Wussten Sie schon … dass Nudeln glücklich machen?

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestPrint this pageEmail this to someone

Der Begriff Nudeln bezeichnet auf verschiedenste Weise geformte Teigwaren aus Hartweizengries, Kartoffeln, Reis, Mais oder Vollkorn, die vor dem Verzehr gekocht werden. Natürlich kennt man bei uns den Begriff Nudeln, aber dennoch gibt es noch Einiges, das man noch nicht über die beliebte Speise weiß.

Nudeln kommen nämlich – und das ist nachgewiesen – ursprünglich überhaupt nicht aus dem Pastaland Italien, sondern aus China. Schon vor 4.000 Jahren wurden dort die ersten Nudeln hergestellt, wie bei jüngsten Ausgrabungen herausgefunden wurde. Erst Marco Polo soll von seiner Chinareise das Nudelrezept nach Italien gebracht haben, wo die Nudel nun seit vielen Jahrhunderten zur dortigen Esskultur gehört.

Der Wortursprung von „Nudel“ ist wenig spektakulär: Nudel ist einfach eine Abwandlung des Wortes „Knödel“, was so viel wie Verdickung bedeutet. In Italien nennt man die Teigwaren Pasta und versteht darunter die unterschiedlichsten Formen und Farben italienischer Teigwaren.

Nudeln, die in Deutschland und Italien meist aus Hartweizengries hergestellt werden, sind in Deutschland vor allem als Beilage oder Hauptgericht mit Sauce beliebt, während Pasta in Italien überwiegend als Vorspeise gegessen wird. Nach dem Vorbild der Pasta wurden in Deutschland vielerlei Arten und Formen der Nudeln übernommen. Die beliebtesten Nudelsorten in Deutschland sind Spaghetti, Maccheroni, Rigatoni, Tortellini, Bandnudeln, Hörnchen, Muscheln, Fadennudeln als Suppenbeilage, Spätzle und die Buchstabennudeln. Die meisten der 70 Nudelsorten in Deutschland haben ihren italienischen Namen aber behalten.

 

Nudelsorten

Die Originale aus China hingegen werden aus Mungobohnenstärke (Glasnudeln) oder aus Reismehl (Reisnudeln) gefertigt. Der Vorgänger der Spaghetti, die chinesischen Eier- oder Mie-Nudeln, werden aus Weizenmehl hergestellt. In der chinesischen Küche werden Nudeln im Gegensatz zur italienischen Küche überwiegend als Beilage oder als Bestandteil eines Wokgerichts (Rezept) verwendet. Die asiatischen Nudeln sind aber auch wesentlich leichter und weniger gehaltvoll als die italienische Hartweizenpasta.

Glasnudeln, Mie-Nudeln und Reisnudeln

Gewöhnliche Hartweizen-Nudeln haben eine leicht gelblich-weiße Farbe, je nachdem wie viel Ei enthalten ist. Man kann dem Teig aber auch Zutaten wie Spinat, Tomaten, Paprika oder Sepia-Tinte beimengen, wodurch die Nudeln eine grüne, rote oder sogar schwarze Färbung erhalten, auch gemischt als Tricolore bekannt. Der Geschmack ändert sich dabei nur minimal.

In Italien werden Pasta auf drei verschiedene Weisen serviert: die Pasta in brodo sind in Brühe gekochte und servierte Nudeln. Diese Zubereitungsart wird häufig für Tortellini verwendet. Die Pasta asciutta werden wie gewöhnlich gekocht und nach dem Abtropfen mit etwas Butter oder einer Sauce vermengt und gleich anschließend serviert, wie man es auch in Deutschland macht. In Italien wird die Pasta asciutta meist als erster Gang serviert. Außerdem gibt es noch die Pasta al forno (Rezept), die kurz vorgekocht werden und anschließend in einer Auflaufform mit anderen Zutaten, meist mit Käse, im Ofen überbacken werden.

Die Spaghetti Bolognese, das beliebteste deutsche Nudelgericht, kennt man in Italien übrigens unter diesem Namen gar nicht. Das aus Bologna stammende Gericht, ein Ragout aus Hackfleisch, Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Speck, wird in Italien als „Ragù alla bolognese“ (Rezept) bezeichnet und im Normalfall nicht mit Spaghetti sondern mit Penne oder Tagliatelle gereicht. Sowohl in Deutschland als auch Italien beliebt sind Spaghetti carbonara, Spaghetti napoletana oder Spaghetti aglio e olio. Die Spaghetti carbonara (Rezept) werden in Deutschland fälschlicherweise oft mit Sahne anstatt mit Ei zubereitet, dabei ist die Zubereitung ganz einfach . Die Spaghetti napoletana werden mit einer Tomatensauce gereicht und die Spaghetti aglio e olio werden mit Knoblauch und Olivenöl verfeinert. Natürlich können all diese Gerichte auch mit anderen Nudel- oder Pastasorten serviert werden.

Die schwäbischen Spätzle zählen ebenfalls zu den Teigwaren beziehungsweise Nudeln. Auch sie werden aus Mehl, Eiern und Wasser hergestellt. Der Spätzleteig ist aber im Gegensatz zum Nudelteig wesentlich weicher und dünnflüssiger und kann deshalb nicht ausgerollt werden. Daher wird der Spätzleteig auf einem Brett mit einem Spätzleschaber oder Messer direkt ins kochende Wasser in Streifen oder Kügelchen geschabt. Spätzle werden gerne zu Wildgerichten, mit Käse überbacken als Käsespätzle, mit Linsen oder als süße Varianten mit Mohn verzehrt. Die Form der Spätzle hängt von der Herstellungsform ab. Frische geschabte Spätzle sind klein und rund und werden deshalb auch Knopfspätzle genannt, während die industriell hergestellten Spätzle lange dünne Streifen sind und ein wenig aussehen wie Nudeln.

Nudeln machen übrigens wirklich glücklich. Denn Nudeln sind wichtige Kohlenhydrat- und Energielieferanten. Die komplexen Kohlenhydrate bilden bei der Aufnahme den Stoff Serotonin, ein Stimmungsaufheller, der in geringem Maß antidepressiv wirkt und „Gute Laune“ an das Gehirn sendet.

Die perfekten Nudeln gelingen im Übrigen ganz einfach: Pro hundert Gramm Nudeln bringt man einen Liter Wasser zum Kochen. Sprudelt das Wasser kräftig gibt man eine großzügige Prise Salz ins Wasser und lässt auch dies wieder gut aufkochen. Manche Köche schwören auf Öl im Kochwasser, damit die Nudeln nach dem Abtropfen nicht zusammenkleben und das Wasser nicht überkocht, aber dies kann man auch mit häufigem umrühren erreichen. Kocht das Wasser erneut werden die Nudeln in den Kochtopf gegeben und im offenen Topf gar gekocht. Dabei immer wieder umrühren, damit die Nudeln nicht am Topfboden kleben bleiben

Ob die Nudeln al dente – also bissfest – sind, kann man mit einem einfach Trick herausfinden: eine Nudel mit einer Gabel aus dem Topf nehmen, kurz abtropfen lassen und dann mit Schwung auf eine glatte Oberfläche wie ein Fenster oder einen Kühlschrank werfen. Bleibt die Nudel kleben sind sie fertig, rutscht die Nudel jedoch herunter, brauchen sie noch eine Weile. Nach dem Kochen müssen die Nudeln dann abgetropft werden und sofort, am besten in einer vorgewärmten Schüssel, mit der heißen Sauce vermischt werden, da Nudeln sehr rasch auskühlen.

Kleiner Tipp für eine leichte Ernäherung: 1-2 Scheiben Ingwer in das Kochwasser der Nudeln geben und mitkochen. Promikoch Alfons Schuhbeck erklärt die Wirkung in einem Interview der Zeitschrift Frau im Leben folgendermaßen:

Frage der Redaktion: Sogar ins Nudelwasser geben Sie Ingwer?
Antwort Alfons Schuhbeck: Ja! Weil die Kohlenhydrate der Nudeln durch den Ingwer im Körper etwas langsamer abgebaut werden. Das heißt: Der Blutzuckerspiegel steigt nicht so stark und auch nicht so schnell an. Dadurch muss der Körper deutlich weniger Insulin ausschütten, was wiederum gut ist, um nicht zuzunehmen. Ingwer kann man auch sehr gut beim Kochen von Reis dazugeben.
(Quelle: Artikel „Alfons Schuhbeck: Gewürze sind besser“, Webseite Frau im Leben)

Nudeln gehören unterdessen auch in Deutschland zu den Grundnahrungsmitteln und sind aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken! Sogar in die Literatur hat es die Nudel geschafft. Unser Lesetipp – Die Nudel: Eine Kulturgeschichte mit Biss

Haben auch Sie jetzt einen unheimlichen Appetit auf Nudeln bekommen oder wollen Sie Ihre Laune aufbessern? Dann suchen sie auf speisekarte.de einfach nach Nudeln oder Pasta in Ihrer Stadt!

Nudeln war übrigens die richtige Antwort auf die 75. Frage im Schlemmerquiz: Welches usprünglich chinesische Lebensmittel kommt in vielen Formen und Farben als Vor-, Haupt- und Nachspeise oder auch Beilage auf den Tisch?

Bilder: „Pasta 2006 1„, „Pasta 2006 2“ und „Pasta 2006 7“ von Späth Chr., “ Glasnudeln“ und „Reisnudeln“ von ChiemseeMan, „Mie-Nudeln“ von Fotografeur.
Quelle: Wikimedia

2 Gedanken zu „Wussten Sie schon … dass Nudeln glücklich machen?

  1. Schöne Seite!! Wollte mal einen Tip für Hamburg loswerden – das Frühstück in der Hafencity und Speicherstadt findet man im Fleetschlösschen – Brooktorkai 17! Eine leckere Auswahl vom Meerjungfrauen Morgenmahl über Lotsenfrühstück bis Captains Breakfast. Und dazu hatten wir einen supersüßen Service von zwei Georgierinnen, die uns viel über die neue hafencity und Ausflugstips in Hamburg gaben. Ein wirklich schönes Cafe, in dem man Stundenlang verweilen kann!

  2. Hallo Carlo, du meinst bestimmt dieses Restaurant, oder? -> http://www.speisekarte.de/hamburg/restaurant/fleetschloesschen

    Schreib doch einfach eine kleine Empfehlung über den „Bewerten“-Button. Vielleicht hast du ja sogar ein Foto von deinem Frühstück gemacht? Das kannst du dann auch gleich bei uns loswerden über „Speisebild hochladen“. Wir freuen uns schon auf deine weiteren Infos 😉

    Viele Grüße
    Dein ServiceTeam von speisekarte.de

Schreibe einen Kommentar