Wussten Sie schon … Mandeln

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Es ist zwar erst September, aber Supermärkte beginnen bereits damit Weihnachtsleckereien anzubieten und uns auf die kalte Jahreszeit einzustimmen. Gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Marzipankartoffeln, Früchtebrot, Spekulatius, Vanillekipferl und Co liegen bereits in den Regalen bereit und warten auf Naschkatzen, die die Vorweihnachtszeit nicht erwarten können. Die Hauptsaison der Mandel steht somit vor der Tür, denn aus den meisten Weihnachtsleckereien ist sie nicht wegzudenken. Aber woher kommt sie eigentlich und was macht sie so besonders?

Die Mandel kommt ursprünglich aus Vorder- und Zentralasien und galt dort schon 3000 v.Chr. als beliebter Snack. Seitdem hat sie sich über die ganze Welt verbreitet und ist heute vor allem im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und den USA weit verbreitet, gedeiht jedoch auch in südlichen Regionen Deutschlands. Spitzenreiter beim Anbau von Mandelbäumen ist der amerikanische Bundesstaat Kalifornien, wo 80% der weltweit konsumierten Mandeln herkommen.

Der auch Prunus dulcis genannte Mandelbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und erreicht eine Höhe von drei bis sechs Metern. Zwischen Februar und April öffnen sich die Knospen und der Mandelbaum erblüht in einem zarten Rosa. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Mandelfrucht sich zu entwickeln und reift bis September zu einer grünen, dicht flaumig behaarten, 3-4 cm großen Steinfrucht heran. Um an den Mandelkern zu kommen, muss zuerst das grüne Fruchtfleisch und die harte Schale entfernt werden.

Aber Mandel ist nicht gleich Mandel. Insgesamt gibt es drei verschiedene Varianten: die süße, die bittere und die Krach-Mandel. Während die süße und die Krach-Mandel für den Verzehr geeignet und sogar sehr gesund sind, ist die bittere Mandel giftig, da sie Amygdalin enthält, ein blausäureerzeugendes Glykosid und für den Menschen tödliches Gift. Süße und bittere Mandeln sind jedoch sehr schwer zu unterscheiden und wachsen manchmal sogar auf demselben Baum. Daher gelangen auch bittere Mandeln in das „süße“ Erntegut, was aber bis zu einem Anteil von fünf Prozent unbedenklich ist. Auch wenn sie roh nicht verzehrt werden kann, ist die, zuvor von Amygdalin befreite, bittere Mandel für den Menschen in Form von Bittermandelöl, als Gewürz, Duft oder in Kosmetikartikeln nutzbar.

Den guten Geschmack der Mandeln kannten bereits die Ägypter, bei denen die kleinen Nüsse als Delikatesse galten und sogar im Grab des Königs Tutanchamun gefunden wurden. Was die Ägypter aber wohl nicht wussten ist, dass die Mandel nicht nur gut schmeckt, sondern auch viele für den Menschen wichtige Nährstoffe enthält. Zwar besteht sie hauptsächlich aus Fett (54%), enthält aber auch viel Eiweiß (18%) und neun verschiedene Mineralstoffe und Vitamine, unter anderem mehrere Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und E, sowie Kalzium und Eisen. Diese Inhaltsstoffe machen die Mandel zu einer natürlichen Eiweiß- und Ballaststoff-Quelle und zu einem von Ernährungsberatern weltweit empfohlenen, gesunden Snack.

In Italien ist sie sogar mehr als das, dort ist die Mandel ein Symbol für Gesundheit, Wohlstand, Freude, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit. Die alten Römer bewarfen frisch vermählte Paare mit den symbolträchtigen Nüssen und um 1350 entstand der Brauch, dem Hochzeitspaar fünf Mandeln mit Zuckerglasur zu schenken, der bis heute praktiziert wird.

Für alle, die jetzt Lust auf Mandeln bekommen haben und nicht mehr bis zur Weihnachtszeit warten wollen, haben wir eine leckere Idee für ein schnelles und gesundes Gericht: Bärlauchpesto mit Mandeln (Rezept). Oder wie wäre es mit einem saftigen Mandelkuchen (Rezept) und Mandel-Cantuccini (Rezept) beim nächsten Kaffekränzchen?! Zu guter Letzt noch etwas für alle Fleischliebhaber: Rindfleischtajine mit Mandeln, Dörrpflaumen und Couscous (Rezept).

Und wer gerade einfach nur einen kleinen Energieschub für zwischendurch braucht: Mit einer Hand voll Mandeln machen Sie garantiert nichts falsch!

Schlemmerquiz-Auflösung: Wir wollten von euch wissen, bei welchem antiken Volk es Brauch war, frisch vermählte Paare mit Mandeln zu bewerfen? Die Antwort: Bei den Römern!

Bild: dfespi
Quelle: pixabay

 

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