Was isst man in … Korea?

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Unter manchen asiatischen Küchen können wir uns durchaus etwas vorstellen. So hat doch jeder schon einmal japanisches Sushi oder chinesische Pekingente gegessen. Aber was isst man eigentlich in Korea?
Besonders an einem Besuch eines koreanischen Restaurants ist, dass alle Gänge gleichzeitig serviert werden und man je nach Geschmack und Belieben eine individuelle Reihenfolge festlegen kann. Reis ist, wie in den meisten asiatischen Küchen, ein Grundnahrungsmittel und einer der wichtigsten Bestandteile der koreanischen Küche. Bei jedem der drei warmen Mahlzeiten des Tages ist Bap, das ist das koreanische Wort für Reis, ebenso wie eine Suppe, ein Muss. Guk, die Suppe, kann mit Gemüse, Fleisch, Tofu, Nudeln oder Meeresfrüchten zubereitet sein. Eine Spezialität aus dem Norden ist Manduguk (Rezept) eine Suppe mit Teigtaschen aus dünnem Weizenmehlteig. Traditionell am ersten Januar wird Tteokguk (Rezept) , eine Reiskuchensuppe, serviert. Sie besteht aus in Brühe geköchelten Reiskuchenscheiben.

Der Gebrauch eines Löffels ist bei Verzehr von Suppe und Reis hierbei Standard. Um in Korea jedoch nicht aufzufallen ist es wichtig zu wissen, dass die Reis- und Suppenschüsseln nicht zum Mund geführt werden sollten, auch wenn dies das Essen vielleicht erleichtern würde. Außerdem gehört es zu den koreanischen Tischsitten, Löffel und Stäbchen nie gleichzeitig zu benutzen und es zu vermeiden die Schälchen mit Reis und Suppe umzurühren. Da Reis als kostbar gilt, sollte man darauf achten seine Portion aufzuessen.

Ein Gericht ist nur mit Kimchi, das ist fermentiertes Gemüse, vollständig. Diese Delikatesse gibt es in über 150 verschiedenen Sorten und zu ihrer Zubereitung werden traditionell Chinakohl, aber auch Spinat, Rettich, Gurken oder Weißkohl zum entwässern gesalzen und dann mit Gewürzen wie Chili, Knoblauch, Honig oder Ingwer verfeinert. Das Gemüse wird anschließend zum gären eingelegt und ergibt das sehr gesunde und beliebte Kimchi, das als Beilage serviert oder zu anderen Gerichten weiter verarbeitet wird.

Zu den Hauptspeisen gehören weitere Beilagen die immer kalt serviert werden und als Banchan bezeichnet werden. Dazu gehört Seetang, Süßkartoffeln, Sesamblätter, gewürfelter Rettich, Knoblauchstängel, Lotuswurzeln oder getrockneter Fisch. Die verschiedenen Zutaten bieten eine Variation an Geschmacksrichtungen, die von scharf über sauer bis süß reichen.

BibimbapAuf der koreanischen Tafel muss neben den vielen Schlüsselchen mit Beilagen auch Platz für den Tischgrill sein. Auf ihm wird hauchdünn geschnittenes, würzig mariniertes Rind-, Schweine- oder Hähnchenfleisch, sogenanntes Bulgogi (Rezept), angebraten. Dieser „koreanische Feuertopf“ kann eine gesellige Angelegenheit sein, da man sich zusammen aus den Schüsseln bedient und jeder probiert auf was er Lust hat. Ein weiteres typisches Gericht ist Bibimbap (Rezept), das aus Reis, Rindfleisch, Gemüse und einem Spiegelei besteht und in einem heißen Steintopf serviert wird.

Als Nachtisch mögen es auch die Koreaner gerne süß. Versuchen Sie doch mal Yakgwa (Rezept). Das ist ein leckeres Honiggebäck mit einer Note Ingwer, das vollständig ausgebacken wird. Reiskuchen (Rezept) wird gerne als Dessert an Feiertagen serviert. Er ist jedoch nicht das, was wir uns unter einem Kuchen vorstellen, denn er wird nicht durch backen zubereitet, sondern meist durch dämpfen, anbraten oder kochen von angefeuchtetem Reismehl.

Die Küche Koreas ist kalorienarm, aber hat dennoch einen hohen Nährwert, weshalb sie als sehr gesund gilt. Grund hierfür sind die verschiedene n Arten an Gemüse und Getreide, die meist Hauptbestandteil des Essens sind. Zudem sind die Mahlzeiten durch die vielen Gewürze und hochwertigen Zutaten sehr vitam- und mineralreich. Für die Gewürzmischungen wird meist Peperoni-Paste, fermentierte Sojabohnenpaste, Sojasauce, Sesamöl und Ingwer verwendet. Sie sollen Krankheiten vorbeugen und die Verdauung unterstützen.

Wählen Sie doch beim demnächst mal ein koreanisches Restaurant, die vor allem in den deutschen Großstädten immer präsenter sind oder erweitern sie ihre Kochkünste um eine zusätzliche asiatische Küchenrichtung, indem sie die gesunden und leckeren Gerichte ausprobieren. Guten Appetit.

Bild: IceKay

Quelle: pixabay

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