Was ist eigentlich ...?

Planetary health diet – Ernährung für Mensch und Umwelt

Die Erdbevölkerung wächst mit jedem Jahr und mit ihr die herausfordernde Aufgabe, all diese Menschen auch in Zukunft ausreichend versorgen zu können und dabei gleichzeitig auf die Gesundheit unserer Erde zu achten. Aus diesem Grund haben US-Forscher einen Ernährungsplan erstellt, der den Bedarf an Nahrung aller Menschen abdeckt, deren Gesundheit dabei fokussiert und zudem den Planeten schont. Wie sieht dieser nun aus?

Was ist eine Planetary health diet?

Das Resultat der zwei Jahre andauernden Forschungsarbeit von 37 Forscherinnen und Forscher aus 16 Ländern ist also ein Speiseplan, welcher die natürlichen Grenzen der Erde berücksichtigt und die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung garantiert, die sogenannte planetary health diet. Denn es soll nicht nur um Ernährung und den Planeten gehen, sondern auch um die Gesundheit der Bevölkerung. Also darum, Krankheiten wie Diabetes oder Herzinfarkte, die häufig durch falsche Ernährung begünstigt werden, entgegenzuwirken. Ein Einhalten dieser Ernährung könnte jährlich elf Millionen frühzeitige Tode verhindern.

Vor allem müsste hierbei der Verzehr von Zucker und rotem Fleisch um die Hälfte reduziert werden. In Deutschland würde das bedeuten, dass nur noch ein Zehntel der Menge an Fleisch gegessen werden sollte, die zur Zeit verspeist wird.

Und so sieht er aus, der Ernährungsplan, der Mensch und Erde retten könnte:

Jeder Mensch sollte täglich etwa 13 Gramm Ei, was ungefähr einem Viertel eines Eis der Klasse M entspricht, essen, 50 Gramm Nüsse, 75 Gramm Hülsenfrüchte, 28 Gramm Fisch, 14 Gramm rotes Fleisch, 29 Gramm Hühnchen, 250 Gramm Milchprodukte, 232 Gramm Getreide, 500 Gramm Obst und Gemüse.

Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-01/nachhaltige-ernaehrung-planetary-health-diet-gesundheit-klimaschutz

Ist dieser Speiseplan auch realisierbar?

Um den ausgearbeiteten Ernährungsplan erfüllen zu können, müsste die Ernährung der globalen Bevölkerung radikal geändert werden. Hierfür würden zudem Politiker auf allen Ebenen benötigt werden. Und auch die Landwirtschaft müsste sich dieser veränderten Ernährung anpassen und vor allem nachhaltiger werden, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Die Ernährung der Menschen sollte ausschließlich aus nachhaltigem Anbau stammen, zudem müsste natürlich auch die Verschwendung der Lebensmittel drastisch verringert werden.

Übrigens sind all dies Fakten, die bereit seit Jahren von Seiten sämtlicher Umweltorganisationen offengelegt werden. Und auch die Weltgesundheitsorganisation ist dieser Auffassung. Das Neue an dieser Arbeit ist, dass Mensch und Umwelt zu einem gemeinsamen Maßstab gemacht wurden.

Hinter dem Bericht steht die sogenannte EAT-Lancet-Kommission, die sich aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und Experten auf den Gebieten der Gesundheit, Wirtschaft, Politik, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zusammensetzt. Den ausführlichen Bericht zu dieser Studie, findet Ihr hier: https://eatforum.org/content/uploads/2019/01/EAT-Lancet_Commission_Summary_Report.pdf.

Artikel-Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2019-01/nachhaltige-ernaehrung-planetary-health-diet-gesundheit-klimaschutz

Photo by Sushobhan Badhai on Unsplash

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