Was ist eigentlich…Fish & Chips?

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150 Jahre alt und 42% weniger Fettgehalt als ein Döner! Happy Birthday Fish & Chips!! …

Fish & Chips gehören zu unseren britischen Stereotypen, wie der Fünf-Uhr-Tee, das akkurate Schlangestehen, oder das ewige Versagen beim Elfmeterschießen. Das Beleuchten der miesen Elfmeterschießquote überlassen wir anderen, hier möchten wir nur kurz die Queen Mum der britischen Speisen näher bringen.

Was genau sind Fish & Chips eigentlich?

Der Fisch – meistens wird Kabeljau verwendet, aber jeder Fisch mit weißem Fleisch ist möglich – wird zur Zubereitung des Gerichts in etwa mundgroße Häppchen geschnitten und dann im Bierteig frittiert. Abgefallene Fischstückchen, die ebenfalls frittiert werden, nennt man „Scraps“. Diese werden manchmal dazu serviert oder am Ende des Tages als eigenständige, günstigere Speise angeboten – das nennt sich dann Scraps & Chips.

Die Chips stehen für „chipped potatoes“, also in Kartoffelspalten geteilte Kartoffeln. Diese werden ebenfalls frittiert, bis sie goldbraun sind und typisch für Großbritannien mit Salz und Essig – vornehmlich Malzessig – serviert.
Mögliche Beilagen zu diesem Gericht sind vielfältig: Egal ob in Tomatensoße eingekochte Bohnen, Erbsenbrei, Essiggurken, eingelegte Zwiebeln oder etwas Zitronen-Mayonnaise, es gibt kaum etwas, was es nicht zu Fish & Chips gibt!

Und warum sehen wir dieses Essen als typische Delikatesse der Briten an?

Das liegt an der langen Geschichte von Fish & Chips. Laut Vermutungen brachten französische und jüdische Siedler Teile des Rezeptes nach England, dort wurde es dann vervollständigt. Schon 1860 öffneten so die ersten Fish & Chip-Shops ihre Türen – eine Lebensmittelknappheit ließ die Kartoffel als Nahrungsmittel äußerst wichtig und die Mahlzeit ein voller Erfolg werden. Als sogenanntes „Streetfood“ wird es fast ausschließlich in diesen Shops gekauft – die heimische Zubereitung ist eher eine Seltenheit.

Das charakteristischste an Fish & Chips sind die Tüten aus Zeitungspapier, in denen das Essen normalerweise überreicht wurde. Mittlerweile ist das nicht mehr der Fall, da Hygienevorschriften Druckerschwärze nicht unbedingt als brauchbaren Begleiter für Nahrungsmittel ansehen. Viele Shops lassen ihr Papier jedoch extra im Stil alter Londoner Zeitungen drucken, um dennoch das Feeling der alten Fish & Chips-Shops zu bewahren.

Und was heißt das nun für Sie?

Wenn Sie nach England reisen, müssen Sie unbedingt einmal zu Mittag bei einem Fish & Chips Laden Halt machen und sich in die akkurate Schlange des Shops stellen. Nachdem Sie mit dem englischen Vordermann ein zwangloses Gespräch über die Halbfinals WM 90 und EM 96 begonnen haben, ordern sie Fish & Chips mit einer guten Portion Essig und genießen well-delighted diese Kulinarität.  Das kulinarisch Erlebte können Sie dann beim  Fünf-Uhr-Tee Revue passieren lassen.  Thank Cod and enjoy!

Fish ’n‘ Chips war die Antwort auf die Schlemmerquiz Frage im 3. Gang des Schlemmerquiz:

Welches 150 Jahre alte Gericht wurde traditionell in einer Tüte aus Zeitungspapier verkauft?

Bildquelle: National Federation of Fish Friers

2 Gedanken zu „Was ist eigentlich…Fish & Chips?

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