Spinatblätter

Wussten Sie schon…Spinat

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Die einen lieben ihn, die anderen können ihn partout nicht ausstehen. Der eine verbindet damit ein wiederkehrendes Fiasko am Esstisch aus Kindheitstagen, der andere ist selbstverständlich damit aufgewachsen. Die Rede ist natürlich von Spinat.

Für alle diejenigen, bei denen Spinat bisher nicht auf den Teller gekommen ist, oder bestenfalls mit einem Augenrollen oder Naserümpfen zur Kenntnis genommen wurde, die dürfen/sollen jetzt mit Wissbegierde diesen Artikel lesen und ihre Vorurteile damit aus dem Weg räumen. Vielleicht ist ja der ein oder andere Fakt dabei, den Sie noch nicht kannten, oder es hat Ihnen einer unserer Rezeptvorschläge angetan.

Was ist Spinat?

Echter Spinat, Gemüsespinat, Gartenspinat oder auch einfach ganz simpel Spinat, sind viele Bezeichnungen für das Blattgemüse, das wir alle kennen. Spinacia oleracea, ist eine Pflanzenart, die aus der Gattung Spinacia entstanden ist. Man vermutet, dass diese Art in Südwestasien aus den wilden Spinat-Arten „Spinacia tetrandra Steven ex M.Bieb“ und „Spinacia turkestanica Iljin“ entstanden ist. Seit der Antike ist der echte Spinat auch im Mittelmeergebiet verbreitet, im Mittelalter allerdings schon so beliebt, dass das verwandte Gemüse Gartenmelde als Nahrungsmittel verdrängt wurde. Heutzutage ist Spinat als kultivierte Gemüsepflanze in Europa, Asien und Nordamerika weit verteilt. Der wissenschaftliche Gattungsname Spinacia bezieht sich auf die dornigen Früchte der Pflanze. (lateinisch „spina“ = Dorn, persisch „ispanakh“)

Wie Spinat zubereiten?

Heute gilt Spinat als geschätzte Nahrungspflanze und lässt in der Küche viele Variationen zu.  Zur allgemeinen Zubereitung lässt sich folgendes sagen: Junge Blätter können gerne als Zutat im Salat oder gar im rohen Zustand verzehrt werden. Oder natürlich auch ganz einfach traditionell gekocht, als Gemüse. Wichtig ist den Spinat vor einer weiteren Zubereitung kurz zu blanchieren. Dies mindert den typischen leicht bitter-metallischen Geschmack des Spinats, weil beim Blanchieren der Großteil des wasserlöslichen Nitrats im Kochwasser zurückbleibt.

Spinat sollte trotzdem nicht länger als eine Woche im frischen Zustand gelagert werden, da das enthaltene Nitrat, das an sich unbedenklich ist, langfristig bakteriell zu Nitrit umgewandelt wird. Spinat nochmals aufzuwärmen, ist aber ohne Weiteres möglich.

Ist Spinat gesund?

Spinat hat allerdings noch einiges mehr zu bieten, und ist neben beliebter Nahrungspflanze auch eine tolle Heilpflanze. Sie soll bei Beschwerden wie Blähungen helfen und deren Samen gelten als Abführmittel. Des Weiteren wurde Spinat auch schon zur Behandlung von Nierensteinen eingesetzt und als Mittel zur Fiebersenkung.

Darüber hinaus kann Spinat auch als Farbstoffpflanze fungieren, deren Chlorophyll zum Beispiel zum Grünfärben von Nudeln eingesetzt wird.

Hier noch einige Punkte, die garantiert für den gesunden und leckeren Spinat sprechen. Das grüne Gemüse enthält reichlich Vitamin A und C, hat einen hohen Gehalt an Mineralien und Eiweiß. Obwohl bei der Berechnung des Eisengehaltes, dem Physiologen Gustav von Bunge einst ein Fehler unterlaufen ist, kann Spinat dennoch mit einem Gehalt von 3,5mg auf 100 g überzeugen. Von Bunge hat zwar den Eisengehalt von getrocknetem Spinat (35mg auf 100g) richtig berechnet, aber dann den gleichen Wert irrtümlich auch auf fischen Spinat übertragen. Da dieser zu 90% aus Wasser besteht, hat dieser eben „nur“ einen Eisengehalt von 3,5 mg.

Leckere Rezepte mit Spinat

Besondere Berühmtheit hat Spinat wohl durch den Comic-Helden Popeye erlangt. Dieser ist durch den Verzehr von Dosenspinat zu außerordentlicher Stärke gekommen. Aber so eintönig muss man Spinat ja zum Glück nicht genießen. Spinat ist in der Zubereitung sehr vielfältig. Probieren Sie doch mal einen Erdbeer-Spinat-Salat mit Ziegenkäse (Rezept). Besonders gut zu Spinat harmonieren auch Fischgerichte, wie Lasagne mit Lachs und Spinat (Rezept). Auch für Spaghetti-Freunde gibt es zahlreiche leckere Gerichte wie z.B Spaghetti mit Kokosspinat (Rezept), diese Rezeptidee zaubert fernöstliches Flair in Ihre Küche. Und weil Spinat ein Alleskönner ist, geht auch Fleisch und Spinat zusammen: Putenspieße auf Spinat-Reis – lecker (Rezept). Hoffentlich sind damit wenigstens ein paar Skeptiker überzeugt und es wird sich auf kulinarisches Neuland gewagt. In diesem Sinne: Ran an die Kochtöpfe!

 

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