Alles aus dem Meer: Sind Algen essbar?
Wusstet ihr schon... ?

Alles aus dem Meer: Sind Algen essbar?

Altbekannt sind sie in den Küchen weltweit: Die Meeresbewohner wie Fische, Garnelen und Muscheln gehören zu den Leibspeisen vieler. Doch was wären unsere heutigen Sterneköche, wenn sie sich nicht immer mal wieder was Neues einfallen lassen würden: So setzt der neuste Trend in der „Haute Cuisine“ immer mehr auf die exotischen Bewohner aus den Meeren. Algen, Plankton & Co finden vermehrt Einzug in die Sternerestaurants weltweit und begeistern mit raffinierten Geschmäckern. Doch sind wirklich alle Algen zum Verzehr geeignet? Mehr dazu lest ihr hier.

Welche Algen sind essbar?

Die meisten von uns kennen Algen etwa im Sushi oder in Ramen. Auf Grund ihrer extrem hohen Eiweiß, Kalzium, Vitamin C und Eisen Werte kommen die pflanzenartigen Gewächse doch immer häufiger auf den Speisekarten der Welt vor. Dabei ist zu unterscheiden zwischen den klassischen Makroalgen, wie der Braun-, Rot-, und Grünalge und den Blaualgen, eine eigentlich spezielle Bakterienart, die oft in ruhigen Gewässern wächst und für uns Menschen gesundheitsschädlich ist. Besonders beliebte Algen für den Verzehr sind:

  • Wakame: Die Hauptzutat für die japanische Miso-Suppe, sie wird aber auch häufig für Salate verwendet.
  • Kombu: Ist ein essbarer, extrem jodhaltiger, Seetang, der zum Aromatisieren in das Kochwasser von Sushi-Reis gegeben wird oder süßsauer eingelegt als Snack serviert wird.
  • Nori: Die papierhaltige Meeresalge wird hauptsächlich für Sushi verwendet. Oft wird sie aber auch zum Würzen von Fisch, Suppen und Salaten benutzt.
  • Hijki: Die schwarze Alge mit einem super intensiven Geschmack ähnelt einer Suppennudel und wird deshalb auch oft in Suppen und zu Tofu- oder Gemüsegerichten als Nudelersatz serviert.

Trotz des tollen intensiven Geschmacks sollten die Algen nur in Maßen verzehrt werden. Da sie extrem jodhaltig sind und während ihres Lebens im Meer viele schlechte Nährstoffe, wie etwa Schwermetalle, aufnehmen, sollten vor allem Menschen mit Schilddrüsen-Beschwerden einen zu hohen Konsum meiden.

Plankton & Co in der Sterneküche

Sternekoch Ángel Léon aus Andalusien liebt das Meer und alles, was darin zu finden ist. In seinem Restaurant „Aponiente“ kreiert er Algen und Plankton zum neuen Superfood. Hier wird ausschließlich pescetarisch gekocht und das in vollster Pracht: Ob Barbe in Plankton-Creme, Jod-Suppe mit Muscheln, oder ein mit Glühwürmchen-DNS gepimpter leuchtender Shrimp – Ángel Léon eröffnet seinen Gästen völlig neue Dimensionen – und das in jederlei Hinsicht! Er plädiert stark für eine Auseinandersetzung mit den natürlichen Ressourcen des Meeres: Auf eine Tonne Qualitätsfisch kommen circa fünf Tonnen Beifang. Für Léon jedoch kein Grund diesen wegzuwerfen: Der andalusische Sternekoch schafft es, selbst den Beifang zu wahren Geschmacksexplosionen zu verwandeln.

Photo by Alison Marras on Unsplash

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