Wussten Sie schon … Bier?

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Das Bier ist eines der beliebtesten alkoholischen Getränke in Deutschland. Es zählt in Bayern sogar zu den Grundnahrungsmitteln, was im ältesten Lebensmittelgesetz der Welt, dem Reinheitsgebot, festgelegt wurde. Längst wird es nicht mehr nur als Getränk genossen, sondern auch beim Kochen eingesetzt. In der süddeutschen Küche wird ein Obazda gerne mit einem Schuss Bier zubereitet, welches ihm den gewissen Pfiff gibt. Andere beliebte Rezepte sind Biersuppe, Biersenf (Rezept) und Gerichte mit Dunkelbiersoße. Aber auch vor den Desserts macht das Bier nicht halt. Apfelringe in Bierteig ausgebacken, sind hier nur ein Beispiel.

Schon bei den Ägyptern, Römern und Kelten war das Bier weit verbreitet. Im Mittelalter wurde durch die Klosterbrauereien und den damit verbundenen geregelten Braubetrieb die Anzahl der Zutaten verringert. Damals galt das Bier auch geeignet für Kinder, da es die oft knappe Nahrung ergänzte. Seit 1516 wurde in Deutschland nach dem Reinheitsgebot Bier gebraut, nach dem vereinfacht gesprochen Bier nur aus Wasser, Hopfen und Malz gebraut werden darf. Neuerdings unterliegt die Herstellung von Bier seit 1993 dem vorläufigen Biergesetz. Das Reinheitsgebot existiert darin weiter, wurde jedoch um den erlaubten Zusatzstoff Hefe erweitert, ohne den das Bierbrauen eigentlich nicht möglich ist.

Weizenbier

Die Wahl der Hefe unterscheidet die Biere in zwei verschiedene Brauarten. Einerseits gibt es die untergärigen Biere, bei denen die Hefe nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Getränks sinkt. Beispiele hierfür sind das Pils, Lagerbier und das Schwarzbier. Bei der obergärigen Brauart hingegen steigt die Hefe an die Oberfläche. Obergärige Biere sind beispielsweise das Weizenbier, Kölsch und Ale.
Durchschnittlich hat ein Bier einen Alkoholgehalt von etwa fünf Prozent. Alkoholfreie Biere können bis zu 0,05 Prozent Alkohol enthalten. Biere mit mehr als fünf Prozent werden Bockbiere genannt. Das stärkste Bier der Welt kommt derzeit aus Franken, heißt „Schorschbock“ und hat einen Alkoholgehalt von 43 Prozent.

In Deutschland gibt es über 5000 Biermarken und bei ca. 1300 Brauereien deutschlandweit ist es nicht erstaunlich, dass sich jede dritte Brauerei der Welt in Deutschland befindet. Mit 171 Brauereien und mehr als 500 verschiedenen Bieren hat Oberfranken die höchste Brauerei- und Bierdichte der Welt.
Würden Sie den Entschluss fassen, jeden Tag ein anderes deutsches Bier zu trinken, so würden Sie dafür länger als 13 Jahre benötigen. Die verschiedenen Geschmäcker des Landes rechtfertigen die Vielfalt. Im Süden Deutschlands wird hauptsächlich Helles und Weizen getrunken, im Norden die herbsten Biere. Im Rheinland erfreuen Kölsch und Alt die Geschmacksknospen und in Berlin die Berliner Weiße.
Im Jahr 2006 befand sich Deutschland auf Platz 2 im europaweiten Vergleich des Pro-Kopf-Verbrauchs mit knapp 116 l gleich hinter Tschechien mit 160 l Bier pro Kopf. Im Jahr acht wurden in Deutschland pro Kopf nur noch knapp 110 l getrunken.
Vor allem auf Volksfesten wird gerne mal ein Bier mehr getrunken. Zurzeit findet das Oktoberfest in München statt, die Cannstatter Volksfest in Stuttgart fängt morgen an und der Hamburger Dom folgt im November. Diese großen Volksfeste tragen nicht unerheblich zum jährlichen Bierkonsum pro Kopf bei.

Möchten Sie das Bier einmal in einer anderen Form als aus dem Glas genießen? Dann gibt es auf speisekarte.de Restaurants in Ihrer Nähe, die Obazda, Gerichte mit Dunkelbiersoße und Speisen mit Bierteig anbieten.

Bier war übrigens die richtige Antwort auf die 26. Frage im Schlemmerquiz von speisekarte.de:
Mit welchem bayerischen Grundnahrungsmittel wird ein Obazda verfeinert?

Bild: Weizenbier-ukko von Ukko.de
Quelle: Wikimedia Commons

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