Hokkaidokürbis
Genießen & so

Hokkaidokürbis – zum Aushöhlen zu schade

Eher klein, rund und leuchtend orangerot, manchmal auch dunkelgrün: So sieht der bekannte Hokkaidokürbis aus. Heute ist er aus unseren Küchen gar nicht mehr wegzudenken. Doch früher waren der Hokkaido und andere Kürbissorten nur als „Arme-Leute-Essen“ bekannt. Der Speisekürbis wird im Herbst und besonders an Halloween gerne als Dekoration verwendet. Allein zum Aushöhlen ist er allerdings viel zu schade. Was Du über den beliebten Kürbis wissen solltest und für welche Rezepte er sich ideal eignet, erfährst Du in unserem Beitrag.

Vielseitiges Kürbiswunder

Woher kommt die Kürbissorte?

Der Hokkaido Kürbis wurde nach einem seiner Reiseziele benannt. 1878 wurde er von amerikanischen Agrararbeitern auf der japanischen Insel Hokkaido eingeführt. Die Kürbissorte war zu Beginn eher geschmacklos und hatte eine härtere Konsistenz. Erst die Japaner züchteten den Kürbis so, wie wir ihn heute kennen. Seit 1990 wird der Kürbis auch in Europa angebaut. Er ist ein fester Bestandteil des Marktes.

Der Hokkaido ist eine kleine Sorte des Riesenkürbis (Curcubita maxima). Trotz seiner geringen Größe wiegt er ganze 1-2 Kilogramm. Seine Form erinnert an eine Zwiebel.

Wonach schmeckt der Maronenkürbis?

Das hell- bis dunkelgelbe Fruchtfleisch hat eine feste Konsistenz und einen süßlichen, leicht nussigen Geschmack. Das Aroma des Kürbisses erinnert an Esskastanien. Wegen seines Geschmacks wird er auch als Maronenkürbis bezeichnet. Manch einer geht davon aus, dass der Geschmack des Kürbisses intensiver ist, wenn die Schale mitgegessen wird.

Hokkaidokürbis
Bild von Marlene Krohn auf Pixabay

Lecker und gesund?

Der Hokkaido Kürbis ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Im Vergleich mit anderen Kürbissen schneidet er sehr gut ab. Denn er enthält weniger Wasser, dafür aber wichtige Nährstoffe. Sein Fruchtfleisch hat jede Menge Vitamin C – in 100 Gramm ganze 30 Milligramm. Daneben enthält er (auf 100 Gramm) 5,5 Gramm Kohlenhydrate, 1,7 Gramm Eiweiß, nur 0,5 Gramm Fett und hat 28 Kalorien. Die leuchtend orange Kürbisschale ensteht außerdem durch gesundes Beta-Barotin.

Hokkaido zählt zu den ballaststoffreichen Sorten: Davon enthält er 2,2 Gramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch. Ein Grund mehr, den Kürbis zu lieben, ist seine Bekömmlichkeit. Er ist zucker- und säurearm, was ihn besonders verträglich macht.

Kann man Hokkaido auch roh essen?

Sowohl die Schale als auch das Fruchtfleisch des Hokkaidokürbisses können roh verzehrt werden. Prinzipiell können alle Speisekürbisse roh gegessen werden. Nicht bei allen kannst Du aber auch die Schale mitessen!

Wie kann ich den Kürbis verarbeiten?

Die dünne Schale des Kürbisses kann mitgegessen werden, allerdings wird sie erst beim Kochen weich. Dadurch kann er besonders leicht verarbeitet werden. Die Vorbereitung geht sehr schnell, denn Du musst den Kürbis vor dem Kochen nicht erst schälen. Jedoch solltest Du ihn vorher aushöhlen. Das gilt für den Hokkaido-, aber auch für andere Kürbissorten.

Der Kürbis kann klassisch als Kürbiscreme- bzw. Kürbissuppe zur Vorspeise zubereitet werden. Diese ist besonders zur Herbstzeit überaus beliebt und kann mit verschiedenem anderen Gemüse und Gewürzen verfeinert werden. Aber auch als Auflauf, Püree, Pasta und Pizza lässt sich der Kürbis zubereiten.

Tipp: Der Hokkaidokürbis harmoniert besonders gut mit Ingwer oder Chili.

Hokkaidokürbis
Bild von Daniel Memmler auf Pixabay

Für Nicht-Vegetarier: Du kannst ihn auch als Beilage zu Fisch und Fleisch servieren. Hierzu kannst Du den Kürbis einfach im Ofen rösten und mit einigen Gewürzen oder, wie im Rezept, mit Ziegenkäse verfeinern. Besonders schmackhaft ist der Hokkaidokürbis zum Beispiel auch mit einer Hackfleisch-Füllung. Dazu musst Du einfach den Deckel abschneiden und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Den ausgehölte Kürbis kannst Du dann mit einer Hackfleisch-Mischung befüllen (siehe Bild).

Oder aber Du benutzt den zerkleinerten Kürbis selbst als Füllung für beispielsweise Ravioli. Der Kürbis ist übrigens auch ideal geeignet für Baby- und Kleinkindnahrung.

Keine Lust selbst zu kochen? Auf den Speisekarten auf speisekarte.de finden Du viele verschiedene Kürbisgerichte, wie zum Beispiel Kürbisravioli, Kürbischnutney, Kürbissuppe oder allgemein Gerichte mit Hokkaidokürbis.

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Græskar

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