Adventskalender

Wussten Sie schon… Adventskalender?

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Endlich hat die Adventszeit begonnen! Nicht nur bei den lieben Kleinen steigt nun die Vorfreude auf das Fest, aber gerade denen fällt es besonders schwer, sich so lange zu gedulden. Zum Glück lässt sich die Wartezeit versüßen und zumindest gefühlt verkürzen, und zwar mit dem allseits beliebten Adventskalender. Heutzutage sind es aber auch viele Erwachsene, die sich mit dem Öffnen der Türchen jeden Tag eine kleine Freude machen und die Adventszeit auf diese Weise so richtig genießen. Aber wie lange gibt es den Adventskalender eigentlich schon und wer hat ihn erfunden? Wir haben das einmal für Sie recherchiert!

Vor der Reformation der Kirche war Weihnachten ein Fest, das fast ausschließlich in Gottesdiensten gefeiert wurde. Die Kirche und die Ehrung Jesu Christi standen im Vordergrund. Damals bekamen Kinder zum Nikolaus einige Kleinigkeiten geschenkt, an Heiligabend aber wurden keine Geschenke verteilt. Durch Martin Luther gewann das Weihnachtsfest an familiärer Bedeutung und es wurde immer mehr Wert auf Familientradition gelegt. Der Nachteil daran: Die Kinder bekamen ihre Geschenke jetzt nicht mehr am 6.12. vom Nikolaus, sondern mussten sich bis Heiligabend gedulden.

Da das vielen Kindern schwer fiel und sie ungeduldig auf das Christkind warteten, entstand im beginnenden 20. Jahrhundert ein Brauch, der ihnen das Warten erleichtern und die Adventszeit versüßen sollte: der Adventskalender. Allerdings hatte der Kalender noch nicht viel mit dem üblichen Modell unserer Zeit gemeinsam. Die einfachste Form waren 24 Kreidestriche, die an die Wand gemalt wurden, und von denen die Kinder täglich einen weg wischen durften. Das war zwar sehr simpel, erfüllte aber trotzdem den gewünschten Zweck. Außerdem gab es Kalender, bei denen Lebkuchen an Stoffbänder gebunden wurden und jeden Tag durfte dann einer der Lebkuchen gegessen werden. Es gab noch weitere Varianten, zum Beispiel die Adventsuhr, 24 Strohhalme die in eine Krippe gelegt wurden und viele mehr.

Den ersten gedruckten Adventskalender datiert das Niederösterreichische Landesmuseum auf das Jahr 1903, allerdings werden in verschiedenen Quellen auch verschiedene Jahreszahlen angegeben. Sicher ist wohl, dass die Produktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts startete. Oft wird Gerhard Lang, ein schwäbischer Pfarrerssohn aus Maulbronn, als Erfinder des Adventskalenders genannt. Dieser hatte als Kind von seiner Mutter 24 Kistchen bekommen hatte, an die jeweils ein „Wibele“ angenäht war. Wibele stammen ursprünglich aus Langenburg in Hohenlohe und sind ein Süßgebäck aus Biskuitteig. Als erwachsener Mann ließ Gerhard Lang dann die ersten Adventskalender drucken, die statt einer Füllung mit farbenfrohen Bildern bestückt waren. Fenster zum Öffnen hatten die ersten Adventskalender allerdings noch nicht und sie wurden zunächst „Weihnachts-Kalender“ oder „Münchener Weihnachts-Kalender“ genannt.

Während des zweiten Weltkriegs wurde der Siegeszug des Adventskalenders plötzlich beendet. Schuld daran war der Papiermangel und ein damit einhergehendes Druckverbot für Bilderkalender.

Zum Glück geriet der Adventskalender nicht in Vergessenheit und entwickelte sich nach dem Krieg rapide weiter. Immer mehr Varianten, mit und ohne Füllung, wurden entwickelt und erfreuten die Gemüter zur Weihnachtszeit. Heute gibt es unzählige Formen des Adventskalenders mit allen nur denkbaren Inhalten: Pralinen, Tee, Parfum, Kosmetik, Schmuck, Spielzeug, Bier, Zitate, Musik,… Sogar Online-Shops springen auf den Zug auf und bieten Kalender mit täglich neuen Gewinnen oder Rabatten. Heutzutage hat fast jeder einen Adventskalender, und ganz ehrlich, wer würde schon gern darauf verzichten?

Um Ihnen zusätzlich eine süße Adventszeit zu bescheren, haben wir noch ein paar Rezepte für winterliche Leckereien für Sie zusammengestellt, zum Beispiel für leckeres Quarkstollen-Konfekt, Bratapfelparfait und vegane Zimtkugeln. Für alle Fans der schwäbischen Küche gibt es ein traditionelles Rezept für Wibele und für die etwas raffinierteren Bäcker dekorative Rehkitz-Cupcakes. Also ab in die Küche und viel Spaß beim Backen!

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