabak kann ein Wein eine beeindruckende Palette an Aromen bieten. Die Kunst besteht darin, diese Nuancen zu erkennen und zu schätzen. Ein guter Wein sollte ein klares, angenehmes und vielschichtiges Aroma haben.

Dann kommt der Geschmack. Beim ersten Schluck wirst du die Balance zwischen Süße, Säure, Bitterkeit und eventuell vorhandenem Tannin (die Substanz, die ein trockenes Gefühl im Mund hinterlässt) bemerken. Ein qualitativ hochwertiger Wein hat eine gute Balance dieser Elemente. Er sollte nicht zu sauer oder zu bitter sein und die Tannine sollten gut eingebunden sein.

Der Abgang – also der Geschmack, der nach dem Schlucken im Mund bleibt – ist ebenfalls bedeutend. Ein langer, angenehmer Abgang ist oft ein Zeichen für einen Wein von hoher Qualität. Der Abgang wird subjektiv in der Maßeinheit Caudalie gemessen. Hier erfährst du, wie du dies für eine vergleichende Beurteilung verwenden kannst.

Ein weiteres Merkmal ist die Komplexität des Weins. Ein komplexer Wein offenbart verschiedene Geschmacksnuancen und Aromen, die sich mit der Zeit im Glas und im Mund entwickeln. Ein solcher Wein kann bei jedem Schluck etwas Neues offenbaren und bleibt spannend von Anfang bis Ende. Die sensorische Bewertung eines Weins ist sowohl subjektiv als auch komplex. Jeder hat seine eigenen Vorlieben und Empfindungen. Dennoch gibt es allgemeine Qualitätsmerkmale, die dabei helfen können, einen guten von einem weniger guten Wein zu unterscheiden. Mit Übung und Erfahrung wirst du lernen, deine Sinne zu schärfen und die vielfältigen Genüsse, die ein guter Rotwein bietet, voll auszukosten.

Beitragsbild: envato elements von Masson-Simon

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