Außergewöhnliche Spirituosen
Wusstet ihr schon... ?

Außergewöhnliche Spirituosen – Der Unterschied zwischen Schnaps, Geist und Likör

Weihnachten und somit zahlreiche Weihnachtsmarkt-Besuche, Weihnachtsfeiern und viel Essen stehen vor der Tür. Zu einem genüsslichen Weihnachtsabend gehört auch immer der eine oder andere Likör oder Schnaps mit den Liebsten. Doch ist Schnaps gleich Schnaps und wie unterscheiden sich Schnaps, Geist, Brand und Likör?

Spirituose – Definition

Der Begriff Spirituose stammt von dem lateinischen Wort „spiritus“, was Geist bedeutet. Das könnte vielleicht daran liegen, dass zu viel Alkohol einen teilweise in unvorhersehbare Parallelwelten befördert. Umgangssprachlich ist die Spirituose eher als Schnaps, abwertend sogar teils als Fusel, bekannt. Doch gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen den verschiedenen Spirituosen:

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  • Brand: Ein Brand, meist ein Obstbrand, wird aus einer Maische aus vergorenen Früchten und einer anschließenden Destillation hergestellt. Der Alkohol entstammt dabei aus dem Zucker der vergorenen Früchte. Mit am bekanntesten ist ein klassischer Obstler.
  • Geist: Der Alkohol bei einem Geist stammt aus dem verwendeten Neutralalkohol. In diesen werden Früchte mit einem geringen Zuckergehalt, aber viel Aromen, eingelegt, so dass die Aromen in den Alkohol gelangen. Dieser Frucht-Alkohol-Ansatz wird anschließend destilliert. Ein bekannter Vertreter ist der Himbeergeist.
  • Schnaps: Bei Schnaps handelt es sich um ein reines, farbloses Destillat. Schnäpse sind ungesüßt und müssen einen Mindestalkoholgehalt von 40 % enthalten.
  • Likör: Ein Likör ist ein reines Brennerzeugnis, welches auf aromatisierten Schnäpsen beruht, die beispielsweise mit Säften angereichert wurden, um sie süßer zu machen und den Geschmack zu verändern. An Stelle von Beeren können natürlich auch weitere Zutaten eingelegt werden, wie beispielsweise Kräuter oder Zirbenzapfen, aus denen etwa ein Zirbenlikör entsteht. Wer es besonders süß mag, für den eignet sich ein Haselnusslikör oder ein Schokoladenlikör. Laut EU-Richtlinie müssen Liköre einen Zuckergehalt von 100 Gramm pro Liter und einen Alkoholgehalt zwischen 10 und 40 % enthalten. Ein Likör besteht aus vier grundlegenden Bestandteilen: Zucker, Wasser, Alkohol und diversen Extrakten.

Maische, Mazeration und Perkolation

Im Allgemeinen meint Destillation das Verfahren, mit dem verdampfbare Flüssigkeiten getrennt werden. Im Regelfall wird ein Ausgangsgemisch, wie beispielsweise eine Maische, erhitzt und dadurch kann der Alkohol destilliert werden. Doch was genau ist eine Maische eigentlich und was meint Mazertaion und Perkolation?

  1. Maische: Eine Maische besteht aus Wasser, Zucker, Hefe und Aroma-Lieferanten. In einem Gäreimer werden meist Obst- oder Getreidesorten mit lauwarmen Wasser, Zucker und Hefe zu einem Gemisch verührt. Im Regelfall wird dieses Gemisch dann zwei Tage stehen gelassen.
  2. Mazeration: Bei der Mazeration handelt es sich um ein Aromatisierungsverfahren, bei dem Früchte, Kräuter & Co in Neutralakohol eingelegt werden und anschließend mit Hilfe eines Destillators gebrannt werden.
  3. Perkolation: Die Perkolation ähnelt der Mazeration, allerdings werden hierbei die Aromen nicht eingelegt, sondern mit Hilfe eines Perkolators extrahiert.

Mindful Drinking

Natürlich sollten diese besonderen Schnäpse auf Grund ihres hohen Alkoholgehaltes nicht ohne Nachdenken konsumiert werden. Die Bewegung des Mindful Drinkings setzt sich dementsprechend für ein bewussteres Konsumieren von Alkohol ein. 2015 wurde der Begriff durch die „Club Soda“ Bewegung bekannt. Vor allem zur Weihnachtszeit eignet sich ein genüsslicher Schnaps oder eine wohl wärmende Feuerzangenbowle wunderbar, um besinnliche Stunden mit den Liebsten zu verbringen.

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