Was ist eigentlich ...?

Vegan Essen: trendbasierter Verzicht oder fundierter Genuss?

Während noch bis vor einigen Jahren alle vegan lebenden Menschen für verrückt erklärt wurden, gehört es mittlerweile auf diversen Social Media Kanälen schon zum guten Ton, vegan zu sein oder aber zumindest vegane Alternativen anzubieten, sollte man zu den Food Influencern gehören. Dabei ist es für viele zur Challenge geworden, nicht vegane Gerichte auf eine vegane Weise zuzubereiten, ohne, dass dabei Geschmack und Genuss verloren geht.

Warum genau ist man also vegan? Auf was muss man dafür wirklich verzichten, und was ist der Unterschied zwischen einem Trend und einem Lebensstil? Und last but not least, wo geht man denn als Veganer*in einkaufen und essen?

Das erwartest dich in diesem Artikel:

Trend oder Lebenseinstellung?

Wo liegt denn genau der Unterschied, zwischen Trend und Lebenseinstellung? Ist der Trend zu wenig tiefgründig, um eine Lebenseinstellung zu sein? Hat der Trend das Zeug dazu, zur Lebenseinstellung zu werden? Fakt ist, dass Veganer*innen, die schon lange vegan leben zweifellos vom aktuellen Trend profitieren. Noch nie in der Geschichte gab es ein so großes Angebot an veganen Lebensmitteln und Restaurants. Nicht nur das, Kleidung, Schuhe, Pflegeprodukte, ja sogar Tierfutter – alles vegan erhältlich. 

Trotzdem folgen sicher viele dem veganen Lebensstil, weil es eben gerade modern und ein absoluter Hype ist. Diese Begründung, vegan zu sein, soll hier nicht wertgemindert werden, statistisch halten die Menschen, die aus diesem Grund vegan sind, aber meist nicht lange durch. 

Obwohl man als Veganer*in nicht mehr auf viel verzichten muss, ist es trotz allem ein Weg, den man konsequent und achtsam gehen muss, und der hin und wieder etwas Zeit und genaueres Hinsehen verlangt. Deswegen ist es einfacher, vegan zu bleiben, wenn man das ganze aus triftigem Grund macht. Folgende Vorteile hat es, vegan zu sein. 

  • Man verhindert damit in erster Linie Tierleid
  • Weiters ist es ein Plus für die Umwelt (Kurzform: weniger „Tierproduktion“-weniger Futterproduktion-mehr Platz für Regenwälder etc.)
  • Gesundheitliche Vorteile (geringere Gefahr für Herzinfarkt, Krebs, hoher Cholesterinspiegel etc.)

Egal also, ob Trend oder Lebenseinstellung, mit jedem Mal kein Fleisch essen oder eine vegane Alternative wählen, tut man sich selbst, der Umwelt und den Tieren einen großen Gefallen. 

Vegan zu leben hat viele Vorteile – für die eigene Gesundheit und für die Umwelt. (Foto: Fuzzy Rescue | pexels.com)

Essen ohne Gewissensbisse

Mal ehrlich, jeder der sich selbst einen tierliebenden Menschen nennt, und kurz darauf genüsslich in ein Steak beißt, blendet die Tatsache, dass er hier ein Tier isst, einfach aus. Würden wir uns ständig bewusst machen, was genau eigentlich passieren muss, bis wir eine Wurst -oder Fleischware auf dem Teller liegen haben, würden wir anschließend alle das Steak zurückgehen lassen. Okay bis auf ein paar vereinzelte Personen, denen es tatsächlich egal ist. 

Vegan zu sein bedeutet, dass man sich dieses Bewusstsein bereits geschaffen hat, und es allgegenwärtig ist. Es auszublenden wird schwerer und schwerer, je mehr man sich damit befasst. Vegane Lebensmittel und die Tatsache, dass diese mittlerweile in beinahe jedem Supermarkt und in vielen Restaurants erhältlich sind, gibt Veganer*innen die Möglichkeit, ihr Essen genießen zu können, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. 

Also mal ausprobieren und sehen, wie wir uns danach fühlen, und ob es einen Unterschied macht. 

Wocheneinkauf als vegan lebende Person

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man für einen veganen Einkauf echt lange gebraucht, es sei denn, man hat wirklich nur Obst und Gemüse gekauft. Ansonsten hieß es bei jeder Packung Kekse, jedem Müsli und jeder Flasche Ketchup: Inhaltsstoffe lesen und das Produkt danach zu 80% wieder zurück ins Regal stellen, weil – nicht vegan. Jetzt ist das anders. Supermärkte rüsten auf. Sogar Discounter wie Lidl sind sehr erpicht darauf, die Regale mit veganen Produkten zu füllen. Von veganen Fleischalternativen über leckere Aufstriche, Süßigkeiten und Salaten bietet Lidl alles, und plant für 2023 noch viele weitere alternative Produkte.

Doch nicht nur neue Produkte erleichtern den Einkauf, sondern auch die Tatsache, dass viele Hersteller sich darum bemühen das „Vegan“-Label zu bekommen. So müssen dann von der veganen Einkäufer*in keine Inhaltsangaben mehr gewälzt werden, sondern es reicht ein kurzer Blick. In manchen Ländern gibt es sogar komplett vegane Supermärkte, wie etwa in Wien/Österreich ein Geschäft namens Billa Pflanzilla. 

Und um die vegane Ersatzprodukte-Diskussion hier gleich vorwegzunehmen: Wenn man aus ethischen Gründen vegan ist, bedeutet das nicht, dass einem Fleisch nicht schmeckt, sondern nur, dass man darauf verzichtet. Somit haben vegane Ersatzprodukte wohl die gleiche Daseinsberechtigung wie tierische Produkte.

Keine Frage also, dass der vegane Wocheneinkauf einfacher geworden ist. In Prospekten kann man bereits vorab sehen, welche Geschäfte einen Besuch wert sind. Diese Entwicklung geht weiter, und es lohnt sich durchaus, statt dem normalen Dessert mal zu einem leckeren veganen Vanillepudding oder einem chewy Netflix and Chill Eis in veganer Ausführung zu greifen. 

Der vegane Lebensstil ist so einfach wie nie zuvor. (Foto: Alena Koval | pexels.com)

Dinner Dates und Snack-Probleme

Restaurant und Snack-Probleme, oder ob es diese überhaupt gibt? Die einfachste Möglichkeit sind immer Pommes und ein Salat mit Essig-Öl Dressing. Wer aber oft essen geht, wird davon jedoch schnell genug haben. Wie siehts also in der Gastronomie mit veganen Optionen aus?

Viele Restaurants wissen um die Veränderung der Ernährungsweise und bieten mittlerweile zumindest eine vegane Option an. Schwierig bleibt es weiterhin jedoch in kleinen Ortschaften mit viel gut-bürgerlicher Küche. Hier ist Fleisch einfach nach wie vor etwas, das zu einem „richtigen“ Essen dazu gehört. 

Einfacher wird’s in Großstädten und touristischen Orten, da hier dafür gesorgt wird, dass für alle was dabei ist. So findet man besonders in Städten nicht selten komplett vegane Restaurants, wie etwa das Green Leek in Berlin. Hier macht das Essen für vegane Personen umso mehr Spaß, da die Speisekarte einmal rauf und runter bestellt werden kann, ohne lästige Fragen stellen zu müssen. 

Um solche Restaurants zu finden, kannst du übrigens auch unsere Restaurantsuche bei speisekarte.de nutzen. Gebe hierfür einfach den Begriff „vegan“ in das Suchfeld und die Postleitzahl deiner Wahl ein – anschließend werden die verschiedene Restaurants angezeigt, die dir vegane Gerichte anbieten!

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