gepelltes hart gekochtes Ei

Kulinarische Redewendungen: Wie aus dem Ei gepellt

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Ostern steht vor der Tür und am Wochenende dreht sich alles, um die Ostereier. Die Kleinen gehen auf Eiersuche und die Erwachsenen geben alles dafür, um „wie aus dem Ei gepellt“ auszusehen. Was es mit dieser Redewendung auf sich hat und warum sich an Ostern alles um das Ei dreht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Bedeutung der Redewendung

Der Ausdruck „wie aus dem Ei gepellt“ wird in der Umgangssprache häufig verwendet und steht für ein sehr gepflegtes Äußeres. So werden besonders gut gekleidete Menschen als „wie aus dem Ei gepellt“ bezeichnet.

Herkunft der Redewendung

Die Formulierung „wie aus dem Ei gepellt“ oder auch „wie aus dem Ei geschält“ fand bereits im 15. Jahrhundert Verwendung. Dem Ursprung des Sprichworts gehen zwei Theorien zu Grunde. Auf der einen Seite, sieht ein frisch gepelltes Ei völlig makellos aus. Auf der anderen Seite wird mit dieser Redewendung assoziiert, dass ein frisch geschlüpftes Küken neu auf der Welt sowie damit verbunden völlig sauber und frei von Dreck und damit ebenfalls absolut makellos erscheint.

In anderen Sprachen

Auf Englisch wird dagegen etwas besonders Makelloses als „spick-and-span“ und im Französischem mit „tiré à quatre épingles“ bezeichnet. Diese Floskeln werden jedoch auch mit „wie aus dem Ei gepellt“ übersetzt und enthalten die gleiche Bedeutung.

Das Ei und Ostern

Das Ei steht besonders zum Osterfest im Mittelpunkt. Auch hier kann kein eindeutiger Grund für die starke Bedeutung der Eier vorgelegt werden und hat mehrere Ursachen der Verwendung. Einerseits steht im Christentum das Ei für erwachendes Leben und somit für die Auferstehung Jesu. So schlüpft aus dem scheinbar leblosen Ei ein lebendiges Küken und damit neues Leben. Andererseits waren früher Eier während der Fastenzeit verboten, da diese als „flüssiges Fleisch“ galten. Die Hühner legten jedoch weiterhin Eier. Damit diese nicht verdarben, wurden sie gekocht und nach der Fastenzeit verzehrt. Zudem war nach der 40 tägigen Fastenzeit die Lust auf Eier besonders groß.

Weitere Redewendungen mit Ei

Aber nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über und in vielen verschiedenen Situationen haben Sprichwörter in Verbindung mit Eier Einzug in unsere Alltagssprache erhalten.

So wird beispielsweise der umgangssprachliche Ausdruck „jemanden auf die Eier gehen“ als Synonym für jemanden nerven verwendet. Auch die Formulierung „wie ein rohes Ei behandeln“ wird regelmäßig anstelle für „vorsichtig“ benutzt. Wenn stattdessen zwei Menschen in Aussehen oder Charakter völlig identisch sind, „gleichen sie sich, wie ein Ei dem Anderen“. Und von „ungelegten Eiern“ spricht man, wenn etwas noch nicht spruchreif ist.

Rezepte für Ostern

Doch an Ostern dreht sich nicht alles um die Ostereiersuche! Viele köstliche Leckerbissen verzaubern uns an dem langen Osterwochenende. Einige leckere Rezepte und tolle Gaumenschmäuse zum Nachkochen haben wir deswegen für Sie zusammengesucht.

Wie wäre es mit Osternest-Limetten-Tartelettes (Rezept) oder diesen Aprikosen-Quark-Teilchen aus Blätterteig (Rezept)? Wenn Sie stattdessen lieber deftige Gerichte bevorzugen, könnten Sie diesen Möhrenkuchen mit Frischkäse-Topping (Rezept) oder eine Kartoffel-Bärlauch-Suppe (Rezept), passend für die Bärlauchsaison, ausprobieren.

Und für die Durstigen unter Ihnen eignet sich perfekt dieser Eierlikör mit Vanille (Rezept).

Viel Spaß beim Ausprobieren der Rezeptideen!

Wenn Sie stattdessen Ostern lieber im Restaurant verbringen möchten, finden Sie ein geeignetes Restaurant in Ihrer Nähe auf speisekarte.de.

Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Osterwochenende und viel Erfolg bei der Eiersuche!

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