Was ist eigentlich ...?

Was ist Functional Food?

Joghurt, angereichert mit speziellen Bakterien, Antioxidantien im Fruchtsaft, Milch mit bestimmten Kräuterzusätzen – Lebensmittel mit einer funktionellen Zutat, Functional Food also, sollen gesundes Essen noch gesünder machen! Was steckt hinter diesem Zusatznutzen und was tut er nun wirklich für unsere Gesundheit?

Was ist Functional Food?

Unter Functional Food versteht man also Lebensmittel, die über ihren normalen Ernährungswert hinaus eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus haben sollen. Diesen erweiterten Nutzen bekommt Functional Food durch die Zugabe von speziellen Stoffen, die durch verschiedene Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika und Präbiotika gewonnen werden. So können normale Lebensmittel wie Joghurt, Säfte, Brot oder auch Milch mit einer zusätzlichen Zutat angereichert werden und zu einem funktionellen Lebensmittel werden. Diese Zusatzstoffe sind beispielsweise Milchsäurebakterien, pflanzliche Sterine, Omega-3-Fettsäuren oder Folsäure.

Das Bundesamt für Gesundheit beschreibt Functional Food als Ergänzung zu einer bewussten Ernährungsweise. Jedoch können diese funktionellen Lebensmittel schwerwiegende Ernährungsfehler nicht beheben, auf eine gesunde Basis kommt es an.

Welche Lebensmittel sind funktionelle Lebensmittel?

In Deutschland sind es vor allem pro- und präbiotische Milchprodukte, die als funktionelle Lebensmittel die Regale der Supermärkte füllen. So zum Beispiel in Form von Joghurt, Quark oder Käse. Ausgewählte Bakterienkulturen, die in diesen Lebensmitteln zu finden sind, sollen sich positiv auf die Darmflora auswirken und die Abwehrkräfte im Körper stärken. Auch Milch-Drinks mit Kräuterzusätzen oder Erfrischungsgetränke wie ACE-Säfte, angereichert mit den Vitaminen C und E sowie Beta-Carotin, sind im Trend und sollen diesen zusätzlichen Nutzen im Körper entfalten. Ein weiterer Trend sind sogenannte Wellness-Drinks, die neben Vitaminen auch Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe enthalten.

Vermehrt werden auch sekundäre Pflanzenstoffe zur Anreicherung bestimmter Lebensmittel verwendet. So gibt es beispielsweise Müsliriegel oder Cornflakes, die mit Flavoniden versehen werden, oder Fruchtsäfte, die polyphenolreichen Grüntee-Extrakt beinhalten.

Was sind Pro- und Präbiotika?

Häufig also werden bestimmte Getränke oder auch Desserts mit unverdaulichen Kohlenhydraten versehen wie Inulin oder Oligofructose. Diese gelangen unverändert in den Dickdarm und dienen dort den Milchsäurebakterien als Nahrung. Bei diesen Zusatzstoffen handelt es sich nun um Präbiotika, die zum selben Ziel wie Probiotika führen, dies aber auf indirektem Weg. Da der Körper jedoch nur eine begrenzte Menge an unverdaulichen Kohlehydraten verträgt, sollten diese nur in Maßen verzehrt werden, da es durch überschüssiges Inulin im Körper zu Verdauungsstörungen und Durchfall kommen kann.

Probiotika sind demnach Lebensmittel mit lebenden Milchsäurebakterien, welche eine positive Wirkung auf die Darmflora haben. Bei Präbiotika handelt es sich dagegen um Ballaststoffe, die eine Steigerung des Wachstums oder der Aktivität von Darmbakterien hervorrufen. Zu diesen zählen Sauermilchprodukte aus dem Kühlregal wie Joghurt, Kefir oder Dickmilch, aber auch milchsauer vergorene Bohnen, Möhren oder Sauerkraut sind reich an diesen Bakterien.

Functional Food – notwendig oder überflüssig?

All diese positiven Eigenschaften, die solchen funktionellen Lebensmitteln zugeschrieben werden, sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Denn nur wenige Hersteller können den gesundheitlichen Mehrwert anhand wissenschaftlicher Studien belegen. Auch bleibt fraglich, ob der Körper diese zugesetzten Stoffe benötigt oder in der Lage ist, diese ausreichend selbst zu produzieren.

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