Was ist eigentlich ...?,  Wie ernähren sich ... ?

Was steckt hinter pescetarischer Ernährung?

Die richtige Ernährung spielt heutzutage eine immer größere Rolle. Immer mehr Menschen versuchen sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Auch der Verzicht auf Fleisch nimmt mit den Jahren immer mehr zu. Doch neben dem Vegetarismus und dem Veganismus gibt es noch eine andere Art, bei der kein Fleisch von Kühen, Rindern und co. gegessen wird: den Pescetarismus. Doch was genau bedeutet es, ein Pescetarier oder eine Pescetarierin zu sein?

Was bedeutet Pescetarier oder pescetarisch?

Nur noch Fischstäbchen? Nein das hat nichts mit dieser Ernährungsform zu tun. Denn Pescetarismus ist eine Form des Vegetarismus: Pflanzlich basierte Ernährung mit Fisch. Es wird auf Fleisch und Wurst verzichtet, gegessen wird Fisch und andere wirbellose Meerestiere. Dies verrät auch schon der Name, denn Pescetarier leitet sich von dem lateinischen Wort „Piscis“ ab und steht für „Fisch“. Ergänzt wird der Speiseplan durch vegetarische Kost, wie Milchprodukte, Eier, Vollkornprodukte, Nüsse, Obst, Gemüse und vielem mehr. Besonders bei der italienischen Küche erfreut sich die pescetarische Ernährung einer großen Beliebtheit.

Hier seht ihr zum Beispiel ein schnelles leckeres pescetarisches Gericht.
Hier seht ihr zum Beispiel ein schnelles leckeres pescetarisches Gericht. (Foto: RitaE | pixabay.com)

Welche Vorteile bringt es, Pescetarier zu sein?

Jede Fischart enthält viele Nähr- und Mineralstoffe, weshalb er sehr gesund ist. Er enthält zum Beispiel Vitamin D, sowie Eisen, Zink, Magnesium und Kalium. Außerdem ist Fisch reich an Kalzium und Phosphor und ist daher sehr gut für die Knochen. Das Krebsrisiko sinkt nachweislich, das schlechte Cholesterin im Blut verbessert sich und der Körper wird trotz pflanzlicher Ernährung mit ausreichenden Nährstoffen versorgt – ganz ohne Nahrungsergänzungsmittel.

Alle Fische enthalten außerdem viele Omega-3-Fette und andere Fettsäuren bei denen es Hinweise gibt, dass sie

  • den Herzrhythmus stabilisieren,
  • die Blutzuckerkontrolle positiv beeinflussen und
  • Entzündungen im Körper reduzieren und so vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.
Omega 3 gibt es auch in Kapselform für diejenigen, die ungern Fisch essen, aber dennoch Pescetarier werden wollen.
Omega 3 gibt es auch in Kapselform für diejenigen, die ungern Fisch essen. (Foto: PublicDomainPictures | pixabay.com)

Worauf müssen Pescetarier achten?

Die aufgezählten Nährstoffe entfalten ihre volle Wirkung allerdings nur bei frischem Fisch. Wenn Sie überbackenen Fisch oder industriell verarbeitetes Essen zu sich nehmen, sind diese deutlich geringer.

Da Fische durch die Verschmutzung der Weltmeere häufig mit Schwermetallen wie Quecksilber und andere Chemikalien belastet sind sollte er nur 2-3-mal pro Woche gegessen werden. Besonders hohe Quecksilber-Konzentrationen enthalten Raubfische am Ende der Nahrungskette. Forelle, Saibling, Karpfen, Lachs, Alaska-Seelachs, Sprotten, Sardinen, Heringe, Pangasius und Tilapia sind dagegen nur gering belastet.

Frischen Fisch findet ihr meistens an der Theke oder auf dem Fischmarkt.
Frischen Fisch findet ihr meistens an der Theke oder auf dem Fischmarkt. (Foto: PICNIC-Foto-Soest | pixabay.com)

Welche Fische sollten bevorzugt werden?

Da viele Pescetarier aus Überzeugung kein Fleisch zu sich nehmen, wird auch beim Fischfang auf die Nachhaltigkeit geachtet. Empfehlenswert sind Heringe aus dem Nordatlantik, Heilbutt aus dem Nordwest- und Nordospazifik und Alaska Seelachs aus einem nachhaltigen und zertifizierten Fanggebiet. Diese gelten als besonders gesund. Außerdem sollte die Ernährung abwechslungsreich gestaltet werden.

Rezeptidee

Gebackene Süßkartoffel mit Quinoa-Salat und Lachs

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Süßkartoffeln
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chiliflocken
  • 150 g Quinoa
  • 200 g Brokkoliröschen
  • ½ Bund Frühlingszwiebeln
  • 40 g Babyspinat
  • 4 EL Granatapfelkerne
  • ½ Bund Petersilie 
  • ½ Bund Koriander
  • 2 EL Pinienkerne 
  • 1 Bio-Zitrone
  • 200 g Räucherlachs

Zubereitung:

  1. Süßkartoffeln gründlich waschen und halbieren. Anschließend kreuzweise einschneiden, mit 1 EL Öl bepinseln und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft 180 °C) etwa 45 Minuten backen, bis die Süßkartoffeln weich sind.
  2. In der Zwischenzeit den Quinoa heiß abspülen und nach Packungsanleitung garen. Anschließend etwas abkühlen lassen. Die Brokkoli röschen in kochendem Salzwasser 5 Minuten blanchieren.
  3. Die Frühlingszwiebeln waschen, schälen und in Ringe schneiden. Spinat waschen und trocknen. Den fertigen Quinoa mit Frühlingszwiebeln, Spinat, Brokkoli röschen und Granatapfelkerne vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Die Petersilie und den Koriander waschen, trocknen und fein hacken. Die Pinienkerne grob hacken. Die Schale einer Zitrone abreiben. Zitrone halbieren und den Saft auspressen. Kräuter mit gehackten Pinienkerne, Zitronenschale, 2 EL Zitronensaft und dem restlichem Öl verrühren. Nach belieben mit Salz und Pfeffer verfeinern.
  5. Quinoa-Salat auf die gebackene Süßkartoffel geben und mit Räucherlachs belegen. Kräuter-Öl darüber träufeln und mit restlichen Pinienkernen bestreuen.

Fertig, und guten Appetit!

Sieht das nicht lecker aus? Mit unserem Rezept könnt ihr ganz einfach zum Pescetarier werden.
Sieht das nicht lecker aus? Mit unserem Rezept könnt ihr es ganz einfach selber machen. (Foto: cattalin | pixabay.com)

Fazit

Pescetarier entscheiden sich für eine sehr gesunde Ernährungsform, solange sie auf die richtige Qualität setzen, denn Fast-Food wie Fischstäbchen oder Burger tragen wenig zur gesunden Ernährung bei. Auch die Gesundheit profitiert von der Pescetarier-Diät. Wer jedoch aus ethischen Gründen auf Fleisch verzichtet, für den ist Pescetarismus keine Alternative. Denn auch, wenn Fische evolutionstechnisch weiter entfernt vom Menschen sind als Kuh oder Huhn, handelt es sich trotzdem um Lebewesen.

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