Wussten Sie schon… Wassermelone

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Na also, es geht doch! Endlich ist der Sommer in Deutschland angekommen und trifft uns teilweise gleich mit voller Wucht. Bei Temperaturen über 30° C fällt es wohl den meisten schwer, auch nur über Essen, heiße Kochtöpfe und Backöfen nachzudenken. Zum Glück gibt es etwas, das auch bei den höchsten Temperaturen noch genießbar und obendrein gesund ist. Was? Ganz klar: die Wassermelone! Wir haben diesen Klassiker der leichten Sommerküche genauer unter die Lupe genommen und einiges Wissenswertes herausgefunden, was wir nicht erwartet hätten.

Bereits vor viertausend Jahren wurden Wassermelonen von den Ägyptern kultiviert. Faszinierend, dass sich auch schon die Pharaonen heiße Tage mit einem Stück der saftigen Frucht versüßt haben! Ihren eigentlichen Ursprung haben die Melonen aber in Südafrika, wo sie auch heute noch wild auf den sandigen Böden gedeihen. Die Wildmelonen sind allerdings eher bitter und sind vor allem wegen ihrer Kerne begehrt, die zu Öl, Mehl, Brei und allerlei anderem verarbeitet werden. Nach und nach breitete die Melone sich durch Händler und Seeleute in verschiedenen Ländern aus, bis sie schließlich, irgendwann zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert, durch die Mauren ins Mittelmeergebiet gelangte. Dort etablierte sie sich vor allem in Spanien.

Melonen sind übrigens keineswegs Obst, sondern gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Ebenso wie Kürbisse wachsen sie an langen Ranken auf dem Boden. Auch die Gurke gehört zu dieser Familie. Wie der Name schon sagt enthält eine Wassermelone vor allem eins: sehr viel Wasser. Um genau zu sein beträgt der Wasseranteil um die 95 %. Das führt dazu, dass in einer Melone recht wenig Kalorien und nicht viel Zucker stecken. Aus diesem Grund eignen sich Melonen auch optimal für alle, die auf Diät sind. Kaum zu glauben, dass neben dem vielen Wasser auch noch wichtige Nährstoffe im Fruchtfleisch enthalten sind. Vor allem ein hoher Gehalt an Vitamin A und C, aber auch Eisen bietet die Wassermelone. Außerdem ist ihr Natriumgehalt gering, was in sanft entwässernd wirkt und die Nieren reinigt. Nach neuesten Erkenntnissen ist, vor allem in dem eher geschmacklosen, weißen Fruchtfleisch nahe der Schale, auch Zitrolin enthalten. Dieser Wirkstoff weitet die Gefäße und sorgt für einen besseren Blutfluss. Das ist vor allem für die Herren der Schöpfung eine gute Nachricht, denn auf diese Weise wird die Potenz gesteigert!

Eines nervt allerdings oft beim Genuss einer süßen Wassermelone: die Kerne. Wer diese entfernt und wegwirft, macht aber einiges falsch! In den Kernen stecken besonders viele Nährstoffe, z.B. Vitamin A, B und C, Magnesium, Eisen und gesättigte Fettsäuren.  Will man von diesen Inhaltsstoffen profitieren, kann man die Kerne natürlich einfach mitessen. Sie sollten dann allerdings gekaut werden, damit sie gut verdaut werden können. Wer das nicht mag, kann die kleinen schwarzen Kerne natürlich auch anders zubereiten, zum Beispiel geröstet mit etwas Salz als gesunden Snack vor dem Fernseher. Für alle Superfood Fans gibt es eine weitere tolle Option. Wäscht und trocknet man die Kerne und mahlt sie anschließend mit einem Mörser oder mit der Kaffeemühle, erhält man ein Pulver, in dem alle Kräfte der Wassermelone stecken. Dieses kann man dann nach Belieben Salaten, Smoothies, Müsli oder anderen Gerichten zufügen. Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, Wassermelonenkerne zu verwerten, zum Beispiel in selbstgebackenem Brot oder Brötchen oder sogar als Tee. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Auch das Fruchtfleisch lässt sich vielfältig zubereiten. Zum Beispiel als leckere Wassermelonen-Obst-Torte, die der Figur nicht schadet und ohne Backen auskommt. Für einen tollen Auftritt auf der Grillparty empfiehlt sich gegrillte Wassermelone mit Macadamia-Melissen-Pesto oder ein erfrischender Salat aus Wassermelone und Feta. Und wer sich bei heißem Wetter gar nicht mit fester Nahrung anfreunden kann, sollte diese leckere Wassermelonen Granita versuchen!

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen und vor allem einen tollen Sommer!

Beitragsbild von PDPics, lizenziert als CC0 Public Domain.

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