Was ist eigentlich … vegan?

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Anlässlich des 16. Weltvegantages am 01. November (Allerheiligen) widmen wir den heutigen Artikel ganz dem Veganismus. Aber was ist eigentlich vegan und wo liegt der Unterschied zum Vegetarismus?

Der Veganismus ist eine Unterform des Vegetarismus. Im Wesentlichen verzichten Veganer bei ihrer Ernährungsweise nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern vollkommen auf Produkte tierischer Herkunft. Dazu zählen neben Lebensmittel wie Eier, Kuhmilch oder Honig auch Dinge des täglichen Gebrauchs wie Kleidung aus Wolle und Leder, Schminke und Pflegeprodukte, Arzneimittel oder Putzmittel. Mit der veganen Lebensweise will man eine Welt ohne Tierversuche und Schlachtung von Tieren erreichen und auf eine gesunde Ernährung achten.

Logo der Vegan Society

In Deutschland ernähren sich übrigens 0,1 Prozent der Bevölkerung rein vegan, weitere 1,5 Prozent haben sich für eine vegetarische Ernährung entschieden. Der Vegetarismus reicht bis in die griechische Antike zurück. Zur gleichen Zeit entwickelte sich parallel in Indien eine ähnliche Ernährungsweise. Doch bis heute gibt es kein einziges Volk, das sich konsequent vegetarisch oder vegan ernährt.

Es gibt viele verschiedene Formen der veganen Ernährung, das kommt auch ganz auf die jeweiligen Beweggründe an. Bei der Ernährung wird natürlich auf eine Kost ohne jegliche tierische Lebensmittel geachtet. Es gibt dabei die Rohkost-Veganer, Bio-Veganer, die besonders auf den ökologischen Anbau der Lebensmittel achten, die Fruganer (Wikipedia-Artikel), die nur Früchte und keine Pflanzen essen (Obst, Nüsse, Samen) und es gibt die Anhänger des Freeganismus (Wikipedia-Artikel), die neben tierischen Erzeugnissen auch die Gesellschaft und die Politik boykottieren.

Wie isst man nun vegan? Für die tierischen Erzeugnisse gibt es allerlei vegane Ersatzprodukte. Als Fleischersatz wird zum Beispiel Avocado (Rezept) gegessen, anstatt Kuhmilch trinkt man Soja-, Reis- oder Hafermilch, für Eier nimmt man Tofu und als Ersatz für Gelatine nimmt man Johannisbrotkernmehl. Detaillierte Einblicke in die vegane Ernährung erhält man beim Blick in ein veganes Kochbuch (Amazon-Link).

Die Beweggründe, sich für eine derartige Ernährungsweise zu entscheiden, können ganz unterschiedlich sein. Viele Menschen ernähren sich aus ethischen Gründen vegan, um ihren Teil zum Schutz der Rechte von Tieren beizutragen. Andere vertreten die Meinung, dass durch eine vegane Lebensweise die Umwelt geschützt wird, da weniger Ressourcen benötigt werden und wieder andere möchten mit dem Veganismus eine positive Auswirkung auf die Welternährung bezwecken. Viele Veganer begründen dies auch darin, dass der Mensch wunderbar ohne Fleisch, tierisches Eiweiß und tierische Erzeugnisse leben kann. Doch laut medizinischen Untersuchungen treten nach einiger Zeit bei vielen Veganern Mangelerscheinung von Vitamin B12 oder Calcium auf, daher raten viele Ärzte von dieser Ernährung ab.

Veganer, Vegetarier und diejenigen, die sich gerne mal ganz fleischlos ernähren möchten, finden auf speisekarte.de vegane Restaurants und vegetarische Restaurants in ihrer Nähe!

Veganismus war übrigens die richtige Antwort auf die 31. Frage im Schlemmerquiz:
Wie nennt man die Ernährungsweise, bei der auf den Verzehr von tierischen Produkten und Lebensmitteln jeglicher Art verzichtet wird?

Bild: GracinhaMarco Abundo
Quelle: Wikimedia Commons

Græskar

6 Gedanken zu „Was ist eigentlich … vegan?

  1. „Im Unterschied zu den Vegetariern wird beim Veganismus bewusst auf die Herkunft von Lebensmitteln geachtet“ was ein quatsch.
    vegetarier achten ebenso darauf.,
    außerdem gibt es auch fleischesse die darauf achten woher ihr essen kommt.
    schmeißt doch nicht immer alle in eine tonne.

    überhaupt ist der ganze artikel schwammig und zeugt von halbwissen…

  2. „Der Veganismus ist eine Unterform des Vegetarismus“

    Nein, eher nicht, auch wenn das die populäre Meinung ist. Denn die Ansätze sind fundamental verschieden. Veganer wollen, dass für ihre Lebensweise keine Tier ausgebeutet werden. Vegetarier schränken dies nur etwas ein.

    „anstatt Kuhmilch trinkt man Soja- oder Kokosmilch“

    Sojamilch ja, aber Kokosmilch ist als Trinkmilch eher ungeeignet. Gibt es noch Reis- oder Hafermilch. Eine Übersicht gibt es übrigens hier: http://silch.de/pflanzenmilch

    Ein Kochbuch muss man sich auch nicht kaufen, das gibt es umfangreicher online, z.B. unter http://tierrechtskochbuch.de

    „Doch laut medizinischen Untersuchungen treten nach einiger Zeit bei vielen Veganern Mangelerscheinung von Vitamin B12 oder Calcium auf, daher raten viele Ärzte von dieser Ernährung ab.“

    Leider ist diese Unwissenheit noch in einigen Köpfen verhaftet. Die weltweit größte Ernährungsorganisation hat hingegen bestätigt, dass Veganismus für jedes Alter und jede Anforderung geeignet ist (http://veganekinder.de/adavegan).

  3. Vielen Dank für die Kommentare! Eine Sache vorweg: Es geht in diesem Artikel nicht darum, eine Anleitung „Wie werde ich Veganer?“ zu verfassen, sondern – wie eingangs erwähnt – einen kleinen Einblick in die Ernährungsgewohnheiten eines Veganers zu geben. Es ging uns nicht um Kritik, sondern um Aufklärung.

    @Ling: Du hast da natürlich recht. Es gibt viele Menschen – egal welche Ernährungsweise sie bevorzugen – die bewusst darauf achten woher ihre Nahrung kommt. Wir haben diesen Punkt überarbeitet.

    @Martin:
    1. Deine Hinweise zur Milch haben wir eingearbeitet. Danke dafür und auch für den Link zum Online-Kochbuch.
    2. Was die unterschiedlichen Ansätze zur Ausbeutung von Tieren zwischen Vegetariern und Veganern betrifft, so möchten wir uns hier keinen Kommentar erlauben.
    3. Sicherlich stimmst du uns zu, wenn wir sagen, dass man sich sehr genau über das Thema informieren muss, wenn man sich für eine vegane Ernährung entschließt. Bestimmte Mängel sollten über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden, wie auch hier empfohlen: http://bit.ly/de9Y0F (Empfehlungen – Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung, PDF).

    Weitere Infos zum Thema Veganismus auch unter http://www.veganismus.de

  4. Stimmt,was ein Quatsch!

    @ling
    Hat dich der Artikel persönlich so angegriffen,dass du ihn als „schwammig“ bezeichnen musst? Ich fand ihn weder aufgequollen,noch hochgestochen und auch nicht verworren …
    Du bemängelst nur,daß man nicht alle in eine Tonne schmeissen soll – was du aber selber machst indem du sagst,dass Veganer,Vegetarier und Fleischesser das Gleiche tun.

    @martin
    Natürlich gibt es Mangelerscheinungen,oder wird jeder Veganer so genau „geschult“,dass er weiss,was und vor allem wieviel er zu essen hat um diesem Mangel vorzubeugen? Ich lass mich gern vom richtigen Gegenteil überzeugen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen,ich habe nichts gegen Veganer,Vegetarier oder Fleischesser! Im Gegenteil ich freu mich über jeden Menschen,der sich gesund und richtig ernährt.

  5. Natürlich kann es Veganer mit Mangelerscheinungen geben (so wie es auch Vegetarier oder Omnivoren mit Mangelerscheinungen gibt/geben kann). Fehlerhaft an der Darstellung ist, dass Veganismus selbstverständlich/automatisch dazu führe. Wer ist falsch vegan ernährt, bekommt Mangelerscheinungen, wer sich ausgewogen vegan ernährt, bekommt keine. Supplemente sind (bis auf B12 zur Sicherheit) nicht nötig, das bestätigt auch die ADA-Metastudie. Ganz abgesehen davon, dass es die Empirie bestätigt: es gibt Tausende Veganer, die völlig ohne weitere Supplemente völlig gesund sind und das über Zeiträume von bis zu 60 Jahren. Wenn also hier die Praxis von der Theorie (nach der es so etwas nicht geben darf) abweicht, sollte man vielleicht Theorie überdenken.

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