Was ist eigentlich … Flammkuchen?

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Ob herzhaft oder süß – der Flammkuchen ist immer ein Genuss. Frisch aus dem Holzofen, noch dampfend und heiß wird er sofort verzehrt.

Schriftlich erwähnt wurde der Flammkuchen zum ersten Mal vor etwas mehr als 100 Jahren. In elsässischen Dörfern jedoch wurde der „Flammekueche“ schon im 18. Jahrhundert verspeist. Einmal in der Woche kamen die Dorfbewohner am Gemeinschaftsbackofen des Dorfes zusammen um Brot zu backen. Um die Temperatur des Holzofens einzuschätzen, wurde zuerst ein wenig Brotteig, der Flammkuchen, hineingelegt. Wurde dieser schnell schwarz, war der Ofen noch zu heiß und es musste mit dem Brotbacken abgewartet werden. Dauerte das Backen des Flammkuchens zu lange, musste noch einmal nachgeschürt werden. Die erste Hitze, die zu stark für das Brotbacken war, wurde mit dem Backen des Flammkuchens nun auch genutzt. Mit der Zeit kamen noch zusätzlich Zutaten auf den Teig. Der typische elsässische Flammkuchen ist mit Zwiebeln, Speck und Schmand belegt und wird heute noch gern in geselliger Runde verspeist.

Flammkuchen

 

Der „Tarte Flambée“ wird geviertelt auf dem Brett serviert, auf dem er auch in den Holzofen geschoben wird, damit er länger seine Wärme behält. Jeder am Tisch nimmt sich ein Stück, rollt es zusammen und isst es mit der Hand.
Zu einem typischen elsässischen Flammkuchen (Rezept) passt ein frisch gezapftes Bier, ein edler Wein oder ein Glas Federweißer.

Als Belag kann so ziemlich alles herangenommen werden, auf was man gerade Hunger hat. Ob es nun ein deftiger Flammkuchen wird mit vielleicht Salami und Tomaten oder ob man sich für eine süße Variante entscheidet, bei der der Teig beispielsweise mit Äpfeln oder Birnen und Zimt belegt wird, das bleibt jedem selbst überlassen.

Ähnliche regionale Kuchenvarianten sind hauptsächlich in der Nähe des Elsass weit verbreitet. Im östlichen Baden-Württemberg wird der Flammkuchen „Hitzekuchen“ genannt und ist mit Kartoffelpüree, Zwiebelringen und Grieben belegt. Unter „Blaatz“, „Bloads“ und auch „Ploatz“ sind die Kuchenvarianten in Franken, Hohenlohe und auch Hessen bekannt, die in süßer (z.B.: Apfelploatz) oder salziger (z.B.: Zwibbelsploatz) Form gegessen werden. Als „Dinnete“ werden in Oberschwaben dünne Fladen mit herzhaftem Belag bezeichnet. Kleinere und länglichere Varianten des Flammkuchens sind als „Deie“ auf den Fildern weit verbreitet.

Ist Ihnen das Wasser im Mund zusammen gelaufen und wollen Sie heute noch einen „Flammekueche“ genießen? Auf speisekarte.de finden Sie die Restaurants, die Flammkuchen auf ihrer Speisekarte haben.

Flammkuchen war übrigens die richtige Antwort auf die 24. Frage im Schlemmerquiz von speisekarte.de:
Wie heißt die beliebte Brotteigpizza mit Zwiebeln, Speck und Sahne aus der elsässischen Küche?

Bild: Tarte flambée alsacienne 514471722 von Lulu Durand
Quelle: Wikimedia Commons

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