Gastronomie

Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Es ist kein Geheiminis mehr: Der Verpackungsmüll in Deutschland hat Ausmaße angenommen, die von der Umwelt nicht mehr zu tragen sind. Vor allem im „Food2go“-Bereich und bei Lieferdiensten werden Unmengen an Plastik, Aluminium und vielen weiteren Ressourcen verschwendet. Kein Wunder also, dass das Thema Nachhaltigkeit auch in diesem Bereich immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt.

Verpackungsmüll im Food-Bereich

Diskussionen, beispielsweise um den Verbrauch von Einweg-Kaffeebechern, tauchen immer wieder in unserer heutigen Zeit auf. Menschen möchten ihr Essen schneller und am besten an jedem Ort genießen können. Fast-Food-Verpackungen, Sushi-Boxen und sonstige Gerichte zum Mitnehmen sind inzwischen in der Food-Branche fest verankert und das macht sich bemerkbar: Rund 37,6 Kilogramm Plastik verbraucht ein Einwohner im Schnitt in Deutschland. Doch es findet ein Umdenken statt: Erste Pilotprojekte versuchen komplett auf Verpackungen zu verzichten und testen verschiedenste Ideen, wie etwa Mehrwegsysteme, aus. Und auch in Restaurants und bei ersten Lieferdiensten kommen immer öfter umweltfreundliche Alternativen zum Einsatz.

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Biologisch abbaubare Ressourcen

In Essen zeigt Pottsalat.de, wie nachhaltiger Lieferdienst im Ruhgebiet geht und das nachhaltiges Liefern funktioniert: Der Salatlieferservice aus Nordrhein-Westfalen bietet frische Salat und Bowls an und das in ausschließlich ökologischen und 100% recyclebaren Verpackungen. Zu dir kommt deine Bestellung dann mit der hauseigenen E-Bike-Flotte. Und damit nicht genug, denn die Bikes werden mit Öko-Strom geladen.
Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Herstellern, die ökologisches, recyclebares und sogar kompostierbares Verpackungsmaterial herstellen und anbieten.
Von herkömmlichem Plastik nicht zu unterscheiden, bieten entsprechende Schalen und andere Behälter aus PLA eine perfekte Alternative für die, die nicht auf Kunststoffe verzichten können. Kunststoffe aus PLA, also Polyactic Acid, werden auf Basis von Zucker und Stärke hergestellt und verursachen insgesamt ca. 75% weniger Co2 als normales Plastik, also PET. Wer auf Kunststoffe verzichten möchte, der findet genügend Optionen bei Kraftpapier-Verpackungen. Die naturfarbenen Papp-Kartons hat sicher jeder schon mal bekommen. Selbstverständlich sollte man darauf achten, dass sie aus FSC® zertifiziertem Papier hergestellt sind, oder sogar nur aus den Abfällen aus FSC® zertifizierter Holzverarbeitung stammen. Auf Wunsch erhält man die Papp-Boxen, um eine gewisse Nassfestigkeit zu gewährleisten, auch mit PLA-Beschichtung.
Es sind also erste Schritte in eine richtige Richtung, bei denen auch wir als Konsumenten tatkräftig Unterstützung leisten können. Denn neben der Verpackung, kommt es ebenso darauf an, was drin ist. In ihrer Co2-Bilanz unterscheiden sich Nahrungsmittel gravierend voneinander. Auf den Top-Plätzen findet man ganz weit oben beispielsweise die Butter, Rindfleisch und Käse. Beim Käse hängt der ökologische Fußabdruck vom Fettgehalt ab, denn je höher der Fettgehalt ist, desto größer ist der Fußabdruck.

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