Feuerzangenbowle

Was ist eigentlich… Feuerzangenbowle?

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Die Zubereitung ist ein wahres Schauspiel, der Verzehr ein purer Genuss und auch am nächsten Tag hält bisweilen die Wirkung des Getränks noch nach: Die Rede ist von der Feuerzangenbowle. Zur Adventszeit und an Weihnachten ist das Heißgetränk besonders beliebt. Egal ob am Weihnachtsmarkt, zuhause vor dem Sofa oder auf einer Weihnachtsfeier. Die Feuerzangenbowle ist allseits verbreitet.

Was ist Feuerzangenbowle?

Bei der Feuerzangenbowle handelt es sich um einen Rotweinpunsch, der zumeist mit hochprozentigem Rum zubereitet wird.

Woher kommt die Feuerzangenbowle?

Der Ursprung des Heißgetränks ist nicht bekannt. Angeblich war es schon im römischen Reich beliebt. Fakt ist jedoch, dass es früher in jedem Haushalt eine Feuerzange gab, um glühende Holzkohlen aus dem Kamin zu entnehmen. Auch der Zucker war nur in Form eines Zuckerhuts erhältlich und wurde deshalb zur weiteren Verwendung geschmolzen. Irgendwann entstand die Idee den tropfenden Zucker in einem Kessel mit Punsch aufzufangen. So könnte die Feuerzangenbowle entstanden sein.

Die Herkunft des Getränks ist nicht so einfach herzuleiten, aber die Bildung des Namens ist eindeutig. Für die Zubereitung wird eine Feuerzange benötigt und es handelt sich um eine Bowle. Zwar gehen auch hier die Meinungen auseinander, da es sich bei einer Bowle eigentlich um ein kaltes Getränk handelt, aber die Feuerzangenbowle ist einfach besonders.

Wie macht man Feuerzangenbowle?

Die Zubereitung der Feuerzangenbowle ist ein wahres Spektakel. Bevor Sie mit der Zubereitung beginnen, sollten Sie sichergehen, dass Sie über die folgenden Utensilien verfügen:

  • Kupferkessel, oder ein anderer Topf
  • Feuerzange aus Edelstahl
  • Feuerfeste Kelle

Häufig kann man auch ein komplettes Feuerzangenbowle-Set kaufen. Dieses beinhaltet dann alles, was man für das Schauspiel braucht.
Die restlichen Zutaten müssen jedoch extra gekauft werden. Zur Zubereitung von Feuerzangenbowle (für circa 8-10 Portionen) benötigt man die folgenden Zutaten:

  • 2 Orangen
  • 2 Zitronen
  • 2 Zimtstangen
  • 3-4 Gewürznelken
  • 1,5 Liter Rotwein
  • 0,5 Liter Orangensaft
  • 0,5 Liter Rum
  • 1 Zuckerhut

Für die perfekte Feuerzangenbowle zunächst die Zitrusfrüchte waschen und in feine Scheiben schneiden. Achten Sie darauf, dass sie BIO-Obst verwenden, da hier die Schalen nicht mit Pestiziden belastet sind. Erhitzen Sie dann den Wein, den Orangensaft, die Gewürznelken und die Zimtstange und geben Sie die Früchte hinzu. Der Punsch sollte niemals kochen, da ansonsten die Aromen verfliegen. Nach circa zwei Stunden die Gewürze und die Früchte abgießen.
Damit das Heißgetränk noch eine entsprechende Süße erhält, kommt jetzt der Zuckerhut zum Einsatz.

Das sogenannte Flambieren ist der spektakulärste Teil bei der Zubereitung der Feuerzangenbowle. Platzieren Sie den Zuckerhut auf den Topf und beträufeln Sie diesen mit Rum. Danach die Kelle mit Rum füllen und anzünden. Der brennende Rum wird über den Zuckerhut gegossen, sodass dieser langsam schmilzt und der karamellisierte Zucker in den Topf tropft. Immer wieder Rum mit einer Kelle über den Zuckerhut nachgießen, bis die Bowle nach Geschmack gesüßt ist.

Aber Achtung! Geben Sie den Rum niemals direkt aus der Flasche über den Zuckerhut. Es könnte sich eine gefährliche Stichflamme bilden.
Um die Zubereitung besser zu verdeutlichen, finden Sie in dem folgenden Video eine ausführliche Anleitung für die perfekte Feuerzangenbowle:

Was für ein Wein eignet sich zur Zubereitung?

Für die Zubereitung von Feuerzangenbowle eignet sich am besten ein trockener Rotwein. Durch den karamellisierten Zucker wird dieser entsprechend gesüßt und die Feuerzangenbowle erhält ihren leckeren Geschmack. Spätburgundern oder Dornfelder eignen sich beispielsweise besonders gut zur Zubereitung des Heißgetränks (Rezept).

Warum brennt die Feuerzangenbowle?

Der brennende Zuckerhut ist das Highlight bei der Zubereitung der Feuerzangenbowle. Das besondere hierbei: Zucker brennt eigentlich nicht, sondern er schmilzt lediglich. Deswegen wird ein Katalysator zum Entzünden benötigt: Der Rum. Der Rum muss mindestens einen Alkoholgehalt von 54 Prozent aufweisen, da er so am besten entzündet werden kann.

Der Film „Feuerzangenbowle“

Zwar geht die Geschichte der Feuerzangenbowle weit zurück, ihren Durchbruch als Heißgetränk hatte Sie jedoch erst 1944, als der gleichnamige Film mit Heinz Rühmann erschien. In diesem Film sinnieren zu Beginn mehrere Männer bei einer Tasse Feuerzangenbowle über ihre Schulzeit. Der Hauptdarsteller Johannes Pfeiffer kann nicht mitreden, da er privat unterrichtet wurde. In der weiteren Handlung des Films geht er dann erneut zur Schule.
Der Anfang ist auch die einzige Sequenz, in der die Feuerzangenbowle ihren Auftritt hatte. Aber durch die große Beliebtheit des Films stieg auch die Bekanntheit der Feuerzangenbowle.

Wussten Sie schon… Feuerzangenbowle?

Es werden an verschiedenen deutschen Universitäten jährliche Feuerzangenbowle-Partys veranstaltet. Zu diesen Veranstaltungen wird der Film gemeinsam mit einem Gläschen geschaut. 2010 erschienen an der Universität Göttingen beispielsweise 9.000 Studenten zu diesen Partys.

Zum Schluss noch ein kleines Zitat von Heinz Spoerl zur Feuerzangenbowle: „Eine Feuerzangenbowle ist keine Bowle. Sie ist ein Mittelding zwischen Gesöff und Hexerei. Bier sackt in die Beine. Wein legt sich auf die Zunge. Schnaps kriecht ins Gehirn. Eine Feuerzangenbowle geht ans Gemüt.“

Wenn Sie trotzdem ein Fan der Feuerzangenbowle sind, sollten Sie diese direkt ausprobieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

 

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