verschiedene Kürbisse

Wie isst man… Kürbis?

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestPrint this pageEmail this to someone

Im Herbst ist er fast vor jeder Haustür zu finden. Zu Halloween hat er Hochsaison, dabei ist der Kürbis so viel mehr als Dekoration sondern auch richtig lecker und vielseitig!

Was ist der Kürbis?

Der Kürbis ist ein Fruchtgemüse und bildet die eigene Gattung der Kürbisgewächse. Mit über 850 verschiedenen Arten aus 100 Kürbisgattungen ist diese Pflanzengattung sehr vielfältig. Die Sorten unterscheiden sich sowohl in Farbe, Form als auch Gewicht. So findet man rote, blaue, schwarze, grüne und selbstverständlich auch orange Kürbisse in rund, oval oder flaschenförmig. Auch die Größe ist sehr unterschiedlich. So gibt es ganz kleine Kürbisse mit einem Gewicht von lediglich 50g, aber auch Riesenkürbisse, die bis zu 1,2 Tonnen (aktueller Weltrekordhalter Stand Oktober 2016) schwer werden können.

Welche Kürbissorten gibt es?

Die große Anzahl an unterschiedlichen Sorten lässt sich jedoch noch weiter unterteilen. So sind nur knapp 200 Sorten genießbar und somit zum Verzehr geeignet. Auch wird zwischen Sommer- und Winterkürbissen unterschieden. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, haben Sommerkürbisse von Juli bis August Saison, z.B. der Spaghetti-Kürbis. Winterkürbisse hingegen haben von September bis November Erntezeit. Beispiele für Winterkürbisse sind der Hokkaido-Kürbis, der Butternuss- oder auch Butternut-Kürbis und der Muskatkürbis.

Eine Übersicht ausgewählter Kürbissorten zeigt Ihnen die nachfolgende Abbildung:

Überblick_verschiedene_KürbissortenNoch mehr Kürbissorten und wodurch sich diese auszeichnen finden Sie im Kürbislexikon von ichkoche.at.

Was kann man mit Kürbis machen?

Die große Sortenvielfalt lässt bereits auf viele unterschiedliche Zubereitungsmöglichkeiten schließen. Egal ob gekocht, gedünstet, gebacken, gebraten, gegart oder gegrillt. Der Kürbis ist universal einsetzbar und manche Kürbissorten können sogar roh verzehrt werden, wie zum Beispiel der Patisson oder der Muskatkürbis.
Bei anderen Kürbissorten muss man stattdessen bei der Zubereitung vorsichtig sein.

Warum ist Kürbis giftig?

Kürbisse können, genau wie die Zucchini, Cucurbitacine enthalten. Diese Bitterstoffe sind giftig und können zu Verdauungsproblemen und beim Verzehr größerer Mengen auch zum Tod führen. Deshalb gilt: Wenn der Kürbis bitter schmeckt, sollte er nicht verzehrt werden.
Aber auch in manchen Kürbisschalen ist dieser Bitterstoff enthalten. Deswegen haben wir die Zubereitungsformen für die beliebtesten Kürbissorten genauer unter die Lupe genommen.

Wie wird Kürbis zubereitet?

Alle Kürbisse sollten vor der Weiterverarbeitung gründlich gewaschen werden.
Der Hokkaido-Kürbis ist vermutlich der beliebteste Kürbis der Deutschen. Grund ist der leicht nussige Geschmack, der sich perfekt für die Zubereitung verschiedener Gerichte, wie zum Beispiel Kürbissuppe, eignet. Wenn Sie den Kürbis in Ihrer eigenen Küche genießen wollen, gehen Sie am besten wie folgt vor: Zunächst den Stiel des Kürbisses abschneiden. Anschließend das Fruchtgemüse halbieren und die Kerne und Fasern mit einem Löffel entfernen. Der Kürbis kann nun beliebig weiterverarbeitet werden.
Die Schale des Hokkaido-Kürbisses kann ohne Bedenken mitgegessen werden. Diese wird beim Kochen weich und enthält einen großen Anteil an Beta-Carotin. Der auch als Vitamin A bekannte Stoff ist gut für die Sehkraft und kann der Hautalterung sowie Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen.

Der Butternuss-Kürbis hingegen muss vor der Weiterverarbeitung geschält werden. Danach den oberen Teil des Kürbisses abschneiden. Im unteren Teil befinden sich die Kerne und Fasern, diese sollten genau wie beim Hokkaido-Kürbis mit einem Löffel entfernt werden.

Beim Muskatkürbis sollte hingegen aufgrund seiner Größe zunächst eine Spalte herausgeschnitten werden. Aus dieser Spalte können dann die Fasern und Kerne und danach die Schale entfernt werden.

Nachdem der Kürbis von den Kernen und dem Fruchtfleisch befreit wurde, kann er beispielsweise zu Kürbisbrot, Kürbis-Risotto, Kürbissuppe, Kürbis-Tarte, Kürbis-Muffins und noch vielem mehr weiterverarbeitet werden. Eine Übersicht verschiedener Rezepte finden Sie am Ende dieses Artikels.

Was mit den Kürbiskernen machen?

Unser Tipp für Sie: Die Kerne der verschiedenen Kürbisse nicht wegwerfen! Stattdessen können Sie diese rösten: Kürbiskerne sind ein leckerer und vor allem gesunder Snack für Zwischendurch. Eine Anleitung zum Rösten von Kürbiskerne zeigt das nachfolgende Video:

Warum ist Kürbis gesund?

Der Kürbis schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch sehr gesund. Die meisten Kürbissorten sind sehr kalorienarm, enthalten jedoch viele Mineralstoffe sowie Ballaststoffe. Neben Kalium, das gut für Herz, Muskeln und Nerven ist, enthalten die meisten Kürbissorten auch Kieselsäure. Aber auch das für die orange Farbe der meisten Kürbisse mitverantwortliche Beta-Carotin ist nicht nur in der Schale des Hokkaido-Kürbis zu finden.

Die Kürbiskerne hingegen gelten als wahre Glücklichmacher. Grund dafür ist, dass Kürbiskerne die Bildung des Botenstoffs Serotonin begünstigen. Zusätzlich helfen sie gegen Prostataleiden und sind gut für das Herz-Kreislauf-System sowie bei Blutdruckbeschwerden.

Kürbiskernöl hingegen senkt den Cholesterinspiegel und stärkt das Immunsystem.

Wie Kürbis lagern?

Darüber hinaus lässt sich der Kürbis sehr gut lagern. Mehrere Monate kann frischer Kürbis aufbewahrt werden, wenn die Schale unversehrt ist, der Kürbis also noch ganz ist und der Stil vorhanden ist. Voraussetzung ist jedoch auch, dass der Lagerort ausreichend belüftet, kühl und trocken ist.

Noch ein kleiner Tipp für den Einkauf: vor dem Kauf sollte der Kürbis auf Frische geprüft werden. Dafür sollte zunächst auf den Stiel geachtet werden. Wenn dieser holzig ist, ist der Kürbis frisch. Auch die Klopfprüfung gibt Aufschluss über die Frische des Gemüses. Wenn der Kürbis hohl klingt, dann ist er frisch.

Leckere Kürbisrezepte?

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, aber noch keine Ideen für die Zubereitung haben, haben wir noch einige Rezepte für Sie rausgesucht.

Der Muskatkürbis eignet sich perfekt zur Zubereitung dieser Kürbis-Tomaten-Quiche (Rezept) oder von Kürbis-Hummus (Rezept).

Wenn Sie lieber den Butternuss-Kürbis ausprobieren möchten, empfehlen wir dieses Kürbis-Curry mit Ei (Rezept) oder Butternutkürbis-Suppe (Rezept).

Der Patisson-Salat mit Aprikosen (Rezept), hört sich zunächst ungewohnt an, aber schmeckt bestimmt köstlich.

Und auch gefüllte Bischofsmütze (Rezept) mit Champignon, Kokosmilch und Tofu ist ein leckeres veganes Rezept.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

Schreibe einen Kommentar