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Kräuter- und Gewürzkunde: Knoblauch

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Beim Knoblauch scheiden sich häufig die Geister! Während manche Menschen nicht genug von diesem Gewürz bekommen können, vergeht Anderen schon allein beim Geruch von Knoblauch der Appetit. Dabei ist Knoblauch nicht nur sehr beliebt zum Kochen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Aus diesem Grund wird auch jährlich am 19. April der Tag des Knoblauchs gefeiert!

Die Pflanze Knoblauch

Knoblauch gehört zu den Zwiebelgewächsen. Der lateinische Name der Pflanze ist „Allium sativum“. Die deutsche Namensgebung des Knoblauchs kommt von dem althochdeutschen Wort „klioban“, was so viel wie „spalten“ bedeutet.

Somit deutet der Name bereits auf das Aussehen der Knoblauchzehen hin. Die Knoblauchpflanze an sich kann bis zu 90 Zentimeter hoch werden. Die Zwiebel unter der Erde hat eine weiße oder rötliche Schale und besteht aus mehreren einzelnen Zehen.

Geschichte und Mythen

Der Knoblauch wurde bereits vor 5.000 Jahren in Zentralasien angebaut. Im alten Ägypten wurde er als Grabbeigabe für die Pharaonen verwendet und zusätzlich den Sklaven verabreicht, damit diese härter arbeiten konnten. Ein weltweit verbreiteter Aberglaube ist auch, dass Knoblauch gegen Vampire helfen und von bösen Geistern beschützen soll. Der Grund für die Entstehung dieser Mythen ist der intensive Geruch des Knoblauchs, der den Feind abschrecken soll.

Der intensive Knoblauchgeruch

Nach dem Verzehr von Knoblauch ist der intensive Geruch häufig noch am nächsten Tag zu bemerken. Angeblich sollen Ingwer und Milch den Knoblauchgeruch vorübergehend neutralisieren oder auch Chlorophyllkapseln helfen gegen den häufig unangenehmen Geruch. Vorbeugend empfehlen wir gedünsteten Knoblauch statt rohen Knoblauch zu verwenden, da dieser angeblich weniger geruchsintensiv ist. Und wenn gar nichts helfen sollte, überreden Sie Ihre Mitmenschen doch am besten zum Mitessen der folgenden Rezepte.

Rezepte mit Knoblauch

Zum Würzen wird der Knoblauch vor allem in der mediterranen Küche verwendet. Klassische Rezepte sind dabei Tzatziki (Rezept) oder Spaghetti Aglio e Olio (Rezept nach Jamie Oliver). Aber auch gebratene Zucchini mit Knoblauch-Sauce (Rezept) oder Spinat in Knoblauch und Sojasauce gebraten (Rezept) hören sich sehr lecker an.

Ein weiteres verführerisches Gericht ist diese Rosenkohl-Kartoffelpfanne mit Ei, Bacon und Knoblauch-Schmand (Rezept).

Wenn Sie gar nicht genug von Knoblauch bekommen können, empfehlen wir ein selbstgemachtes Knoblauchöl (Rezept).

Dabei schmeckt Knoblauch nicht nur lecker, sondern kommt auch Ihrer Gesundheit zu Gute.

Wirkung von Knoblauch

Knoblauch wirkt beispielsweise blutdrucksenkend und hilft bei der Regulierung des Cholesterinspiegels. Zusätzlich soll er Thrombosen und Schlaganfällen vorbeugen und er hilft in angemessenen Mengen auch bei Darmproblemen.

Knoblauch anbauen

Damit Sie in den vollen Genuss des Knoblauchs kommen und von seiner positiven Wirkung profitieren, können Sie diesen auch einfach selbst anpflanzen, denn der Anbau im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon gestaltet sich sehr einfach.

Die Pflanzen können im Herbst und im Frühjahr gepflanzt werden. Die Zehen sind einfach, wie Blumenzwiebeln, in die Erde zu setzen. Um zu gedeihen, braucht Knoblauch warmen, lockeren Boden mit sonniger Lage. Die Pflanze sollte auch nur mäßig gegossen und Staunässe vermieden werden, da dadurch die Knolle faulen könnte.

Eine ausführliche Anleitung zum Anbau von Knoblauch finden Sie in dem folgenden Video:

Knoblauch ist auch ideal für den Anbau in Mischkulturen geeignet. Wird er zwischen Erdbeeren, Gurken oder Karotten gepflanzt, hilft er dabei Blattläuse von diesen Pflanzen fernzuhalten.

Sollten Sie jetzt Lust auf ein leckeres Knoblauchgericht haben und nicht bis zur Ernte warten wollen, finden Sie Restaurants mit Knoblauch auf der Speisekarte auch auf speisekarte.de.

Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

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