Wussten Sie schon … Eier?

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Der durchschnittliche Deutsche isst 211 Eier jedes Jahr, überwiegend vom Huhn. Dabei gibt es doch noch so viele andere Eier, die ebenso gut schmecken.

Fangen wir beim kleinsten Ei an, dem Wachtelei. Wachteln sind die kleinsten europäischen Hühnervögel und legen fünf Zentimeter große und elf bis 13 Gramm schwere gesprenkelte Eier. Doch die Größe täuscht, denn die Schale ist um einiges Härter als die des Hühnereis. Zum Öffnen empfiehlt sich ein scharfes Messer, denn Aufschlagen funktioniert hier nicht. Der Geschmack des Wachteleis ist intensiver als der von Hühnereiern.  Die Kochzeit eines hart gekochten Eis beträgt etwa drei bis vier Minuten. Für weiche Eier beträgt die Kochzeit exakt zwei Minuten und 20 Sekunden. Grundsätzlich kann man Wachteileier also wie Hühnereier zubereiten. Als Delikatesse kann man Wachteleier auch roh oder gekocht in Gläsern erhalten.

Das Hühnerei ist um einiges größer als das Wachtelei, aber kleiner als viele andere Eier. Sie sind in Größenklassen von S-XL eingeteilt und wiegen zwischen 53 und 75 Gramm. Die Farbe von Hühnereiern hat übrigens nichts mit der Farbe des Gefieders der Mutterhenne zu tun. Sie ist genetisch bedingt und ist abhängig von der Hühnerrasse. Eine Durchschnittshenne legt im Jahr etwa 290 Eier, maximal ein Ei am Tag. Im Innern befinden sich bekanntlich Eiweiß und Eigelb, wobei das Eigelb überraschenderweise mehr Eiweiß enthält als das Eiklar. Hühnereier werden in der Küche für gewöhnlich zum Backen, zum Beispiel von Baiser oder Kuchen, und Kochen verwendet. Meist zu Spiegeleiern oder Rühreiern, wovon es etliche verschiedene Varianten gibt, wie „Eggs Benedict“ (Rezept) oder „Verlorene Eier“. Die Zubereitung in der Mikrowelle ist hingegen auf keinen Fall zu empfehlen! Denn  das Ei härtet von außen nach innen, wodurch Gase entstehen, die das Ei in der Mikrowelle zum Explodieren bringen.

Das nächstgrößere Ei ist das Entenei. Es wiegt in etwa 80 Gramm und ist ein bisschen größer als ein Hühnerei. Auch die Schale ist wesentlich dicker und härter und das Eigelb ist intensiver in Farbe und Geschmack. Enteneier waren früher eine Delikatesse in Europa und wurden wie Hühnereier auch zum Backen und Kochen verwendet. Heute findet man Enteneier aus Gründen der Hygiene auf keinem Markt und auch in kaum einen Feinkostladen mehr. Die Gefahr einer Salmonellenvergiftung ist zu hoch, da die Eier der Ente mindestens zehn Minuten gekocht werden müssten, um die Keime abzutöten. Daher müssen Enteneier immer den Aufdruck „Verbraucherhinweis: Vor Verzehr 10 Minuten durcherhitzen“ tragen. In Asien hingegen gelten Enteneier nach wie vor als gängige Delikatesse, wie rohe oder fermentierte (tausendjährige) Eier.

Und schließlich das Straußenei. In den letzen Jahren hat sich das ein bis zwei Kilogramm schwere Straußenei auch in der deutschen Küche, dank einiger deutscher Straußenfarmen, verbreitet. Das Ei vom Strauß ist allerdings eine echt harte Nuss, denn es lässt sich nur äußerst schwer öffnen. Da muss man schon mit dem Bohrer oder einer Säge ran um an den Inhalt zu gelangen. Dafür hält eine Person das Ei mit der spitzen Seite nach oben mit beiden Händen fest und eine andere Person bohrt mit der Bohrmaschine ein kleines Loch ganz vorsichtig hinein. Ist das Loch gebohrt, gibt man einen Strohhalm hinein und dreht das Ei mit dem Loch nach unten über eine Schüssel. Dann bläst man durch das Röhrchen und drückt so mit der Luft den Inhalt aus dem großen Ei. Das Straußenei kann man in der Küche genauso wie ein Hühnerei verwenden, nur dass von einem einzigen Ei in der Regel zehn Personen satt werden.  Aus Straußeneiern kann man wunderbar Teigwaren wie einen Hefezopf oder leckere Aufläufe backen.

In Feinkostläden oder direkt vom Erzeuger kann man in Deutschland unter Umständen auch Eier vom Rebhuhn, Fasan, Perlhuhn, der Pute, der Gans oder der Möwe erhalten, anhängig von der Region.

Ob die Eier vom Markt oder aus dem Kühlschrank noch frisch sind, lässt sich folgendermaßen feststellen:
–    Schütteln: rührt sich beim Schütteln im Ei nichts, ist das Ei frisch. Schwappt es im Ei hingegen,  sollte man die Finger davon lassen
–    Licht: Hält man ein Ei gegen das Licht, sollte es keine Flecken oder Unregelmäßigkeiten enthalten, sondern ganz klar und ohne Flecken sein.
–    Wasser: Ein frisches Ei geht im Wasser direkt unter und liegt am Boden, ein sieben Tage altes Ei geht unter und stellt sich am Grund mit der Spitze nach oben auf und ein über zehn Tage altes Ei schwimmt an der Wasseroberfläche. Je älter das Ei also ist, desto höher schwimmt es im Wasser.
–    Nase: Da die Schale eines Eis nicht zu ganz luftdicht ist, kann man ein Ei durch die Schale riechen. Bei einem älteren Ei beginnt sich das Eiweiß abzubauen und Schwefelwasserstoff freizusetzen, der durch die Schale riecht. Auch dann sollte man das Ei lieber nicht essen.

Dem Ei wurde sogar ein eigener Gedenktag gewidmet und so feiern wir jedes Jahr am zweiten Freitag im Oktober den „Tag des Ei“. Im Jahr 2012 findet dieser am 12.10. statt. Um nicht nur dafür perfekt gewappnet zu sein, haben wir noch einen Knigge-Ratgeber Tipp für Sie: Unser Artikel „Wie isst man Eier?

Mal wieder Appetit auf ein kräftiges Rührei, eine Eierplatte oder möchten Sie auch einmal Straußenei mit ihren Freunden oder der Familie essen? Dann suchen Sie doch auf speisekarte.de nach Eierspeisen in Ihrer Nähe.

Wachtelei war übrigens die richtige Antwort auf die 88. Frage im Schlemmerquiz: Welches ist das kleinste Ei aller europäischen Hühnervögel?

Bild: Vogeleier von Rainer Zenz
Quelle: Wikimedia

2 Gedanken zu „Wussten Sie schon … Eier?

  1. Hallo,
    ich glaube, dass sich da ein Fehler eingeschlichen hat. Ein über 10 Tage altes Ei schwimmt im Wasser (je älter, desto weiter an der Oberfläche). Hat, soweit ich weiß, etwas mit der Luftkammer im Ei zu tun, welche mit zunehmendem alter des Ei’s größer wird.
    Liebe Grüße
    Micha

  2. Hallo Micha,
    du hast natürlich recht! Da ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen. Wir haben das bereits ausgebessert. Vielen Dank für deinen Hinweis!
    Liebe Grüße,
    Dein ServiceTeam von speisekarte.de

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