schwarzer Tee (Camellia Sinensis) in Teetassen

Kräuter- und Gewürzkunde: Camellia sinensis

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5,2 Tonnen Tee wurden im Jahr 2015 weltweit produziert, damit zählt Tee zu einem der populärsten Getränk der Welt. Aber nur Teesorten, die von der Camellia sinensis gewonnen werden, dürfen sich tatsächlich Tee nennen. Aus diesem Grund sind Kamillentee oder Früchtetee eigentlich nur teeähnliche Getränke. Welche Sorten wirklich Tee sind und was das Besondere an der Teepflanze Camellia sinensis ist, wollen wir Ihnen in diesen Artikel vorstellen.

Die Camellia sinensis

Diese Pflanze hat ihren Ursprung in den subtropischen Bergtälern Südostasiens. Es wird zwischen den beiden Sorten Chinatee (Camellia sinensus var. sinensis) und Assamtee (Camellia sinensus var. assamica) unterschieden.

Während der Chinatee aus China stammt, hat der Assamtee seinen Ursprung im Dschungel von Assam in Indien. Diese Pflanze ist deutlich robuster und widerstandsfähiger als der Chinatee. Heutzutage werden meist Mischformen der beiden Sorten angebaut, weswegen allgemein von der Camellia sinensis gesprochen wird.

Diese Pflanze zählt zu den Kamelien (Camellia) und Sinesis bedeutet „aus China“. Daher erhielt die Teepflanze ihren Namen Camellia sinensis.

Anbaugebiete und Aussehen der Camellia sinensis

Die Teepflanze wird in Indien, Sri Lanka, China, Afrika oder Südamerika angebaut. Sie ist weit verbreitet und häufig das wichtigste Exportgut dieser Länder.

Die Camellia sinensis kann je nach Umgebung bis zu 15m hoch werden. Meistens wird sie jedoch als Strauch gehalten, um die Ernte zu erleichtern. Die Blätter sind gezackt und lederartig und verfügen über ein dunkles Grün. Die Blüten der Pflanze ähneln in der Farbe deutlich den Kirschblüten.

Weiße Blüte der Teepflanze (Camellia Sinensis)

Eine Pflanze, viele Sorten

Aus der Teepflanze können bis zu sechs verschiedene Sorten Tee gewonnen werden. Darunter fallen unter anderem grüner Tee, schwarzer Tee oder auch weißer Tee. Der Unterschied in Geschmack, Aussehen und Wirkung dieser drei Sorten entsteht durch die unterschiedliche Herstellung.

Grüner Tee

Die Gewinnung von grünen Tee verläuft in drei Schritten. Die Blätter der Camellia sinensis werden nach dem Welken mit Wasserdampf oder trockener Hitze gedämpft. Anschließend werden die Blätter zusammengerollt und getrocknet.

Im Gegensatz zum schwarzen Tee findet hier keine Fermentation statt. Dadurch ist der grüne Tee aromatischer und verfügt über einen milden, leicht blumigen Geschmack.

Grüner Tee eignet sich ideal als Creme zur Bekämpfung von Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Ekzeme, Akne oder Verbrennungen.

Schwarzer Tee

Für den schwarzen Tee werden ebenfalls die Blätter verwendet. Diese müssen zunächst welken und werden anschließend gerollt, um die Fermentierung zu ermöglichen. Die aufgebrochenen Blätter werden bei ca. 40 Grad befeuchtet und ausgelegt. Diesen Prozess nennt man Fermentierung. Anschließend werden die Blätter getrocknet.

Der schwarze Tee verfügt über ein sehr kräftiges Aroma und eignet sich ideal zur Bekämpfung von Darminfekten, Erkältungskrankheiten und Grippe. Aufgrund des hohen Koffeingehalts verbessert er zudem die Leistungsfähigkeit. Schwarzer Tee hat den höchsten Koffeingehalt aller echten Teesorten.

Schwarzer Tee getrocknete Blätter und in Tasse

Weißer Tee

Beim weißen Tee werden die geschlossenen Knospen der Camellia sinensis verwendet. Die Knospen haben einen leichten weißen Flaum. Daher kommt der Name weißer Tee. Die Knospen müssen welken und werden anschließend getrocknet.

Im weißen Tee ist fast kein Koffein enthalten und aufgrund der „verjüngenden und lebensverlängernden Wirkung“, die den enthaltenen Flavoniden zugeschrieben wird, kommt der weiße Tee vermehrt in der Kosmetikbranche zum Einsatz.

Die Geschichte des Tees

Der Tee verfügt über eine lange Geschichte. Nach einer Legende hat er seinen Ursprung bereits 3.000 vor Christus in China. Dem damaligen Kaiser fielen zufällig Teeblätter in sein heißes Wasser, worauf sich dieses verfärbte. Aus Neugierde probierte der Kaiser schließlich das Getränk und erfreute sich an dem leckeren aromatischen Geschmack.

Chinesische Mönche und europäische Händler brachten daraufhin den Tee über Seidenstraßen in die arabischen Länder und nach Europa. Aber erst 1610 erreichte der Tee Amsterdam und wurde von dort aus in Europa verbreitet.

Nicht nur zum Trinken

Aber nicht nur zum Trinken eignet sich der Tee, sondern auch in der Küche kann Tee vielseitig eingesetzt werden.

Mit schwarzen Tee können Sie diese leckere Schwarzer-Tee-Torte mit Zimt-Buttercreme (Rezept) ausprobieren. Wenn Sie lieber deftige Gerichte bevorzugen, finden Sie auf dem Blog von „teewelt“ das Rezept für ein gepfeffertes Hühnchen mit Granatapfel Darjeeling Gelee (Rezept). Oder auch dieser Couscous-Salat mit schwarzem Tee (Rezept) hört sich köstlich an.

Für die Grüntee-Liebhaber empfehlen wir japanischen Ochazuke-Reis (Rezept) oder diese weiße Schokolade-Muffins mit Grüntee (Rezept).

Und wenn Sie weißen Tee bevorzugen, sollten Sie dieses Rezept für Grapefruit in Gelee aus weißem Tee (Rezept) versuchen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Genießen!

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