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Flexitarier – flexibel vegetarisch

Immer mehr Menschen legen heutzutage besonders viel wert auf eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise. Die typischste unter allen Arten ist der Vegetarismus, bei dem es sich um eine ausschließlich fleischlose Ernährung handelt. Daneben gibt es den Veganismus, bei dem, auf alle tierischen Produkte, wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch oder Honig verzichtet wird. Allerdings scheint eine neue Ernährungsform zunehmend an Popularität zu gewinnen: der Flexitarismus. Aber was genau is(s)t denn ein Flexitarier? 

Was sind Flexitarier?

Flexitarier erkennt man nicht mit bloßem Auge, denn es sind ganz normale Menschen, genau wie Vegetarier oder Veganer. Sie tragen normale Kleidung und machen auch nicht durch bestimmte Äußerungen auf sich aufmerksam, sie ernähren sich einfach nur anders. 

Aber was genau unterscheidet sich nun von einem Vegetarier und einem Flexitarier? Oder einem Veganer und einem Flexitarier? Der Unterschied zwischen einem Veganer und einem Vegetarier ist allbekannt. Die Ernährungsform der Flexitarier ist grundsätzlich dieselbe. Sie haben viele Essgewohnheiten des Vegetarismus übernommen, verzichten allerdings nicht immer auf tierische Produkte und essen ab und zu auch mal ein gutes Steak. Deswegen werden Flexitarier auch meistens “Teilzeitvegetarier” oder  “flexible Vegetarier” genannt. 

Wie ernährt sich ein Flexitarier?

Bei diesem Ernährungsstil ist nicht fest geregelt, wie oft ein Flexitarier auf seinen Fleischkonsum verzichten sollte, es ist einem nämlich selbst überlassen. So ernährt man sich beispielsweise fünf Tage die Woche vegetarisch oder vegan und zwei Tage ganz normal. Dabei wird bei den “fleischlosen” Tagen besonders auf frische und pflanzenbasierte Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und eiweißhaltige Hülsenfrüchte geachtet. Bei den “normalen” Tagen, an denen man Fleisch isst, wird beim Einkauf besonders viel Wert auf  die Herkunft und die Qualität des tierischen Produkts. Bedingt durch den Umweltaspekt wird besonders viel Wert auf die artgerechte Tierhaltung gelegt. Das gilt auch für Fisch, denn auch dabei überlegt sich der Flexitarier zwei- oder dreimal, welche Tiere er aus dem Meer kauft. 

Die Grundidee ist im wesentlichen das “bewusste” Ernähren und sich über den gelegentlichen Fleischkonsum klar zu werden. Man sollte es beim Verzehr also voll und ganz genießen, anstatt einfach nur zu essen um zu leben. Und dabei kommt es vielmehr auf die gute Qualität der Lebensmittel an, als auf die Quantität.

Der Flexitarismus bringt eine Menge Vorteile mit. (Foto: Chantal Garnier | Unsplash.com)

Welche Vorteile bringt der Flexitarismus mit sich?

Ein großer Vorteil ist, – wie auch schon öfter betont – dass es sich beim Flexitarismus nicht um einen kompletten Verzicht von Fleisch oder Fisch handelt, sondern diese ab und zu auch auf dem Speiseplan stehen dürfen. Das ist besonders für Menschen, die ohne Fleisch nicht leben können, die ideale Ernährungsform. Denn dabei tun sie nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Körper.

Ein weiterer vorteilhafter Aspekt, der eine bedeutsame Rolle spielt, ist die Gesundheitsförderung. Durch die überwiegend pflanzenbasierten Lebensmittel, lassen sich Krankheiten vorbeugen. Und gerade weil nicht komplett auf Fleisch verzichtet wird, werden wichtige Nährstoffe aus dem Fleisch bzw. Fisch entnommen, die zur ausgewogenen Ernährung beitragen. 

Welche Nachteile bringt der Flexitarismus mit sich?

Man könnte meinen, dass es keine Nachteile bei dieser Ernährungsform gibt, da man sich ausgewogen und nährstoffreich ernährt. Anders als bei den Veganern oder Vegetariern, verzichtet man dabei nicht auf alle tierischen Produkte, sondern nimmt sie in Maßen zu sich.

Doch einige Kritiker sind anderer Meinung, denn selbst wenn man nur gelegentlich Fleisch oder Fisch konsumiert, müssen trotzdem Tiere sterben und die Umwelt wird belastet. Wenn allerdings jeder von uns dieser Ernährungsweise nachgehen würde, dann würde man der Welt ein Stück weiterhelfen. Entscheidend ist auch die ausgewogene Ernährung, denn auch Veganer oder Vegetarier können sich ausschließlich von Weißbrot und Fertigprodukten ernähren, die weniger gesund sind. Daher ist die Auswahl der Lebensmittel besonders wichtig.

Fleischhafte & Fleischlose Ernährung
Mithilfe von einfachen Tipps und Tricks gelingt der Einstieg in den flexitarischen Lebensstil noch einfacher. (Foto: Alexandru-Bogdan Ghita | Unsplash.com)

Tipps für den leichteren Einstieg in den Flexitarismus:

Für jemanden der ohne Fleisch nicht leben kann, erscheint die Umstellung unmöglich, dabei ist es einfacher als man denkt. Die größte Motivation ist, dass man nicht komplett auf Fleisch oder Fisch verzichten muss, sondern nimmt es nur gelegentlich zu sich.

Um einen Einstieg in die Ernährungsweise einfacher zu gestalten, gibt es 5 verschiedene Tipps die einem helfen können. 

  1. Gründe klar machen: Das Wichtigste ist für einen selbst zu entscheiden, warum man seine Ernährungsform umstellen möchte. Sei es der Umweltaspekt oder die eigene Gesundheit. Egal welcher Grund ausschlaggebend ist, auf die Motivation kommt es an und die kommt ganz von allein.  
  1. Step-by-step: Vieles lässt sich nicht von heute auf morgen umstellen. Kleinere Schritte am Anfang bringen größere Erfolge für später. Beispielsweise könnte man für den Anfang nur einmal in der Woche auf Fleisch verzichten oder Milch durch Alternativen ersetzen. Jeder kleine Schritt zählt.
  1. Routine schaffen: Wichtig für die Umstellung ist am Ball zu bleiben, um nicht in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Am besten setzt man sich einen festen Tag in der Woche, in dem du bewusst auf Fleisch verzichtest. 
  1. Learning by doing: Je öfter man sich mit bestimmten Nährstoffen auseinandersetzt, desto leichter wird die Umstellung auf eine gesündere Lebensweise. Je mehr man darüber weiß, desto besser versteht man die Bedürfnisse seines Körpers und 
  1. Unterstützung: Um sich die Umstellung einfacher zu gestalten, ist es einfacher sich Unterstützung von Freunden zu holen die sich mit dem Thema ebenfalls beschäftigen möchten. Oder man lässt sich von hilfreichen Ratgebern wie Zeitschriften oder Büchern auf dem Weg zum Flexitarismus begleiten.

Rezept für Flexitarisches Gericht:

Gefüllte Zucchini aus dem Ofen:

2 Zucchini (300-400gr.)
150 gr. Frischkäse
1 Knoblauchzehe
80 gr. Gouda oder Mozzarella gerieben 
½ Tl Basilikum
½ Tl Oregano
Salz und Pfeffer 

Zubereitung:

  1. Als erstes werden die gewaschenen Zucchini der Länge nach halbiert und mit einem Löffel ausgehöhlt.
  1. Das ausgehöhlte Fruchtfleisch muss anschließend ganz fein gehackt werden. Außerdem kommt noch eine gepresste Knoblauchzehe in die Füllung, sowie Frischkäse, Basilikum, Oregano, Salz und Pfeffer.
  1. Wenn sich alle Zutaten gut vermengt haben, kann die Füllung auch schon in den ausgehöhlten Zucchini Hälften verteilt und glatt gestrichen werden. Am besten werden sie anschließend in eine leicht gefettete Auflaufform gelegt, mit geriebenem Gouda oder Mozzarella bedeckt und danach im heißen Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 – 25 Minuten gebacken.

Die Zutaten können durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden und voila schon hat man ein veganes Gericht. 🙂

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