Pfifferlinge

Kulinarische Redewendungen: Keinen Pfifferling wert

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Er gilt als wahre Delikatesse: Der Pfifferling. Ob zu Wild, auf der Pizza oder auch als Suppe, im Sommer hat der Pfifferling Saison. Der Pilz zeichnet sich durch eine leicht pfeffrige Note aus. Dabei überzeugt nicht nur das Aroma des Pfifferlings, sondern auch seine Inhaltsstoffe sind sehr gesund. Nicht ohne Grund zählt der Pfifferling also zu den teuersten Pilzsorten. Was hat es aber dann mit der Redewendung „Das ist keinen Pfifferling wert“ auf sich?

Bedeutung und Herkunft der Redewendung

Die Redewendung hat ihren Ursprung angeblich im 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war der Pfifferling eine der am häufigsten vorkommenden Pilzsorten. Somit war er sehr weit verbreitet und wertlos. Er galt als Armeleuteessen. Daher wird auch die Aussage „etwas ist keinen Pfifferling wert“ verwendet, wenn etwas wertlos bzw. unbedeutend ist.

Das Gold des Waldes

Heute ist jedoch genau das Gegenteil der Fall! Bisher ist es nicht gelungen, den Pfifferling zu züchten, deshalb muss dieser Pilz noch von Hand im Wald gepflückt werden und ist dadurch sehr teuer. Im Supermarkt kommt die Delikatesse dabei meistens aus osteuropäischen Ländern wie Litauen, Polen und Weißrussland.
Der Pfifferling wird wegen der schwierigen Beschaffung, sowie seiner gelblichen Farbe auch „Gold des Waldes“ genannt.

Oder doch ganz anders?

Oder hat die Redewendung überhaupt nichts mit dem Pfifferling zu tun? Manche vermuten, dass mit der Bezeichnung „Pfifferling“ in der Redewendung überhaupt nicht der Pilz gemeint ist. Vielmehr leitet sich das Wort von der fünf Pfenning Münze, die umgangssprachlich als „Fünferle“ bezeichnet wurde ab. So wurde aus dem „Fünferle“, im Dialekt gesprochen, der „Pfifferle“ und schließlich der „Pfifferling“.

Die Redewendung in anderen Sprachen

Dieser Ursprung wäre auch im Einklang mit der englischen Übersetzung „not worth a penny“. Hier wird ebenfalls Bezug auf die britische Währung genommen.

Zurück zum Pfifferling

Da aber im Moment der Pfifferling Saison hat und wir wahre Liebhaber dieser Delikatesse sind, haben wir für Sie noch einige kulinarische Highlights rausgesucht.

Ideal bei diesen heißen Temperaturen ist Geröstetes Brot mit gebratenen Pfifferlingen (Rezept). Als deftige Gerichte bietet sich Gnocchi mit Pfifferlingen und Ofentomaten (Rezept) oder Pasta mit Pfifferlingen und brauner Butter (Rezept) an.

Ganz klassisch ist beispielsweise dieses Risotto mit Pfifferlingen (Rezept). Etwas ausgefallener ist hingegen Flammkuchen mit Pfifferlingen (Rezept).

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren! Wenn Sie keine Lust zum Kochen haben, finden Sie ein passendes Restaurant, wie immer auf speisekarte.de. Gleich vorbeischauen und nach Restaurants mit Pfifferling auf der Speisekarte finden!

 

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