Was ist eigentlich…Fugu

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No Risk, no fun!
Sie lieben Nervenkitzel und haben keinerlei Ängste? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie! Bereits seit mehreren Jahrzehnten suchen Menschen immer wieder nach dem besonderen „Adrenalin-Kick“! Manche bevorzugen Tandemsprüge aus Flugzeugen, andere hingegen stürzen sich von hohen Brücken mit einem Bungee-Seil. Wir möchten Ihnen heute allerdings einen ganz anderen Nervenkitzel vorstellen.

Fugu…in Deutschland besser bekannt als  Kugelfisch. Mit einer Körperlänge von 2 cm (Zwergkugelfisch) bis maximal 120 cm (Riesenkugelfisch) wirkt der Kugelfisch rein optisch nicht wirklich erschreckend. Im Gegenteil…die meisten Leute fragen sich, ob dieser Fisch überhaupt schwimmen kann. Durch die fehlende Bauchflosse kann er sich zwar nur sehr langsam fortbewegen, dafür ist er äußerst wendig. Kugelfische können sowohl vorwärts, als auch rückwärts schwimmen und aufwärts und abwärts steigen. Aber nun zur eigentlichen Frage: Warum sind Kugelfische gefährlich?

In Japan gilt Kugelfisch als Delikatesse. Allerdings befindet sich im Muskelfleisch des Kugelfisches der Giftstoff Tetrodotoxin. Einer der stärksten Giftstoffe, die in der Natur vorkommen. Ist der Fisch falsch filetiert, kann das tödlich enden. Zu Ihrer Beruhigung…laut einer Statistik sind es nur fünf Menschen pro Jahr, die den Genuss des Fugu nicht überleben. In den drei Jahren von 1956 bis 1958 gab es allerdings 420 Todesfälle. Mittlerweile hat die Regierung gehandelt. Jeder Japaner, der mit Fang, Handel oder Zubereitung der Kugelfische zu tun hat, muss jetzt eine spezielle Lizenz erwerben. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 wurden die Regeln erneut verschärft. An den Küsten Japans wurden spezielle Fanggebiete festgelegt, um zu verhindern, dass Ware aus verseuchtem Wasser den Weg in den Handel findet.

Trotz der großen Gefahr lieben die Japaner ihren Fugu. Der kaiserlichen Familie wird Kugelfisch aus Sicherheitsgründen allerdings nicht aufgetischt. Kugelfisch ist in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten. So müssen Probierlustige den weiten Weg nach Japan auf sich nehmen. Besonders beliebt ist das Fugu Sashimi. Liebhaber berichten von einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Das Sashimi sei zart und fest, sahnig und würzig zugleich. Um den Geschmack intensiver wahrzunehmen wird der Fisch meist roh, als Sashimi in hauchdünne Scheiben zerlegt, verzehrt. Zwei bis drei Scheiben werden dann übereinandergelegt in den Mund gesteckt oder als Suppe zubereitet. Auf den Teller kommt natürlich nur das ungiftige Filet. Um den Fisch zu filetieren und das Gift zu entfernen, werden spezielle Messer verwendet. Fugu Hiki nennen die Japaner ihr sogenanntes Abzieh-Messer,  dass sich regional in der Klingenform unterscheidet.

Im Meer findet man die Fugus meist in warmen und tropischen Küstenregionen über Korallenbänken oder Seegraswiesen. Tauchern gehen die schüchternen Kugelfische meist aus dem Weg. Bei Gefahr pumpen sich die Kugelfische auf, um ihre Angreifer abzuschrecken. Stacheln, die sonst eng am Körper anliegen, stehen nun nach außen und fungieren als Widerhaken. Durch die Volumenvergrößerung ist es für Raubtiere fast unmöglich den Kugelfisch zu verschlingen.

Normalerweise präsentieren wir Ihnen zum Ende des Artikels ein paar leckere Rezepte passend zu unserem Thema. Aus diversen Gründen möchten wir jedoch in diesem Artikel darauf verzichten….  🙂

Übrigens…spätestens nach 15 Minuten setzt im Falle einer Fugu-Vergiftung die Körperlähmung ein. Nach ungefähr drei Stunden die erfolgt die komplette Lähmung mit Atemstillstand. Haben Sie bereits einmal einen Kugelfisch probiert? Schreiben Sie uns doch Ihre Erfahrungen als Kommentar oder per E-Mail an service@speisekarte.de. Wir freuen uns.

Schlemmerquiz-Auflösung:  Wir wollten von euch wissen, was sich hinter der japanischen Spezialität „Fugu“ verbirgt? Ganz klar…der Kugelfisch.

 

Bilder: Onderwijsgek | Spotted Pufferfish
Quelle: Wikimedia Commons

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