Was ist eigentlich ...?

Was ist eigentlich ein Lebkuchen?

Weihnachtszeit ist Lebkuchenzeit! Das traditionelle, klassische Gebäck gibt es schon seit vielen Jahrhunderten und es gilt als das Weihnachtsgebäck schlechthin.

Was steckt in Lebkuchen?

Die wesentlichen Bestandteile von Lebkuchen sind Honig als Süßungsmittel, Gewürze und Triebmittel, wobei hier traditionell auf Hefe verzichtet wird. Stattdessen wird Hirschhornsalz oder Pottasche benutzt. Diese Grundzutaten sind in jedem Lebkuchen enthalten. Dennoch ist die Auswahl an Lebkuchen sehr vielfältig. So gibt es sie in natur, mit oder ohne Nüssen oder mit Glasur – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein leckeres Rezept für Lebkuchen mit Schokolade gibt es auf Sia’s Soulfood Blog (Rezept).

Was beinhaltet ein Lebkuchengewürz?

Typischerweise besteht die Gewürzmischung für Lebkuchen aus den folgenden Zutaten, deren Zusammensetzung sich jedoch regional und auch nach verwendetem Lebkuchenrezept unterscheiden kann:

Gerade in den Wintermonaten kann man fertige Lebkuchengewürze in vielen Supermärkten kaufen, aber auch online gibt es eine große Auswahl an Gewürzmischungen. Wenn Sie sich lieber selbst ausprobieren wollen, hilft Ihnen dieses Video ein eigenes Lebkuchengewürz zusammenzustellen.


Die Gewürzmischung kann übrigens nicht nur für Lebkuchen verwendet werden. Auch beispielsweise Joghurt, Schokolade, Tee und Kaffee kann damit ein weihnachtlicher Geschmack verliehen werden. Ein Rezept für einen Lebkuchen Latte gibt es auf dem Blog von Cool’n’Soul (Rezept).

Lebkuchen ist nicht gleich Lebkuchen

Strenge Richtlinien und Qualitätsvorschriften bestimmen die Zutaten und Herstellung der verschiedenen Varianten von Lebkuchen. So darf beispielsweise der Elisenlebkuchen nur maximal 10 Prozent Mehl und mindestens 25 Prozent Nüsse enthalten.

Woher kommt der Lebkuchen?

Die ältesten Honigkuchen, wie Lebkuchen auch genannt werden, wurden bei den alten Ägyptern als Grabbeigabe gefunden und auch die Römer kannten schon 350 v. Christus eine Art Gewürzkuchen.

Der Lebkuchen, wie wir ihn heute kennen, stammt aber ursprünglich aus Belgien. Von dort aus gelangte das Rezept mit reisenden Kupferschlägern nach Aachen. Durch kleine Veränderungen der Rezeptur entstanden die bekannten Aachener Printen.

Anschließend landete das Rezept dann in einem Kloster in Heilsbronn bei Nürnberg. Die fränkischen Mönche wandelten das Aachener Rezept ebenfalls ein wenig ab. Da die Lebkuchen beim Backen oft am Ofen kleben blieben, kam man auf die Idee Lebkuchen auf Oblaten, den „hostia oblata“, zu backen. Seither ist das Gebäck in dieser Form als Nürnberger Lebkuchen bekannt.

Nur Lebkuchen, die in dem Gebiet der Stadt Nürnberg hergestellt werden, dürfen als „Nürnberger Lebkuchen“ gekennzeichnet werden. Diese Herkunftsbezeichnung besteht seit 1927. Ansonsten gibt es jedoch keine genauen Vorschriften bezüglich der Zusammensetzung der Nürnberger Lebkuchen.

Nürnberger Lebkuchen

Warum heißt der Lebkuchen eigentlich Lebkuchen?

Die Herkunft der Bezeichnung Lebkuchen ist umstritten. Eine plausible Erklärung ist die Ableitung vom lateinischen „libum“ (Fladen oder Opferbrot). Eine andere mögliche Herkunft ist das germanische Wort „Laib“ für Brotlaib. Es gibt aber keine eindeutige Wortherkunft.

Warum isst man Lebkuchen zu Weihnachten?

Wenn wir an Lebkuchen denken, dann denken wir an Winter, Schnee, kalte Tage, heißen Tee, und natürlich an Weihnachten. Während Lebkuchen in anderen Ländern das ganze Jahr über gegessen werden sind sie für uns typisch für die Weihnachtszeit. Aber warum ist das so?

Früher gab es im Winter weniger zu essen als heute. Für Früchte war es zu kalt, Kühlschränke gab es nicht und das Essen musste haltbar gemacht werden. Es war wichtig Vorräte zu haben, um über den Winter zu kommen. Gebäck war dafür sehr gut geeignet, da es süß ist, viel Fett enthält und weniger schnell verderblich ist.

Schon lange vor Christi Geburt gab es bei den Kelten zur Wintersonnwende im Dezember einen flachen Fladen mit Honig. Der sollte die Menschen vor böswilligen Dämonen schützen, indem er die Götter gnädig stimmte.

Im Mittelalter wurden in Klöstern Weihnachtsbrote und Lebkuchen gebacken. Zum einen wurde damit Christi Geburt geehrt, da das Lebkuchenbacken damals noch mit mehr Aufwand verbunden war als heute. Zum anderen hatten die Klöster die nötigen Ressourcen um sich teure Gewürze leisten zu können. Das Gebäck wurde dann oftmals an Arme oder Kirchengänger verteilt. Um 1850 wurden Lebkuchen auch zunehmend in Familienküchen populär.

Daran, dass Lebkuchen hauptsächlich zur Weihnachtszeit beliebt sind, hat sich seit den Kelten nichts geändert.

Lebkuchen – immer ein Genuss

Lebkuchen gibt es aber nicht nur in der altbekannten runden Form. Bekannte Varianten findet man das ganze Jahr über auf Volksfesten, Kirchweihen und natürlich Weihnachtsmärkten. Dort gibt es zahlreiche Lebkuchenherzen, die mit buntem Zuckerguss und Sprüchen verziert werden.

Lebkuchenherzen

Mittlerweile haben auch Restaurants das Weihnachtsgebäck für sich entdeckt. Von Lebkuchenparfait (Rezept) über Lebkuchenmousse (Rezept) bis Lebkuchensauce gibt es alles, was das (Lebkuchen-)Herz begehrt.

Und, Lust auf Lebkuchen bekommen? Dann suchen Sie doch bei speisekarte.de nach Lebkuchen in Restaurants Ihrer Stadt!

8 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.