Matetee

Wussten Sie schon… Mate?

Als Nationalgetränk Argentiniens und auch als das „Grüne Gold der Indos“ bekannt, hat sich Mate mittlerweile als Superfood etabliert. Das grünlich-gelbe Aufguss-Getränk sowie verschiedene Biermischgetränke oder Limonaden auf Mate-Basis sind mittlerweile in fast jeder Bar und auch in vielen Restaurants zu finden.

Was ist eigentlich Mate?

Mate ist ein aus den Blättern des Matestrauchs zubereitetes Aufguss-Getränk. Durch seinen einzigartigen Geschmack, welcher von erdig, rauchig und bitter bis hin zu süß reicht, hat Mate hohe Beliebtheit erlangt. Der Name Mate bezeichnet dabei eigentlich das Trinkgefäß aus dem der Tee traditionell getrunken wird. Die richtige Bezeichnung für die Blätter ist „Yerba Mate“. „Yerba“ bedeutet übersetzt Kraut.

Woher kommt Mate?

Die Matesträucher sind überwiegend im Parana-Becken, welches sich über Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay erstreckt, zu finden. Der dort beheimatete Indianerstamm der „Guarani“ gilt als Entdecker des Matetees. Die Guarani gehören zu den Ureinwohnern Südamerikas.

Der immergrüne Matestrauch wächst ideal bei dem subtropischen Klima in Südamerika. Dort kann der Matestrauch eine Höhe von 12 bis zu 14 Meter erreichen, der Stammdurchmesser kann bis zu 30 cm betragen. Wegen seiner Größe wird der Matestrauch auch häufig als Matebaum bezeichnet. Die Blätter des Matestrauchs zeichnen sich durch eine ebenfalls beeindruckende Größe aus. Die ovalen Blätter können bis zu 20 cm lang und bis zu 8 cm breit werden.

In Mateplantagen werden jedoch deutlich kleinere Züchtungen kultiviert.

Wie werden Mateblätter weiterverarbeitet?

Im südamerikanischen Winter, also bei uns von Mai bis September, findet die Ernte der Matesträucher statt. Es werden ganze Äste, die ein Alter von zwei Jahren haben, abgeschlagen. Die Blätter werden anschließend entweder geröstet oder fermentiert.

Bei der Fermentation werden die Blätter für einen Monat bei 50 – 60 Grad Celsius getrocknet und anschließend nochmals auf 400 Grad Celsius hocherhitzt. Dieser Mate wird „Taragin“ genannt und ist in Deutschland als grüner Mate bekannt.

Der geröstete Mate zeichnet sich durch einen besonders rauchigen Geschmack aus. Die ganzen Äste werden dabei in einer Trommel über dem Feuer geröstet. Die dadurch gewonnene Matesorte wird „real Mate“ genannt. Diese Herstellungsmethode wird jedoch nur noch selten verwendet, da hierbei häufig polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen, die angeblich krebserregend sind.

Sowohl fermentierte als auch geröstete Mateblätter werden solange getrocknet bis sie nur noch über eine geringe Restfeuchtigkeit (ca. 8-9 Prozent) verfügen. Anschließend werden die Blätter zerkleinert oder zu Pulver gemahlen.

Wie wird Matetee zubereitet?

Für die Zubereitung des Matetees gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Geschmack individuell variieren können. Traditionell braucht man für die Zubereitung von Matetee eine Kalebasse, eine Bombilla, Mateblätter und heißes, aber nicht kochendes, Wasser.

Die Kalebasse

Die Kalebasse ist das Gefäß aus welcher traditionell Matetee getrunken wird. Es handelt sich bei der Kalebasse um das ausgehöhlte und getrocknete Stielende eines Flaschenkürbisses. Der Flaschenkürbis wird hierfür getrocknet und anschließend ausgehöhlt. Die Feste Schale ist sehr stabil und lässt kein Wasser durch. Mittlerweile wird auch häufig eine Kalebasse aus Holz, Porzellan oder Plastik verwendet.

Die Bombilla

Die Bombilla ist ein Strohhalm aus Metall. Am Ende der Bombilla ist ein Sieb, sodass grobe Mateblätter beim Trinken abgehalten werden. Um auch feine Blätter abzuhalten, wird häufig zusätzlich ein Nylon- oder Stoffbeutel über das Sieb gezogen.

Ein Set aus Kalebasse und Bombilla können Sie auch ganz einfach online erwerben.

Die Zubereitung

Damit auch Ihr Matetee gelingt, finden Sie hier eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung von Matetee

  1. Die Kalebasse bis zur Hälfte mit Mateblätter füllen. Je nach Geschmack können auch mehr oder weniger Blätter verwendet werden.
  2. Die Kalebasse mit der Hand verschließen und gut Schütteln. Dadurch fallen die groben und größeren Mateblätter nach unten und die feinen Blätter liegen oben.
  3. Die Blätter mit dem Finger kurz anfeuchten und an die Seite drücken. Dadurch kann die Bombilla so platziert werden, dass nicht direkt Mateblätter angesaugt werden.
  4. Das heiße Wasser entlang der Bombilla einfüllen, damit die Mateblätter in ihrer Position bleiben.

Der erste Matetee ist meist sehr bitter, deswegen wird diese häufig weggeschüttet oder traditionell vom Gastgeber getrunken. Anschließend können weiter Aufgüsse gemacht werden. Sobald die Blätter schwimmen oder sich keine Bläschen mehr auf den Blattstücken bilden, sind diese aufgebraucht und sollten ausgetauscht werden.

Der Matetee kann auch wie normaler Tee mit einem Teesieb zubereitet werden. Wichtig ist nur, dass niemals kochendes Wasser verwendet wird.

Neben der herkömmlichen Zubereitung des Matetees gibt es einige leckere Rezepte, für die Sie die getrockneten Blätter verwenden können. Eine kleine Auswahl haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

Mate-Eistee mit Himbeeren

Dieses Getränk ist eine hervorragende Abwechslung zu den klassischen Eistee-Sorten wie Zitrone oder Pfirsich. Der Tee wird hier nach der Zubereitung mit Himbeeren und Zitronenmelisse verfeinert.

Mate-Eis mit Papaya

Für eine Abkühlung an heißen Sommertagen sorgt ein Mate-Eis mit Papayastücken. Hierfür wird der Matetee (am besten mit einem Mixer) zu feinem Pulver gemahlen.

Belebende Matekekse

Als Energielieferant für zwischendurch eignen sich Matekekse hervorragend! Das enthaltene Koffein macht Sie schnell wieder fit für das nächste Meeting. Außerdem ist der leckere Snack vegan und gut als Begleiter für den Nachmittagskaffee geeignet!
Für dieses Rezept mahlen Sie die Blätter wie für das Eis wieder mit einem Mixer oder verwenden einen Mörser und ein feines Sieb. Das Pulver kann dann zur Herstellung des Teiges verwendet werden.

Wo gibt es Matetee?

Mittlerweile gibt es Matetee in fast jedem Supermarkt und auch in Eine-Welt-Läden. Beim Kauf sollte auf zwei Dinge geachtet werden:

  1. Das Herkunftsland
    Der Matetee sollte aus Südamerika kommen. Kommt der Tee aus Europa, handelt es sich nicht um echten Matetee.
  2. Die Sorte
    Zwar ist es Geschmackssache, ob geröstete oder fermentierte Mateblätter gekauft werden. Jedoch sollte man immer bedenken, dass geröstete Mateblätter angeblich krebserregende Stoffe beinhalten.

Wie gesund ist Matetee?

Im Matetee sind über 250 verschiedene Inhaltsstoffe enthalten. Der Matetee enthält neben Koffein, Theophyllin, ätherischen Ölen und Vanillin auch die Vitamine A, B1, B2 und Vitamin C.

Allgemein wirkt Matetee konzentrationsfördernd und leistungssteigernd. Das Koffein hilft gegen Ermüdungserscheinungen. Matetee ist also, genau wie Kaffee, ein wahrer Muntermacher.

Zusätzlich regt Matetee den Stoffwechsel an und wirkt harntreibend. Auch wird Matetee eine hungerstillende Wirkung nachgesagt, weshalb er auch ein guter Diätbegleiter ist.

Genau wie Kaffee sollte Matetee allerdings nicht im Übermaß genossen werden. Gegen die ein oder andere Tasse ist jedoch nichts einzuwenden, denn nicht umsonst wird das Mategetränk von den Inkas auch als „Trank der Götter“ bezeichnet.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

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