Gesund grillen
Wusstet ihr schon... ?

Gesund grillen – die wichtigsten Tipps

Der Trend nimmt nicht ab: Grillgut, egal, ob gegrilltes frisches Gemüse aus dem Garten, ein Steak oder ein leckeres Seitan-Schnitzel, es mundet fast jedem Menschen. Grundsätzlich ist gegrilltes Essen gesund und für den Körper sehr wohltuend, wenn man einige Punkte beachtet. So ist es essenziell, dass man sich auf gute Lebensmittel fokussiert. Das ist das A und O, um leckere und gleichzeitig nährstoffreiche Gerichte auf dem Grill zuzubereiten. Wer noch auf der Suche nach den besten Tipps zum Grillen ist, kann diesen Beitrag lesen.

Das sollte man beim Grillen vermeiden

Auch wenn Essen vom Grill an sich sehr gesund ist, sollte man gewisse Dinge vermeiden. So ist es beispielsweise schlecht, wenn Öl, Fett oder Fleischsaft in die Glut tropfen. Denn dieses verbrennt und es bilden sich krebserregende Stoffe, die für die Gesundheit alles andere als förderlich sind. Durch den aufsteigenden Rauch gelangen sie ins Grillgut.

Zudem sollte man auch den weitverbreiteten Trick, das Essen mit Bier abzulöschen, vermeiden. Denn danach beinhaltet der Rauch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die mit dem Essen mitgegessen werden.

Wenn am Fleisch eine dunkle Fleischkruste entsteht, schmeckt dies zwar in vielen Fällen lecker, allerdings sollte man auf den Verzehr lieber verzichten. Denn in der Kruste stecken heterozyklische aromatische Amine (HAA), die sich immer dann bilden, wenn organisches Material Hitze ausgesetzt wird – vor allem beim Braten oder Grillen.

Die wichtigsten Grill-Tipps:

  • Kartoffeln, Fleisch oder Gemüse dürfen keinesfalls in Aluminiumfolie eingewickelt und auf den Grill gelegt werden. Das Aluminium kann sich aus der Folie lösen und in die entsprechenden Lebensmittel eindringen.
  • Zu viel Fett oder Öl in der Pfanne oder auf dem Grill ist nicht gesund. Demnach sollte man das Grillgut mit möglichst wenig Fett zubereiten.
  • Die Wahl des Öls ist zudem essenziell, um keine gesundheitsschädigenden Stoffe entstehen zu lassen. Das passiert beispielsweise dann, wenn natives Olivenöl stark erhitzt wird. Stattdessen würde sich Maiskeim-, Erdnuss- oder Distelöl viel besser eignen.
  • Wiener Würstchen beispielsweise gehören nicht auf den Grill, da das Nitrit (das befindet sich im Pökelsalz) mit den Eiweißstoffen im Fleisch reagiert – es bilden sich krebserregende Stoffe.

Gesunde und leckere Grillgerichte: So geht’s

1. Hochwertige Zutaten wählen

In erster Linie spielt natürlich die Qualität des Grillgutes eine entscheidende Rolle. Wer sich die Mühe macht und das Fleisch oder den Fisch aus höchster Bio-Qualität kauft, tut der eigenen Gesundheit etwas Gutes. In diesem Zusammenhang kann es ratsam sein, sich für fettarmes Fleisch zu entscheiden, da dieses deutlich weniger Kalorien enthält.

Vegan Grillen

Möchte man hingegen auf tierische Produkte verzichten und vegan grillen, empfehlen sich leckere Gemüsespieße oder gefüllte Champignons sowie Portobello. Auch hier sollte man das Gemüse aus biologischer Landwirtschaft kaufen, da während der Wachstumsphase keine Pestizide eingesetzt werden.

Experten betonen: Statt zu viel Fleisch sollte lieber genug Gemüse auf dem Grill oder in der Pfanne landen. Dieses ist meist deutlich leichter in der Verdauung und versorgt den Körper mit wertvollen Nährstoffen. Um dies zu gewährleisten, dürfen die Gemüsespieße nicht zu lange auf dem Grill bleiben. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn das Gemüse in der Pfanne auf dem Herd zubereitet wird.

2. Welcher Grill ist der beste?

Natürlich spielt hierbei der persönliche Geschmack eine bedeutende Rolle. Bei der Auswahl der Küchengeräte oder des Grills sollte man auf die eigenen Wünsche achtet. Grundsätzlich gilt, dass ein Gas- oder Elektrogrill die Zutaten auf eine schonende Art und Weise zubereitet. Wie bereits am Anfang erwähnt, entstehen beim Holzkohlegrill schädliche Stoffe, wenn Fett in die Glut tropft. Das wird beim Gas- oder Elektrogrill vermieden. Außerdem lassen sich diese beiden Grillarten besser auf einem Balkon nutzen. Die Rauchentstehung ist hier nämlich deutlich geringer. Zudem kann ein Elektrogrill bei Regen genutzt werden. Demnach profitieren Käufer eines Elektro- bzw. Gasgrill nicht nur aus gesundheitlicher Sicht vom Erwerb des Geräts.

Möchte man seine Lebensmittel nicht grillen, kann der herkömmliche Herd zum Zubereiten der Speisen verwendet werden. Egal, ob jemand einen Gas- oder Elektroherd hat – leckere Gemüse- und Fleischgerichte lassen sich ebenfalls in einer hochwertigen Pfanne gut zubereiten.

3. Grillgut in Keramik oder Edelstahl legen

Viele Menschen nutzen beim Grillen Aluminium zur Lagerung des Grillguts. Dies sollte zwingend vermieden werden. Stattdessen empfiehlt sich die Aufbewahrung vom gegrillten Gemüse sowie Fleisch in Edelstahl- oder Keramikbehältnissen.

4. Gesunde Marinade selbst herstellen

Wer Marinaden aus dem Supermarkt kauft, kann nicht sicher sein, welche Stoffe genau enthalten sind. Bei fertigen Produkten empfiehlt es sich daher immer, die Zutatenliste zu lesen. Eine Marinade sollte nur dann gekauft werden, wenn auch die Inhaltsstoffe überzeugen. Ansonsten ist es deutlich besser und meist auch günstiger, wenn man die Marinade selbst zubereitet.

Dafür benötigen Grillfans wenige Zutaten:

  • Ein hochwertiges Öl, das als Basis für die Marinade gilt. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, auf ein Distelöl oder Maisöl umzusteigen. Das Öl muss nämlich hoch erhitzbar sein.
  • Weitere Bestandteile einer Marinade können Thymian, Basilikum, Rosmarin, Räuchersalz, Liquid Smoke, Zitrone (vor allem bei Fisch), Dill (bei Fisch) und Sojasauce sein. Die Marinade muss nicht alle dieser Zutaten enthalten, empfehlenswert ist eine Auswahl davon. Außerdem ist es sinnvoll, das Fleisch, das Gemüse oder das vegane Schnitzel ausreichend lange in der Marinade ziehen zu lassen.

Photo by Vincent Keiman on Unsplash

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