Trinkgeld
Wusstet ihr schon... ?

Trinkgeld – Moralischer Druck?

Andere Länder, andere Sitten – nicht unbedingt

Während in Ländern wie Japan und China sowie auf manchen Inseln (vom Tourismus kaum betroffen) Trinkgeld als Beleidigung gesehen wird, liegt in Amerika der Prozentsatz für Trinkgeld bei beeindruckenden 15-25%. Der aktuelle Durchschnitt liegt bei 10% des Gesamtrechnungsbetrages. Doch schon Rudolf von Jhering betitelte das heutzutage nicht mehr wegzudenkende Trinkgeld als Unsitte. Denn in oben genannten Entwicklungsländern wird es für selbstverständlich angesehen, dass der Kunde gut bedient und behandelt wird. Es benötigt also keine Gegenleistung mehr. Um sich dennoch für einen ordentlichen Service zu bedanken, wird ein ausgesprochenes Lob, kleine Geschenke oder Origamis gerne gesehen.

Jeder entscheidet selbst – Naja

Viele Gäste runden den Betrag einfach auf. Andere machen sich die Mühe und rechnen prozentual aus, wie viel sie dem Personal nun geben. Doch lässt man sich auch manchmal von bestimmten Faktoren beeinflussen? Ja. Ist man als Gruppe unterwegs, so entscheidet oftmals der Erstzahlende, wie viel Trinkgeld er geben möchte und der Rest der Gruppe richtet sich demnach und zieht gleich. Und das obwohl man persönlich vielleicht lieber mehr oder gar weniger gegeben hätte. Auch bei dem ersten Date ist dies der Fall. So möchte das Gegenüber beim ersten Eindruck natürlich nicht geizig erscheinen, weshalb in solchen Situationen oft mehr Euro als sonst ausgegeben werden.
Auffällig ist auch, dass der Geschlechterunterschied scheinbar eine große Rolle spielt. So gibt ein weiblicher Gast dem männlichen Servicepersonal gerne mehr, als er es bei einer gleichgeschlechtlichen Person tun würde und anders herum.

ads1

Trinkgeld hoch auf See

Gibt es auf einem Kreuzfahrtschiff eine Regelung bezüglich des Trinkgeldes? Ja und Nein. Oft ist es der Fall, dass das Trinkgeld bereits mit dem Reisepreis zusammen abgebucht wird, um den nachträglichen Ärger über dieses Thema möglichst gering zu halten. So verfahren beispielsweise AIDA, Costa und TUI Cruises. Dass der Ärger dann aber bei manchen Kreuzfahrtgästen umso größer ist, da der Anbieter im Voraus entscheidet, wie viel Trinkgeld man geben muss, ist verständlich. Andere Reedereien, die keinen zusätzlichen Betrag direkt vom Konto abbuchen, erwarten dann aber hingegen einen angemessenen Zusatz vom Kunden.

Es ist und bleibt ein umstrittenes Thema, über welches der Gast letztlich trotz alledem selbst entscheiden kann und darf.

Photo by Sam Truong Dan on Unsplash

Vanessa ist unser Küken hier bei speisekarte.de, schreibt aber als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht. Durch ihre Leidenschaft für Handball befasst sie sich schon seit vielen Jahren mit der richtigen und ausgewogenen Ernährung. Sie bereichert nicht nur unseren Blog, sondern auch unser Team.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.