Wussten Sie schon… woher Pommes frites kommen?

Salzig, fettig, einfach köstlich – Pommes frites sind die wohl beliebteste Variante der Kartoffel. Gehören sie bei uns zu jedem Burger, in den Schwimmbad-Kiosk und zum Schnitzel, werden sie in anderen Ländern doch etwas edler verspeist. So etwa in Belgien, wo sie erfunden und zur Nationalspeise wurden. Sehr zum Ärger der Franzosen übrigens! Wir haben uns die frittierten Kartoffelstäbchen mal etwas genauer angeschaut.

Wie sind Pommes frites entstanden?

Die Geschichte der Pommes frites geht wohl bis etwa 1650 zurück, in einen besonders kalten Winter, nach Belgien. Die Maas, ein Fluss im heutigen Belgien, war zugefroren und man suchte nach einer Alternative zu den kleinen Fischen, die dort zur kalten Jahreszeit gefangen und mit Kopf und Schwanz frittiert wurden. So sollen sie stattdessen Kartoffeln in Streifen geschnitten und diese auf die gleiche Weise frittiert haben wie die kleinen Fische. Durch den hohen Fettgehalt waren die Pommes frites ein nahrhaftes Essen, besonders für ärmere Leute, da Kartoffeln oftmals billig zu erwerben waren. Pommes ist also das französische Wort für Kartoffeln und frites bedeutet frittiert, die frittierte Kartoffel war geboren!
Doch auch die Franzosen beanspruchen die Erfindung der Pommes frites für sich. Die Geschichte der französischen Pommes frites geht zurück bis in das Jahr 1789, auf die Pont Neuf, die älteste Brücke Paris. Hier sollen die Franzosen Frittiertes angeboten haben, unter anderem frittierte Kartoffelscheiben, die hier auch erfunden worden seien.
Woher sie nun auch immer kommen, wir lieben sie noch heute und essen sie in den unterschiedlichsten Varianten!

Wer isst Pommes frites wie?

Während Franzosen und wohl auch die Deutschen Pommes frites für gewöhnlich als Beilage zu Steak, Schnitzel, Burgern oder als Snack essen, verspeisen die Belgier die frittierten Kartoffelstangen am liebsten pur mit den verschiedensten, oftmals auch feinen, Saucen. Das Spezielle an den belgischen Pommes ist zudem ihre Zubereitung. So werden sie zweimal in heißem Fett gebrutzelt, um besonders knusprig und innen schön weich zu werden. Ebenso schälen und schneiden die guten Köche ihre Kartoffeln täglich frisch und verwenden Rinder- oder sogar manchmal Pferdefett zum Frittieren. Hierdurch bekommen die Pommes einen besonders intensiven Geschmack. Leider nichts für Vegetarier! Und essen die Franzosen ihre Pommes frites meistens mit der Gabel, so wählen die Belgier gerne ihre Finger, auch wenn es sich in Belgien um eine etwas vornehmere Speise handelt als in Frankreich oder auch Deutschland.

Welche Sauce zu Pommes frites?

In Deutschland geht nichts über Pommes rot weiß, Ketchup und Mayo dürfen also auf keinen Fall fehlen. In Belgien sieht das etwas anders aus. Hier stehen oftmals 20 oder gar mehr Saucen zur Auswahl, in die man die frittierten Kartoffelstangen tunkt. Auch hier aber ist Mayonnaise sehr beliebt, angereichert beispielsweise mit Gurkenstückchen und Chili. Mit Essig allerdings, wie es die Engländer gerne essen, oder mit den Saucen direkt obendrauf gibt es Pommes frites in Belgien nicht. Hierdurch weichen die Pommes zu schnell auf und verlieren ihre Knusprigkeit, wofür die belgischen Pommes ja bekannt sind!

Doch egal, welche Sauce, wie viel Salz und welche Beilage gewählt wird, Pommes frites sind und bleiben die köstlichste Beilage zu unseren Burgern! Wo es diese gibt, erfahrt Ihr übrigens hier: speisekarte.de.

Photo by Sweet Ice Cream Photography on Unsplash

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