Weihnachten kulinarisch um die Welt
Was isst man in ...?

Weihnachten: kulinarisch um die Welt

An vielen Orten auf der Welt wird Weihnachten gefeiert. Es ist ein Fest der Christen und könnte nicht unterschiedlicher in den Traditionen und Bräuchen aussehen. Uns als Foodies der speisekarte.de Redaktion interessiert hierbei natürlich am meisten, wie unterschiedlich Weihnachten kulinarisch aussehen kann.

Selbst innerhalb Deutschlands gibt es unterschiedliche kulinarische Auslegungen von Weihnachten und jede Tradition hat ihre Daseinsberechtigung. Es gibt kein Richtig oder Falsch, in keinem Land und bei keinem Fest. Traditionen sind von der jeweiligen Kultur, aber auch von den Menschen eines Landes geprägt.

Das Weihnachtsessen in Deutschland

In Deutschland gehen die Meinungen darüber, ob das Weihnachtsessen bescheiden oder üppig sein soll, weit auseinander. Wer Würstchen mit Kartoffelsalat isst, erinnert hierbei an die Armut von Maria und Josef in der Nacht von Christi Geburt. Viele essen auch die traditionelle Weihnachtsgans. Dieser Ursprung könnte auf das katholische Fasten in der Adventszeit zurückgehen. Hierbei kommt vor Beginn der Fastenzeit am 11. November die berühmte Martinsgans auf den Tisch. Am Heiligabend, wenn die Fastenzeit zu Ende ist, wird dann wieder die Gans zubereitet.

Eine weitere Erklärung für die Gans auf dem Weihnachtstisch könnte auch folgende sein:

Wusstest Du schon? 90% aller in Deutschland verarbeiteten und zubereiteten Gänse landen in den sechs Wochen vom Martinstag bis Weihnachten auf den Tellern. Aufgrund des geballten Verbrauchs sind nur rund 15% der Weihnachtsgänse heimische Tiere. Der Rest kommt als Tiefkühlware aus Polen und Ungarn.

Einen festen Platz in der Liste der beliebten Gerichte zu Weihnachten hat auch immer noch das Raclette und das Fondue.

Was kommt zu Weihnachten in Griechenland auf den Tisch?

Auch in Griechenland steht Weihnachten für die orthodoxen Christen für das Ende der 40-tägigen Fastenzeit. Aus diesem Grund gibt es hier zu Weihnachten ein Festessen mit der ganzen Familie. Vor allem ein gefüllter Truthahn und Melomakarona (ein Gebäck aus Mandeln und Grieß) dürfen auf den meisten Festtafeln nicht fehlen. Geschenke gibt es hier erst an Silvester (überreicht durch den heiligen Basilius) und es wird unter allen Gästen Vasilopita geteilt. Das ist ein großer Hefefladen, in dem eine Münze eingebacken ist. Wer diese findet, soll im nächsten Jahr viel Glück haben.

Weihnachten auf einer der beliebtesten Inseln der Deutschen: Mallorca

Am 24.12. lassen es die Mallorquiner eher ruhig angehen: Mit heißer Schokolade und Ensaïmades (typisches mallorquinisches Schmalzgebäck in Schneckenform) läuten sie das Weihnachtsfest ein. Das große Festessen gibt es dann am ersten Feiertag. Hierbei werden viele verschiedene Gerichte serviert. Besonders beliebt ist das Spanferkel und Sobrasada. Sobrasada ist eine luftgetrocknete, rohe Streichwurst. Meist wird das Spanferkel direkt damit gefüllt.

Die Beherbergung in Mexiko

In Mexico beginnen die Festlichkeiten mit gutem Essen bereits in der Vorweihnachtszeit vom 16.12. bis 24.12.: Sie feiern die „posada“, was so viel wie „Beherbergung“ bedeutet und die Suche von Maria und Josef nach einem Unterschlupf darstellt. Wurde Unterschlupf gefunden, gibt es für alle Gäste Leckereien. Am 24.12. kommt dann die ganze Familie zusammen und erfreut sich an der großen Festtafel. Immer beliebter wird als Weihnachtsessen in Mexiko der gefüllte Truthahn. Dazu wird meist eine Chillisoße und Kartoffelpüree oder Apfelsalat gereicht. Geschenke gibt es hier erst nach Mitternacht.

Weihnachtliche Baumstämme in Frankreich

In Frankreich ist der 24.12. ein ganz normaler Arbeitstag, erst am Abend gehen die Feierlichkeiten los. Das typische Festessen am Abend besteht aus einem Truthahn oder Kapaun mit Pflaumen. Ein Baumkuchen oder ein Gugelhupf ist die zweite unumgängliche Tradition. Als Dessert ist jedoch auch der Bûche de Noël sehr beliebt, das ist ein traditionelles Biskuit-Gebäck mit Schokoladencreme und einem Schokoguss. Alle Gebäcke an Weihnachten erinnern an einen Baumstamm, denn vor vielen Jahren als die Häuser ausschließlich mit Holz geheizt wurden, brachten die Gäste einen Baumstamm bzw. ein Stück Holz für den Ofen mit.

Wie unsere italienischen Nachbarn Weihnachten feiern, kannst Du hier nachlesen.

Photo by Anita Austvika on Unsplash

Julia unterstützt seit September 2019 die Redaktion von speisekarte.de. Begründet durch ihr Interesse an Nährstoffen und an einer ausgewogenen Ernährung bringt sie sich mit ihrem Wissen und Leidenschaft in den Blog ein. Darüber hinaus betreut sie unsere Kooperationspartner und freut sich über einen aktiven Austausch.

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