Was ist eigentlich ...?

Was ist eigentlich eine Nikkei-Küche?

So einiges kommt zusammen in der heutigen Zeit globaler Nähe. Kulturen nähern sich an, ferne Länder werden bereist und nun fusionieren auch die Küchen dieser, auf den ersten Blick unterschiedlichen, Welten. So auch die Küchen Japans und Südamerikas. Als Nikkei-Küche wird diese Kontinente übergreifende Kulinarik bezeichnet, die ursprünglich von japanischen Einwanderern kreiert wurde. Und auch in Deutschland wird sie mehr und mehr zum kulinarischen Highlight. Was macht diese Küche also so besonders?

Was ist die Nikkei-Küche?

Unter dieser Art des Kochens versteht man also die Verbindung der landestypischen Küchen Japans und Südamerikas. Diese kreative Kombination verbindet das Beste aus zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Nikkei-Küche entstammt den japanischen Einwanderern Perus, die Ende des 19. Jahrhunderts migriert sind. Sie gründeten Straßenküchen, sogenannte Bodegas oder Fondas, die anfangs traditionell peruanisches Essen mit japanischen Einflüssen anboten. Mit der Zeit verschmolzen die beiden Küchen dann und eine herrliche Kombination aus Fernost und Fernwest entstand. Es wurde schon bald japanisch gekocht, die Gerichte aber wurden mit lokalen Zutaten zubereitet.

Das Minimalistische, Ruhige und Ordentliche, das Japan ausmacht und das Bunte, Festliche und Chaotische, wie man Peru beschreiben könnte, ergeben also eine wunderbar harmonische, geschmackvolle Fusion. Die japanische Küche zählt wohl zu den aufwändigsten, komplexesten Küchen dieser Welt, wohl auch, weil die Köche in Japan einen sehr hohen Stellenwert genießen. Die südamerikanische Küche steht dieser jedoch in nichts nach. Sie ist facettenreich, spannend und intensiv. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an!

Welche Gerichte entstammen der Nikkei-Küche?

Die Gerichte dieser Küchenrichtung sind stark vegetarisch geprägt, da die Einwanderer damals wenig Geld hatten und sich so kaum Fleisch oder Fisch leisten konnten. So sind die Gerichte sehr simpel und bodenständig, enthalten beispielsweise viel Mehl, Mais und Kartoffeln. Heute aber auch immer mehr Fisch in sämtlichen Varianten.

Eine wahre Delikatesse sind Anticuchos, am Spieß gegrillte Rinderherzen. Aber auch die Kombination aus Ají, peruanischen Chilis, Ponzu und Sojasauce ergibt ein herrliches Geschmackserlebnis. Dann wäre da noch das Ceviche, das stundenlang in der sogenannten Tigermilch einkocht und Tiradito, ein japanisches Gericht zwischen Sashimi und Ceviche, das aus einheimischen Fischarten besteht. Aber auch Sushi und Sashimi, Teriyaki, Beef Tataki, Tatar und Papas a la Huancaína gehören zu den Speisen der Nikkei-Küche.

Heute zählen die Gerichte dieser Küche zu den geschmackvollsten und spannendsten unserer Zeit und die Küche selbst ist zum Synonym für gehobene Küche geworden, da nicht selten Luxuszutaten verwendet werden. Und auch in Deutschland ist diese kulinarische Kombination angekommen. Wo es diese in eurer Nähe gibt, erfahrt ihr hier: speisekarte.de.

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Photo by Jesse Ballantyne on Unsplash

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