Wussten Sie schon … dass man Glühwein essen kann?

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestPrint this pageEmail this to someone

Der Advent neigt sich dem Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Nur noch ein Tag bis Heiligabend, bis zur großen Bescherung. Einer hat uns durch die gesamte vorweihnachtliche Adventszeit begleitet und in kalten Stunden geholfen: der Glühwein.

Schon seit vielen, vielen Jahren wärmen uns Glühwein und seine Vorläufer in der kalten Jahreszeit. Bereits die alten Römer bereiteten Wein mit verschiedenen Gewürzen zu, um so die Haltbarkeit zu verlängern und den Wein zu veredeln. Das Rezept für das sogenannte „Conditum Paradoxum“ steht im ältesten erhaltenen Kochbuch der Welt von dem Römer Marcus Gavius Apicius, der dem Würzwein Zimt, Lorbeer, Nelken, Thymian und Koriander beimischte und ihn mit Honig süßte.

Der klassische Glühwein wird aus rotem oder auch weißem Wein hergestellt, am besten eignet sich aber ein schwerer Südwein. Der Wein wird mit Gewürzen wie Nelken, Zimt, Sternanis und Zitrone abgeschmeckt und erhitzt. Dabei sollte man unbedingt auf die Temperatur achten. Auf keinen Fall darf Glühwein köcheln, am besten ist eine Temperatur unter 80 Grad Celsius. Ansonsten verdampft der Alkohol und das Zuckerabbauprodukt „Hydroxymethylfurfural“, das krebserregend sein soll, wird freigesetzt. Der Alkoholgehalt von ausgeschenktem Glühwein und Glühwein aus dem Einzelhandel muss übrigens mindestens sieben Prozent betragen.

Die Frische von Glühwein erkennt man schon an seiner Farbe. Ist Glühwein kräftig rot, ist er recht frisch. Hat der Glühwein jedoch bereits eine bräunliche Färbung, kann man davon ausgehen, dass der Glühwein schon ein bisschen länger im Topf war. 40 Millionen Liter wurden in den letzten Wochen und Monaten von den Deutschen auf diversen Weihnachtsmärkten und Weihnachtsfeiern getrunken, aber auch gegessen, denn Glühwein kann man nicht nur trinken:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Glühwein auch in fester Form zu sich zu nehmen, beispielsweise Glühwein-Tiramisu (Rezept), eine süß-weihnachtliche Versuchung, Glühweinsuppe (Rezept), eine besondere Vorspeise, oder aber auch Deftiges wie Gänsebrust an Glühweinsauce (Rezept), das sich doch bestens für ein Weihnachtsessen eignet. Der Glühwein verleiht Speisen durch seinen würzigen Geschmack eine markante, außergewöhnliche Note.

Die Annahme, Glühwein wärme von innen, stimmt so übrigens nicht. Natürlich fühlt man bei den ersten Schlucken ein wohlig-warmes Gefühl, das den Körper in kalten Wintertagen – ob zu Hause oder draußen am Weihnachtsmarkt – von innen heraus wärmt, aber dieser Effekt ist nicht von langer Dauer. Denn durch die Wärme der Flüssigkeit weiten sich die Blutgefäße im Magen und Alkohol kann, auch durch den hohen Zuckergehalt, so schneller aufgenommen werden. Dies führt zwar im Moment des Trinkens zu einer inneren Wärme, lässt aber dafür umso schneller auch wieder nach. Denn die erweiterten Blutgefäße nehmen die Kälte dementsprechend ebenso schneller auf und der Körper kühlt schneller aus. Zudem steigt der Alkohol durch den schnellen Transport im Blut schnell und stark zu Kopf, was dem ein oder anderen durchaus einen leichten Kater am nächsten Morgen bescheren kann. Also Vorsicht für Autofahrer, man unterschätzt die Wirkung von Glühwein! Autofahrer sollten daher lieber auf die alkoholfreie Variante, dem Kinderpunsch, zurückgreifen, der nicht nur Kindern gut schmeckt. Er wird auf der Basis von Früchtetees, Säften und Gewürzen zubereitet.

Neben Glühwein gibt es auch andere beliebte Heißgetränke, die die kalte Jahreszeit begleiten. Dazu zählen unter anderem Jagertee und Punsch.

Jagertee ist vielen Skifahrern bereits aus Österreich bekannt. Dort wurde er von Jägern und Förstern erfunden, die das Heißgetränk im Winter zum Wärmen bei der Arbeit zubereiteten. Jagertee wird hauptsächlich aus Schwarzem Tee, Obstler, Rum und ein paar wenigen Gewürzen gebrüht. Die Bezeichnung Jagertee dürfen jedoch nur Zubereitungen tragen, die aus inländischem Rum bestehen und in Österreich hergestellt wurden. Alle anderen Zubereitungen werden als Förstertee oder Hüttentee bezeichnet.

Punsch ist ein ursprünglich indisches Heißgetränk, das über die Kolonien der Engländer und über Großbritannien nach Europa kam. Punsch bedeutet auf hindi „fünf“ und steht für dessen fünf wesentlichen Zutaten: Arrak, Zucker, Zitronen, Tee oder Wasser und Gewürzen. Die bekanntesten Punschvarianten sind Eierpunsch und Feuerzangenbowle. Beim Eierpunsch wird der Punsch mit geschlagenem Eiweiß und einer Eigelb-Rum-Mischung zubereitet. Bei der Feuerzangenbowle, die ihren Ruhm durch den gleichnamigen Film erlangte, handelt es sich demnach nicht um eine Bowle sondern ebenfalls um Punsch. Für eine Feuerzangenbowle werden in einem geeigneten Topf Rotwein, Nelken, Zimt, Sternanis, Zitronen- und Orangenschalen zusammen erhitzt. Darüber befindet sich die Feuerzange, ein durchlöchertes Blech auf dem ein rumgetränkter Zuckerhut liegt. Dieser schmilzt, karamellisiert und tropft dann in den darunterliegenden Topf. Die größte Feuerzangenbowle der Welt steht übrigens in Nürnberg nahe dem Christkindlesmarkt.

Sie haben auch Lust auf eine saftige Gans in Glühwein oder auf eine würzige Glühweinsuppe? Dann gehen Sie doch auf speisekarte.de und suchen nach Glühwein in Ihrer Stadt!

Mit diesem Artikel bedanken wir uns bei all unseren fleißigen Blog-Lesern und wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und eine leckere Weihnachtszeit!

Bild: Sylvester 044 von Kore Nordmann und Mulled wine 1 von Loyna
Quelle: Wikimedia

Ein Gedanke zu „Wussten Sie schon … dass man Glühwein essen kann?

  1. hi leute, nicht schlecht aber könnt ihr auch mal über eissorten schreiben, wie man sie selber macht?aber weiter so!!!!!!!!!

Schreibe einen Kommentar