Fermentierte Lebensmittel - wie Sauerkraut und Co. Deine Gesundheit fördern
Wusstet ihr schon... ?

Fermentierte Lebensmittel – wie Sauerkraut und Co. Deine Gesundheit fördern

Sauerkraut hat den Ruf schlecht für die Verdauung zu sein und wird oft mit Blähungen assoziiert. Langfristig kann der Klassiker aber sogar dabei helfen, unangenehme Verdauungsprobleme zu reduzieren. Der konservierte Kohl und andere fermentierte Lebensmittel erleben in der Gastronomie ein echtes Comeback und sind auch für das Kochen Zuhause im Trend. Die Sehnsucht nach traditionellem Essen kann sogar positive Effekte für Deine Gesundheit haben. Was dahintersteckt und wie häufig Du zu fermentierter Nahrung greifen solltest, verrät Dir dieser Artikel.

Fermentierte Lebensmittel, was sind das?

Wie entsteht eigentlich Sauerkraut? Durch die sogenannte Milchsäurefermentation wird aus Weiß- oder Spitzkohl eines der, auch international, beliebtesten deutschen Beilagen. Die Vielfalt an fermentierten Lebensmitteln ist groß. Nicht nur Sauerkraut, sondern auch Joghurt oder Oliven werden so länger haltbar.

Bakterien sind von Natur aus auf Gemüse beheimatet. “Schlechte Bakterien” sollen sich darauf jedoch nicht vermehren. Denn sie sind dafür verantwortlich, dass Lebensmittel verderben. Dazu wird dem Gemüse Sauerstoff entzogen und Salz hinzugefügt. Die Milchsäurebakterien, auch Probiotika genannt, überleben, weil sie keinen Sauerstoff brauchen. Durch die Umwandlung von Stärke und Zucker stellen sie Milchsäure her. Der Kohl wird durch diesen Prozess sauer, aber auch länger haltbar. Noch ein Vorteil: Die für uns wichtigen Vitamine B2, B12, C und Folsäure bleiben erhalten.

Du möchtest mehr über den Prozess erfahren und weitere Beispiele für fermentierte Lebensmittel erhalten? Weitere Infos findest Du in unserem Artikel “Was ist eigentlich Fermentation?”.

Fermentierte Lebensmittel - wie Sauerkraut und Co. Deine Gesundheit fördern
Photo by Autumn Hassett on Unsplash

Nicht nur gut für die Darmflora

Fermentierte Lebensmittel, wie Sauerkraut, aber auch das weniger “traditionelle” Kimchi sind laut einer aktuellen Studie der Stanford Universität gesund für die Darmflora. Bei den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern, die diese regelmäßig konsumiert haben, konnten die Wissenschaftler eine überdurchschnittlich gute Darmgesundheit feststellen.

Sauerkraut und Co. erhöhen die Vielfalt wichtiger Bakterien und können sogar das Risiko einer Darmkrebserkrankung reduzieren. Daneben scheinen fermentierte Lebensmittel eine entzündungshemmende Wirkung, beispielsweise bei Rheuma, zu haben.

Täglicher Verzehr oder nur lieber ab und zu?

Ernährungsexperten empfehlen deshalb, fermentierte Lebensmittel, wie Naturjoghurt, täglich zu essen. Industriell hergestellte Produkte haben dabei den Nachteil, dass sie zusätzlich pasteurisiert werden.

Wenn Du Lebensmittel selber fermentieren möchtest, solltest Du tendenziell zu Bio-Produkten greifen. Auf Bio-Gemüse sind mehr Bakterien angesiedelt. Was sich zunächst eklig anhört, ist aber wichtig für das Fermentieren. “Gesunde” Bakterien sind wichtig für unser Immunsystem und damit unsere Gesundheit.

Auf eine darmgesunde Ernährung sollten auch werdende Mütter während der Schwangerschaft achten. Denn während dieser Zeit werden die Darmbewegungen, die für unsere Verdauung gebraucht werden, nicht nur schwächer, sondern auch langsamer.

Im hektischen Alltag kann eine Bio-Essenz eine gute Nahrungsergänzung sein. Fermentierte Pflanzenstoffe und Vitamin C können so ganz einfach der Diät hinzugefügt werden. So muss das tägliche Essen nicht in eine umfangreiche Planung ausarten. Du solltest beim Kauf allerdings darauf achten, dass im Produkt keine unnötigen Zusätze oder Verdünnungsmittel enthalten sind.

Du hast Lust auf deftiges Sauerkraut oder eine intensive Misosuppe, aber keine Lust darauf, selbst zu kochen? Nutze die Suchfunktion von speisekarte.de, um nach einzelnen Gerichten zu suchen und erhalte Restaurantvorschläge in Deiner Nähe.

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