Wussten Sie schon…wie man Lebensmittel richtig lagert?

Eine ausschweifende Vorratshaltung ist heute nicht mehr nötig, weil wir in der Regel jederzeit alle möglichen Lebensmittel kaufen können. Trotzdem sollen verschiedene Nahrungsmittel nach dem Kauf frisch und schmackhaft bleiben. Wer die Lebensmittel richtig lagert, der hat länger etwas von ihnen und muss seltener einkaufen gehen. Vor allem Obst, Gemüse und frische Backwaren verlieren außerdem sehr schnell an Frische und leiden dadurch an geschmacklichen und optischen Einbußen. Damit das nicht passiert, ist das Wissen über die richtige Lagerung der Nahrung wichtig.

Obst und Gemüse – auf die Herkunft kommt es an

Bei der Lagerung der vielfältigen Vitaminbomben im Kühlschrank spielt das Anbauland eine große Rolle. Stammen die Sorten aus Deutschland, so sollten sie im Kühlschrank gelagert werden. Handelt es sich hingegen um exotische Früchte, halten sie besser bei Zimmertemperatur. Zu diesen Südfrüchten zählen zum Beispiel Bananen, Mangos und verschiedene Zitrusfrüchte. Zu den Ausnahmen sind zählen Feigen und Kiwis – diese beiden Obstsorten fühlen sich im Gemüsefach des Kühlschranks deutlich wohler.

Ethylen lässt Obst schneller altern

Äpfel und Birnen sollten am besten im Keller gelagert werden, weil die trockene Kühle in diesen Räumlichkeiten das Obst länger frisch hält als es im Kühlschrank der Fall wäre. Alle frischen Lebensmittel also, welche den Stoff Ethylen enthalten und ihn nach außen abgeben, sind gesondert zu behandeln. Durch dieses Hormon wird der Reifeprozess von Obst und Gemüse im direkten Umfeld beschleunigt. Zu den betroffenen Lebensmitteln gehören Äpfel, Birnen, Aprikosen und Pflaumen. Diese Sorten sollten unbedingt getrennt von anderen frischen Lebensmitteln gelagert werden.

Übrigens: Äpfel sind häufig der Grund, warum Bananen schnell braun werden. Darum gilt, dass auch Äpfel und Bananen getrennt werden müssen.

Lose Lebensmittel gut verschlossen aufbewahren

Vor allem solche Nahrungsmittel, welche in eingeschweißter Verpackung gekauft werden, wie zum Beispiel Reis, Mehl, Cornflakes, Haferflocken usw., müssen nach dem Anbrechen wieder gut verschlossen werden.

Die entsprechenden Behälter sollten einfach verschließbar und möglichst luftdicht sein, um den Inhalt vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen. Vor allem im Sommer können offene Lebensmittel sonst schnell von Lebensmittelmotten, Ameisen oder Fliegen befallen werden.
Wenn die Tiere sich erst einmal eingenistet haben, werden sie häufig nicht sofort bemerkt und können sich entsprechend vermehren.

Wie beispielsweise Lebensmittelmotten. Sie verstecken sich hinter Schränken oder zwischen diesen, wo sie auch ihre Eier ablegen. Die Larven krabbeln dann in den Schrank und finden oft ein wahres Schlaraffenland vor: Mehl in Papiertüten, Nudeln und Reis in Plastikfolie, Schokolade und vieles mehr. Die kleinen Tierchen fressen sich durch die Verpackung und können zunächst fleißig wachsen und sich anschließend erneut vermehren.

Natürlich baut niemand wegen ein paar sichtbarer Lebensmittelmotten die gesamte Küche ab und so kommt es schnell dazu, dass die Larven und Motten im Schrank immer wieder auftauchen und man den Befall nicht in den Griff bekommt. Da hilft dann nur, Schlupfwespen gegen Motten einzusetzen oder gleich den professionellen Schädlingsbekämpfer zu bestellen.

Frische Backwaren am besten einfrieren

Brot neigt zur Schimmelbildung wie kaum ein anderes Lebensmittel. Aus diesem Grund sollte ein Laib Brot einem bereits aufgeschnittenen vorgezogen werden. Weil der Laib weniger Fläche bietet, können sich hier die Schimmelsporen nicht so schnell vermehren wie auf den einzelnen Scheiben. In ein Küchentuch gewickelt und in einen Brotkasten gelegt, hält sich das Brot einige Tage, büßt jedoch mehr und mehr an Geschmack ein. Der Aufbewahrungsort sollte allerdings regelmäßig gereinigt werden. Wer Krümel stetig entfernt, beugt Schimmel effektiv vor. Noch sicherer ist es, das Brot oder die Backwaren einzufrieren. Und das am besten portioniert, so dass das Auftauen schneller vonstattengeht.

Fisch und Fleisch verdirbt besonders schnell

Sowohl frischer Fisch als auch rohes Fleisch sollten zwischen 2 und 6 Grad Celsius gelagert werden – je kühler, desto besser. Sofern das Gerät ein separates Fach besitzt, sollten diese Lebensmittel im Fleisch- und Fischfach aufbewahrt werden, wo es besonders kühl ist. Wer eine Kühltasche zum Einkaufen mitnimmt, der sorgt dafür, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Auch diese Maßnahme hält Fisch sowie Fleisch länger frisch. Weil rohes Hackfleisch besonders empfindlich ist, muss es nach dem Kauf am besten noch am selben Tag verzehrt werden. Bei eingeschweißtem Fleisch sollte außerdem immer das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung geprüft werden. Es kann durchaus vorkommen, dass versehentlich Fleisch oder Fisch angeboten wird, dessen Haltbarkeitsdatum am gleichen Tag abläuft. Fisch sollte nach dem Kauf in einem Behälter aus Glas oder Porzellan gelagert und mit einer Folie abgedeckt werden.

Verinnerlicht man sich all diese Aufbewahrungstipps und lagert seine Lebensmittel gewissenhaft, spart mal Zeit und Geld und vermeidet überflüssigen Abfall durch zu schnell schlecht gewordene Lebensmittel.

Wo was wie schmeckt, erfahrt ihr wie immer jederzeit auf speisekarte.de.

Photo by Tim Gouw on Unsplash

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