Garniertes Steak
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Foodtrends 2022 – Die Real Omnivores als Esstyp der Zukunft?

Die klassischen Omnivoren, die den größten Teil der Menschen in Nord- und Mitteleuropa präsentieren, essen noch immer viel Fleisch und geraten immer mehr in die Kritik. Richtige Ernährung ist heute nicht mehr nur gesund für den Körper und gut für das Wohlbefinden. Sie ist auch gesund für den Planeten. Hier geraten die klassischen Omnivoren immer mehr in die Defensive, was allerdings die Älteren im Alter von 50+ nicht sonderlich beeindruckt. Die jüngeren Generationen, vor allem Frauen der Generationen Y und Z hingegen denken an das Klima und die Qual vieler Tiere, wenn sie ihr Essen auswählen. Die Esskultur wandelt sich. Neues Essverhalten ist gefragt. Aus den Megatrends Gesundheit und Neo-Ökologie entstehen neue Ernährungstypen. Neben Veganern, Vegetariern und Flexitariern gibt es die neuen „wahren Allesesser“.

Steak mit Rosmarin
Klassische Omnivoren essen gerne Fleisch. Für die neuen Real Omnivores kommt es dabei auch darauf an, dass das Fleisch hochwertig ist und aus nachhaltiger, tierfreundlicher Aufzucht stammt. (Photo by Divily on Pixabay.com.)

Das erwartet dich in unserem Artikel:

Was macht einen Real Omnivor aus?

Die neuen wahren Allesesser sind modern und food-technikaffin. Sie unterstützen neue Entwicklungen im Lebensmittelbereich und probieren gerne Neues. Dem Thema Food-Tech stehen sie aufgeschlossen gegenüber. Sie wollen nicht nur Lebensmittel weglassen, die problematisch sind. Sie sind auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, sich ausgewogen und nachhaltig zu ernähren.

Sie decken ihren Nährstoffbedarf in Zukunft beispielsweise aus Algen, Insekten oder Mykoproteinen, ernähren sich überwiegend pflanzlich. Wenn sie Fleisch essen, dann nicht nur die edlen Teile der Tiere, sondern alles, sozusagen von der Nasenspitze bis zu den Zehen. Sie sind sogenannte Early Adopter bei ganz neuen, innovativen Entwicklungen und probieren beispielsweise auch In-vitro-Fleisch oder -Fisch, die aus Zellkulturen gezüchtet werden. Sie verbinden Verantwortung und Genuss miteinander. Dabei orientieren sie sich weder an der Vergangenheit, noch wollen sie radikal auf alles Mögliche verzichten, das dem Planeten schadet.

Rohes Fleisch in Pfanne
Real Omnivores achten darauf, dass alles vom Tier verwertet wird, auch beispielsweise die Innereien. Bullenhoden sind in einigen Ländern, wie Argentinien, schon heute eine Delikatesse. (Photo by igorszloch on Pixabay.com.)

Mehr Vielfalt und neue Möglichkeiten

Es geht nicht darum, alte Ernährungsgewohnheiten zu verteufeln. Es geht vielmehr darum, alte und vielfältige neue Nahrungsquellen für eine ausgewogene Ernährung zu nutzen. Die Auswahl ist riesengroß und wächst weiter. Dass sich alle Menschen vegan ernähren, um Tierleid zu verhindern ist utopisch. Doch den Menschen stehen vielfältige Nahrungsquellen für eine ausgewogene, nachhaltige und gesunde Ernährungsweise zur Verfügung. Nahrungsquellen wie Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Kräuter und Pilze stehen auch weiterhin auf dem Speiseplan.

Die Ernährung wird natürlicher, beispielsweise auch mit Naturprodukten. Die Ernährung wird pflanzenbasiert sein. Dazu essen die Real Omnivoren das gute, wilde und ganze Tier. Hinzu kommen Produkte, die aus Insekten hergestellt sind oder die von Mikroorganismen und mittels Fermentation entstehen. Wenn man die Ernährung umstellt, ist es nicht immer ganz einfach, ausgewogen und vielseitig zu essen. Dann kann es sinnvoll sein, die Nahrung gezielt zu ergänzen.

Das klingt sehr nach Science-Fiction

Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte das alles sehr exotisch geklungen, der Fantasie eines Science-Fiction-Autors entsprungen. Doch In-vitro-Fleisch und In-vitro-Fisch gibt es bereits. Restaurants und Hersteller haben bereits Konzepte, wie die aktuelle Fleischproduktion sich verändern lässt, hin zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Real Omnivores wollen Fleisch essen und keine nachhalten und klimaschonenden Alternativen zu Fleisch. Dazu muss das Fleisch hochwertig sein und es muss gewährleistet sein, dass wirklich das ganz Tier verwertet wird, bis hin zu den Innereien.

Mehlwürmer
Real Omnivores stehen auch neuen Foodtrends aufgeschlossen gegenüber. Sie haben keine Berührungsängste, wenn es darum geht Insekten oder Algen zu probieren. (Photo by harrydona on Pixabay.com.)

Neue Nahrungsquellen – Algen, Insekten und Co

Erregten Menschen, die Insekten aßen, wie das in einigen Kulturen normal ist, vor einigen Jahren noch Ekel, gibt es heute immer mehr Menschen, die dem Verzehr von Insekten aufgeschlossen gegenüberstehen. Sie probieren Protein-Riegel, Burger-Pattys oder Teigwaren, in denen die Insekten verarbeitet sind, beispielsweise in Form von Insektenmehl. Spezifische Nährwerte und die Qualität der Proteine ist bei Produkten aus Insekten sehr hoch. Das überzeugt vor allem jene Menschen, denen die eigene Gesundheit und ein intakter Planet wichtig sind.

Nicht nur Insekten sind interessant. Im Fokus der Wissenschaft stehen auch Algen, Flechten, Pilze und Quallen, Nahrungsquellen, die bislang noch nicht oder nur wenig erforscht sind. Die erste Generation pflanzlicher Fleischersatz-Produkte wurde noch heftig kritisiert, nicht nur in Bezug auf den Geschmack. Technischer Fortschritt macht es heute möglich, bessere pflanzenbasierte Produkte auf den Markt zu bringen und dabei nicht nur den Geschmack zu verbessern. Optimierte Rezepte und eine optimierte Nährstoffzusammensetzung machen diese neuen Produkte für viele Menschen attraktiv.

Rückbesinnung auf lokale Lebensmittel

Für Real Ominvores sind Qualität und Nachhaltigkeit wichtig. Daher wundert es nicht, dass regional angebaute Produkte bevorzugt auf dem Speiseplan stehen. Das bedeutet nicht, dass der Speiseplan langweilig ist, es keine exotischen Früchte mehr gibt. Die Local Exotics sind ebenfalls ein neuer Foodtrend. Immer mehr Landwirte kombinieren exotisch und regional miteinander und holen die von weit her stammenden Früchte in heimische Anbaugebiete. Möglich ist das zum einen durch das sich verändernde Klima, aber auch durch moderne und innovative Anbaumethoden, die keine überhöhten Kosten für Storm und Wasser verursachen. Auch viele Hobbygärtner bauen in ihrem Garten, auf der Dachterrasse oder dem Balkon die lokalen Exoten an.

Fazit

Die Esskultur der Zukunft wird noch vielfältiger sein und weit über das hinausgehen, was heute als Standard gilt. Sie wird auch weit über das Vorstellungsvermögen vieler Menschen hinausgehen. Heute ist der Flexitarier fast Mainstream. Dem Real Omnivor stehen angesichts der modernen, innovativen Möglichkeiten viel mehr Möglichkeiten zu einer flexiblen Ernährungsweise offen.

Photo by on ritae on Pixabay.com.

Ein Kommentar

  • Martina

    Hi,

    Lebensmittel aus der Region oder gar aus dem eigenen Garten zu nutzen, wird in den heutigen Zeiten immer wichtiger und vor allem schmeckt es sehr lecker.

    VG

    Martina

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