rumänische Suppe
Was isst man in ...?

Was isst man in… Rumänien?

Das am Schwarzen Meer liegende Land wird ein immer beliebteres Reiseziel. Woran liegt das? Möglicherweise an den in freier Wildbahn lebenden Braunbären, Wölfen und Luchsen, oder vielleicht doch an ihrem außergewöhnlichen Essen?

Wissenswertes über Rumänien

Die Hauptstadt Bukarest ist die größte und bekannteste Stadt Rumäniens. Die Nachbarländer sind Bulgarien, Serbien, Ungarn, Moldawien und die Ukraine. Mit 238.391 km² Fläche ist Rumänien fast so groß wie das Vereinigte Königreich. Die Bevölkerungszahl ist jedoch deutlich geringer als in UK. Mit 19.9 Millionen Einwohnern verfügt die Republik dennoch über die siebtgrößte Bevölkerung aller EU-Staaten. Rumänien ist eher ländlich geprägt. Der Gebirgszug Karpaten und die unterschiedlichen Höhen, welche das Land in drei Teile spaltet, macht den Bau von neuen Städten nahezu unmöglich. Das heutige Rumänien entstand 1859 durch die Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei.

Wie sieht ein typisches rumänisches Essen aus?

Ein richtiges rumänisches Essen besteht aus vier Gängen. Als Vorspeise gibt es meistens Salate aus Auberginen, Fleisch, Kartoffeln, Gurken oder Gemüse. Als nächstes werden Suppen in den verschiedensten Varianten serviert. Häufig handelt es sich hierbei um Gemüse-, Bohnen-, Hühner-oder Rindersuppen. „Ciorba de perisoare“ ist zum Beispiel eine leckere rumänische Suppe mit Hackfleischbällchen.

Die Hauptgerichte bestehen in den ländlichen Gegenden größtenteils aus Rinder-, Lamm- oder Schweinefleisch. Je näher der Ort am Meer liegt, desto mehr ist der Fisch in den Gerichten vertreten. Dies liegt an den hohen Fischbestandteilen in den zahlreichen Seen und Flüssen. Die Beilagen bestehen entweder aus Kartoffeln, zum Beispiel Kartoffelpüree (Cartofi pure) oder Mais, wie der berühmte Maisbrei (Mamaliga). Als letzter Gang folgt noch etwas Süßes. Gerollte Crêpes (Clatite) oder eine Art Windbeutel (Profiterol) sind sehr beliebt, dabei gibt es verschiedene Füllungen. Hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Die beliebteste Variante ist mit Quark und Zimt.

Die lokalen Unterschiede

Die typischen, im ganzen Land verbreiteten Gerichte sind von der Zubereitung sehr ähnlich, jedoch unterschiedlich im Geschmack, denn jede Region benutzt andere Gewürze oder Zutaten.In Siebenbürgen oder auch Transsilvania im Zentrum Rumäniens wird viel mit Paprikapulver gewürzt und abgeschmeckt. Im rumänischen Banat hingegen wird viel mit Naturdarm gearbeitet. Kulinarisch gesehen ist Rumänien also sehr vielfältig. Während der nördliche Teil der Nation eher österreichisch-ungarisch geprägt ist und viel mit Fleisch, Kraut, „Grammelpogatschen“ (Salzgebäck) und Palatschinken kocht, haben die Türken und Griechen vor allem im Süden ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. In dieser Region wird vermehrt mit Aubergine, Lamm, Joghurt und Schafskäse gearbeitet.

Das Nationalgericht

Das Nationalgericht in Rumänien ist der feste Maisbrei „Mamaliga“. Dieser kann nach dutzend verschiedenen Rezepten zubereitet werden, sodass er zu jeder Mahlzeit passt. Die Zubereitung ist einfach. Zuerst wird der Maisgries in einem großen Topf mit gesalzenem Wasser gekocht. Hierbei ist das Rühren wichtig, da sonst die Möglichkeit der Verklumpung oder Verbrennung besteht. Das fertige Mamaliga wird meistens als Fladen serviert. Der Maisbrei wurde früher von der armen Bevölkerung gegessen, wenn das Brot ausging. Der Grund ist in der osmanischen Zeit zu finden. Die Bevölkerung musste regelmäßig einen Teil ihrer Weizenernte abgeben. Die Maiserträge konnten sie jedoch behalten.

Der Artikel wurde von Samantha geschrieben, die bei uns in jenem Zeitraum als Praktikantin tätig war. Samantha hat selbst schon des öfteren Erfahrungen mit der rumänischen Küche und Kultur gemacht, da sie selbst ehrenamtlich bei der „Schüler Initiative Rumänienhilfe“ tätig ist. Wir bedanken uns für den schönen Artikel.

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